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Städte üben Schulterschluß bei Ideenförderung

09. November 2007


Die Wirtschaftsinitiative hat diese Woche den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2008 feierlich eröffnet. Im Leipziger Mediencampus Villa Ida folgten 120 Gäste dem informativen Programm. Erstmals beteiligen sich sieben Städte mit lokalen IQ-Wettbewerben.

Die Wirtschaftsinitiative hat diese Woche den IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2008 feierlich eröffnet. Im Leipziger Mediencampus Villa Ida folgten 120 Gäste dem informativen Programm. Erstmals beteiligen sich sieben Städte mit lokalen IQ-Wettbewerben.
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Neben Halle und Jena richten nun auch die Städte Leipzig und Dessau sowie die Region Ostthüringen mit Gera, Greiz und dem Altenburger Land lokale IQ-Wettbewerbe aus. Teilnehmer haben hier eine doppelte Gewinnchance, da sie zugleich am mitteldeutschen Wettbewerb teilnehmen. „Wir freuen uns, dass wir immer mehr Wettbewerbe unter einem gemeinsamen Dach bündeln können“, sagt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland.

Zur feierlichen Eröffnung referierte der international renommierte Innovationsforscher Jamie Anderson zur Rolle von Innovation und Nachhaltigkeit im globalen Wettbewerb. Anderson ist Senior Lecturer und Program Director an der European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin, eine der renommiertesten privaten Wirtschaftshochschulen Deutschlands. Der gebürtige Australier wusste das Publikum mit einem gleichsam spannenden und unterhaltsamen Vortrag zu fesseln.

In seinem Vortrag ging er der Frage nach, was Innovationen langfristig erfolgreich macht und zeigte an interessanten Beispielen, welche vielversprechenden Unternehmen trotz ihres Erfolgs geraten wurde, zu verkaufen. Er führte die britische ZOPA ins Feld, die Finanzdienstleistungen auf Peer-to-Peer-Basis anbiete und so seinen Profit im Social-Community-Hype des www mache. Anhand vier Kriterien bestimme sein Team das "Haltbarkeitsdatum" einer Innovation: sie sollte wertvoll, rar, schwer zu kopieren und schwer zu ersetzen sein.

Als zweiter Redner präsentiert Roland Göhde, Vorjahres-IQ-Gewinner, sein Unternehmen. Das allgemeine Tätigkeitsfeld der CyTecs GmbH umfaßt die Entwicklung und Herstellung von Zellanalysesystemen für Human Healthcare, Mikrobiologie, Lebensmittelkontrolle, Umweltforschung und Agrosciences. Neben der Marktführerschaft im Bereich HIV-Monitoring in Entwicklungsländern wurden die weltweit einzigartigen mobilen, batteriebetriebenen Fluoreszenzmikroskope entwickelt.

Mit einer Steigerung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von über 30% auf 5.2 Millionen EUR kann CyTecs auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurückblicken. Bedingt durch den dringenden Bedarf und die hohe Nachfrage nach CyTecs-Produkten werden am Standort Görlitz weitere Investitionen für neue Produktionsgebäude und Fertigungsanlagen getätigt sowie 15 neue Arbeitsplätze geschaffen.Erst jüngst reiste Göhde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel durch Afrika, um seinen mobilen Lebensretter zur Analyse von Tuberkulose, Malaria und HIV vorzustellen.

Der „IQ“ wird von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland ausgelobt. Er ist mit 60.000 Euro sowie einer Mitgliedschaft in der hochkarätigen Standortinitiative dotiert und richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie an Studenten und Wissenschaftler. Erstmals wird auch der mit 15.000 Euro dotierte Hauptpreis von den drei Industrie- und Handelskammern Leipzig, Halle-Dessau und Ostthüringen gesponsert. Der bundesweit einzigartige Wettbewerb läuft bis zum 15. März 2008. Bewerbungen können ausschließlich online in den Clustern Automotive, Biotechnologie - Life Sciences, Chemie/Kunststoffe, Energie/Umwelt, Ernährungswirtschaft und Informationstechnologie eingereicht werden.

Weitere Informationen:
IQ-Website www.iq-mitteldeutschland.de 
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Dr. Joachim Geisler, MIBRAG
„Als wichtiger Motor der regionalen Wirtschaft unterstützt MIBRAG die Wirtschaftsinitiative von Beginn an.”