Cluster

Biochips und Bioinformatik im Visier

06. November 2009


Das Cluster Biotechnologie – Life Sciences Mitteldeutschland erhält nun eine dreijährige GA-Förderung. „Das ist sowohl Anerkennung der bisherigen Arbeit als auch Forderung diesen Weg fortzusetzen“, sagte Clustersprecher Hans-Ulrich Demuth bei einer Pressekonferenz in Jena.

„Mitteldeutsche Biotechnologie bündelt innovative Kräfte“, heißt es in der Presseerklärung, die die Vertreter des Clusterboards (Vorstand) am Mittwoch im Jenaer Technologie- und Innovationspark vor Medienvertretern erläuterten. Die drei Regionalorganisationen der Biotechnologiebranche aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich im Verbund mit der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland die gemeinsame Entwicklung von innovativen Technologien auf die Fahnen geschrieben. Unter dem Dach des Jenaer medways e.V. erhält das „Cluster Biotechnologie – Life Sciences Mitteldeutschland“ dafür nun eine dreijährige Förderung der Thüringer Aufbaubank im Rahmen des GA-Programms. „Dieses Projekt wird einen wertvollen Beitrag zur Etablierung der mitteldeutschen Biotechnologie durch Generierung länderübergreifender Projektideen liefern“, sagte Klaus Ullrich, Vorstandsmitglied im medways e.V.

Ziel der Arbeit des Clusters ist es, neue Entwicklungstrends der Biotechnologie in der Region Mitteldeutschland aufzugreifen und überregional im Verbund mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu entwickeln. Zwei erste Themen der Initiative sollen Biochip-Technologien und die Bioinformatik sein. Bei den so genannten Biochips handelt es sich um Trägermaterialien, auf denen sich eine große Zahl biologischer oder biochemischer Nachweise oder Tests auf engstem, meist nur fingernagelgroßen Raum befinden. Die Bioinformatik entwickelt computergestützte Verfahren zur Analyse und Modellierung großer Datenmengen in der biopharmazeutischen Forschung. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gibt es bereits mehrere Unternehmen, die sich mit diesen Technologien befassen. „Durch die gemeinsamen Projekte und das Netzwerk werden Wertschöpfungsketten geschlossen und internationale Kooperationen befruchtet", sagte André Domin vom sächsischen Netzwerkpartner, der BIO-NET GmbH aus Leipzig.

Zusätzlich zur Bioinformatik und Biochip-Technologie soll die überregionale Entwicklung von Technologien auch in anderen Bereichen der Biotechnologie gemeinsam mit Unternehmen, Gründern und Forschungseinrichtungen initiiert werden. „Ausgründungen aus der akademischen Forschung, die den Sektor der Biotechnologie stärken sind daher ein krisenunabhängiges Merkmal dieser guten Einwicklung in unseren Ländern. kommentierte Hans-Ulrich Demuth, Clustersprecher und Vorstand der Probiodrug AG.

„Wir freuen uns, dass die notwendige Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg nun auch von allen drei Bundesländern im Bereich Biotechnologie finanziell unterstützt wird“, sagte Klaus Wurpts von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Der sachsen-anhaltinische Vertreter Jens Katzek, Geschäftsführer der BIO Mitteldeutschland GmbH ergänzte: „Sachsen-Anhalt hat die Zusammenarbeit in Mitteldeutschland viele Jahre federführend unterstützt. Das Angebot Thüringens, den Staffelstab aufzugreifen zeigt, dass wir uns im Biotechnologie-Sektor wirklich zu einem Team entwickelt haben.“

Weitere Informationen:
Pressemitteilung: Mitteldeutsche Biotechnologie bündelt innovative Kräfte

Downloads:
Clusteratlas Unternehmen
Clusteratlas Research
Film zum IQ-Preisträger Biotechnologie – Life Sciences: BioPlanta GmbH


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Andreas Otter, Deloitte Leipzig
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