Marketing

Standortattraktivität entscheidend für Fachkräfte

26. Juni 2008


Mit großem Erfolg fand am 24. Juni die erste Absolventenmesse Mitteldeutschland in Leipzig statt. 1400 Besucher nahmen teil. Knut Maack vom Aussteller Q-Cells sieht die Stärkung des Standortes als wichtige Voraussetzung für Fachkräftesicherung.

Knut Maack, Q-CELLS

Namhafte Unternehmen wie Q-Cells AG, AIR LIQUIDE Deutschland GmbH und TOTAL Raffinerie Mitteldeutschland GmbH präsentierten sich auf der Jobmesse. Während des gesamten Veranstaltungstages kamen 1.400 Studenten, Absolventen und junge Berufstätige aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zum Congress Center Leipzig.

„Die Absolventenmesse Mitteldeutschland ist ein wichtiger Schritt für die Fachkräftesicherung in der Region“, sagt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, die die Jobmesse veranstaltet hat. Durch die Größe der Messe seien nun auch nationale Medien auf Mitteldeutschland aufmerksam geworden, so dass sich der Bedarf weiter herumspreche.

„Die Stärkung des Standortes ist der Schlüsselfaktor für die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter“, bestätigte Knut Maack, Leiter Personalentwicklung und Recruiting der Q-Cells AG, während der Podiumsdiskussion zur Eröffnung der Absolventenmesse. Besonderen Stellenwert für die langfristige Fachkräftesicherung in mitteldeutschen Unternehmen haben laut Katja Teichert, Niederlassungsleiterin der DIS AG Leipzig, und Susanne Ascheron, Leiterin Studienorganisation an der Dresden International University, ebenfalls eine strategische Personalentwicklung und individuelle Aus- und Weiterbildungsprogramme.

Die Absolventenmesse solle von nun an jährlich stattfinden, denn „Mitteldeutschland bietet Spitzenkräften optimale Karrierechancen in traditionellen sowie neuen Wachstumsbranchen der Region“, so Wurpts. Diese seien auch für angehende Akademiker aus anderen Bundesländern interessant.

Laut der „Employer Branding“-Studie 2007 der Handelshochschule Leipzig (HHL), e-fellows.net, Die Zeit und tns infratest haben die mitteldeutschen Cluster wie Automotive und Energie/Umwelt vielversprechende Aussichten im Werben um junge Fachleute. So gaben 44 Prozent der 2.282 bundesweit befragten Studentinnen und Studenten an, ein Berufseinstieg im Automotive-Bereich sei für sie äußerst bzw. sehr attraktiv. Auch die Branchen Energie/Umwelt (36 Prozent) und Maschinen- und Anlagebauindustrie (26 Prozent) werden von Hochschulabsolventen als interessant eingeschätzt. Darüber hinaus wünschen sich 47 Prozent einen Einstieg in ein mittelständisches Unternehmen.

„Die Unternehmen in Mitteldeutschland werden sich um die Fachkräfte reißen und versuchen, mit attraktiven Konditionen geeignete Mitarbeiter zu gewinnen“, prognostiziert Dr. Joachim Ragnitz, stellvertretender Geschäftsführer des ifo Institutes für Wirtschaftsforschung Dresden. Nach Berechnungen der Kultusministerkonferenz soll die Zahl der Studienberechtigten in den neuen Ländern von derzeit rund 80.000 auf 50.000 sinken. Um Fachkräfte für Mitteldeutschland zu gewinnen und zu binden, müssen Unternehmen daher schon heute neue Wege der Rekrutierung gehen und stark in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter investieren.
 
Weitere Informationen:   
www.absolventenmesse-mitteldeutschland.de
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Dr. Andreas Auerbach, enviaM
„Als führender Energiedienstleister in der Region trägt enviaM Verantwortung für Mitteldeutschland.”