Pressemitteilung

„Wir sind Verbündete“

24. September 2010


Beim Mitteldeutschen Abend der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland am Dienstag in Berlin waren sich der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Länder, Bundesinnenminister Thomas de Maizière und die Wirtschaftsvertreter einig, dass künftig nicht mehr vom „Aufbau Ost“ die Rede sein sollte, sondern von einer Weiterentwicklung der mittel- und ostdeutschen Regionen. Die Wirtschaftsregion Mitteldeutschland stehe nun im internationalen Wettbewerb der Standorte, müsse dafür ihre ganz spezifischen Herausforderungen angehen und ihre Chancen nutzen, erklärte de Maizière, der den drei Bundesländern Mitteldeutschlands und der Wirtschaftsinitiative dafür seine Unterstützung anbot. „Wir sind Verbündete“, sagten de Maizière und Wirtschaftsinitiative- Vorstandschef Georg Frank gleichlautend.

Im Zentrum der Diskussion hochrangiger Industrievertreter aus Mitteldeutschland mit
dem Bundesinnenminister stand ein Arbeitspapier der Wirtschaftsinitiative zu den
„Handlungsfeldern für die Wirtschaftsregion Mitteldeutschland“. Mit Blick auf die Lage
der öffentlichen Haushalte und die auslaufenden Fördermittel von Bund und EU wies
de Maizière auf die gegebenen föderalen Strukturen hin. Die von der Wirtschaftsinitiative geforderte stärkere Konzentration der Mittel auf Wachstum und Beschäftigung falle auch in den Kompetenz- und Verantwortungsbereich der Länder.

Bei der Fachkräftesicherung verwies de Maizière insbesondere auf die 2011 in Kraft
tretende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den neuen EU-Mitgliedstaaten mit Ausnahme von Rumänien und Bulgarien. Diese ermögliche es den Firmen, die Fachkräfte, die nicht aus dem vorhandenen Potential gewonnen werden können, aus den osteuropäischen EU-Ländern zu gewinnen. Die Zusammenarbeit in der Wirtschaftsinitiative biete hierfür einen guten Ansatz. Konsens unter Minister und Wirtschaftsvertretern war, sich künftig nicht mehr auf das Schlagwort „Fachkräftemangel“ zu konzentrieren, sondern vielmehr positiv auf die sich bietenden außergewöhnlichen Chancen für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt der Region zu verweisen.

Ein weiterer Konsens bestand darin, dass für die regionale industrielle Entwicklung eine international konkurrenzfähige Energie- und Rohstoffversorgung gewährleistet sein müsse.

Hinsichtlich der wirtschaftlichen Chancen für die Wirtschaftsregion Mitteldeutschland
verwies de Maizière auf eine neue Nord-Süd-Achse durch Europa (von der Ostsee bis
nach Südosteuropa). Es gehe darum, diese durch Deutschland zu lenken. Die Unternehmensvertreter ergänzten, dass auch die Potentiale der Nähe zu Osteuropa noch nicht voll ausgenutzt würden.

In der Wirtschaftinitiative für Mitteldeutschland engagieren sich strukturbestimmende
Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschaftsregion Mitteldeutschland.

Weitere Informationen:
www.mitteldeutschland.com

Kontakt:
Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH
Klaus Wurpts, Geschäftsführer
Tel.: 03 41 / 6 00 16-18
wurpts@mitteldeutschland.com


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Carola Schaar, IHK Halle-Dessau
„Viele innovative Unternehmen, eine starke Wissenschaft und ein großes kulturelles Erbe. Für Mitteldeutschland machen wir uns stark.”