Pressemitteilung

Wirtschaftsinitiative und HHL ehren Harvard-Professor Porter

23. Januar 2008


Mitteldeutschland gilt als Vorzeigemodell bei Clusterprozessen.

Die Ehrendoktorwürde der HHL ist für Harvard-Professor Michael E. Porter die erste aus Deutschland. Der Wissenschaftler ist der Begründer der Clustertheorie, die gerade durch die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland große Bedeutung erfahren hat.


Der damalige Geschäftsführer der Dow Olefinverbund GmbH, Bart J. Groot, hat um die Jahrtausendwende erkannt, dass das Unternehmen nur dann richtig erfolgreich sein kann, wenn es auch der Region gut geht. Er hat daraufhin die Wirtschaftsiniitiative für Mitteldeutschland gegründet, in der sich heute über 50 Unternehmen engagieren. Das Hauptaugenmerk des Unternehmerverbandes war lange die Initiierung und Koordinierung von Clusterprozessen verschiedener Branchen in Mitteldeutschland. Aktuelle Analysen des IWH (Institut für Wirtschaftsforschung Halle) bescheinigen Mitteldeutschland durch diese Clustertätigkeit weitaus bessere Zukunftsaussichten als dem gesamten Osten Deutschlands. „In den Clustern Chemie/Kunststoffe und Biotechnologie - Life Sciences ist die Umsatzsteigerung bei clustergebundenen Unternehmen doppelt so hoch wie bei unvernetzten Firmen", sagt Wirtschaftsinitiative-Klaus Wurpts in Bezug auf die IWH-Studien.

Im Jahr 2002 begann mit einem Besuch von HHL-Professor Manfred Kirchgeorg bei seinen Kollegen in Harvard die Zusammenarbeit der beiden Hochschulen und der Wirtschaftsinitiative zum Thema Clusterprozesse. Der Forschungsleiter am Institut für Strategie und Wettbewerbsfähigkeit and der Harvard Business School, Dr. Christian Ketels, begann einen „Case" zu den Clusterprozessen in Mitteldeutschland zu erstellen. Diese Materialsammlung dokumentiert Prozesse und Strukturen der Clusterprozesse in Mitteldeutschland und wird als Lehrmaterial an der Harvard Business School eingesetzt. Nun hat auch die HHL eine Lizenz für den Clustercase Mitteldeutschland erworben. Zukünftig wird also auch die Leipziger Handelshochschule die Clusterthematik im Lehrplan aufnehmen.

Mitteldeutschland wird im Jahr 2009 Austragungsort der 2009 TCI Global Conference. Die Wirtschaftsinitiative gewann den Zuschlag für die Clusterfachtagung des „Competitiveness Institutes", zu der sich jährlich internationale Wissenschaftler, Regionalentwickler und Unternehmer versammeln.

Hintergrund Clusterprozesse
Nach Jahren der Anschubfinanzierungen gilt es langfristig, ein selbsttragendes Wachstum in Ostdeutschland zu erreichen. Dafür muss in stärkerem Maße als bisher künftig die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft gesteigert werden. Ein international erfolgreiches Konzept dafür ist der Clusterprozess. Ein Cluster zeichnet sich durch die räumliche Konzentration einer Wertschöpfungskette aus. Dabei geht man davon aus, dass die Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungsinstituten und Hochschulen insbesondere zur Stärkung der Innovationslandschaft beiträgt. Die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland versteht sich als Initiator und Koordinator der Clusterprozesse und bietet eine Methodik für die länderübergreifende Clusterentwicklung an. Im Mittelpunkt stehen die Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Sie bestimmen die Inhalte der Clusterentwicklung.

Weitere Informationen:
http://www.mitteldeutschland.com/cluster_netzwerke_einfuehrung.html

In der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschaftsregion Mitteldeutschland.

Kontakt:
Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH
Ele Jansen, Kommunikation
Tel. 0341 – 600 16 20
Fax 0341/600 16 13


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Prof. Harald R. Pfab, Sachsen Bank
„Innovationsstärke, Unternehmergeist und Flexibilität zeichnet die Wirtschaft in Mitteldeutschland aus. Die Sachsen Bank unterstützt die Unternehmen als regionale Bank in allen Finanzfragen. ”