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DHL-Chef Reinboth: Mitteldeutschland hervorragender Investitionsstandort

17. März 2006


Mehr als 60 geladene Gäste nahmen am gestrigen Donnerstag, den 16. März 2006, an den ersten „Mitteldeutschen Begegnungen“ teil. Der Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland fand in und mit dem Club International in Leipzig statt. Hier hatten nicht nur die Mitglieder der beiden Wirtschaftsvereinigungen Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch: Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Dr. Harald Meller („Himmelsscheibe von Nebra“) und der DHL-Ansiedlungsbeauftragte Michael Reinboth diskutierten das Thema „Du bist Deutschland & Land der Ideen - Augenwischerei oder Abkehr vom deutschen Trübsinn?“.

In der von FAZ-Wirtschaftskorrespondent Christian Geinitz moderierten Diskussion waren sich Meller und Reinboth einig, dass die Kampagne "Du bist Deutschland" grundsätzlich zu begrüßen sei. Zu selten werde in Deutschland auf Erfolge aufmerksam gemacht. "Selbst, wenn Deutschland wieder Exportweltmeister wird, würde die Meldung dazu nur auf Seite drei im Wirtschaftsteil erscheinen", so Meller. Augenzwinkernd gestand DHL-Chef Reinboth, "Du bist Deutschland" erinnere ihn jedoch immer an die Kampagne "Ich bin zwei Ölfässer" aus den 1980er Jahren.

Mit Blick auf die Kampagne "Deutschland - Land der Ideen" betonte Reinboth, wie wichtig es sei, sich der tollen kulturellen, wirtschaftlichen und anderen Errungenschaften und Höhepunkte zu vergegenwärtigen. Gerade Mitteldeutschland könne viel Positives aufweisen, vor allem hinsichtlich der Themen Infrastruktur und Fachkräfte. Der DHL-Chef erklärte, dass sich sein Unternehmen ganz bewusst für eine Ansiedlung hier in der Region entschieden habe. Schon heute verfüge der Wirtschaftsstandort über eine "hervorragende Infrastruktur" und es herrschten insgesamt tatsächlich "optimale Standortbedingungen".

Reinboth verkündete zudem, dass er das "einmalige Glück habe", in den nächsten Monaten noch zahlreiche Arbeitsplätze vergeben zu können. Die sehr hohe Qualität und Motivation der Bewerber zeige sich dabei deutlich. Für die 3.000 Arbeitsplätze sind laut Reinboth bereits 30.000 Bewerbungen eingegangen. Einen wichtigen Standortvorteil insbesondere gegenüber dem Mitbewerber Frankreich nannte Reinboth die Möglichkeit, im Rahmen der bestehenden Tarifverträge mit den Gewerkschaften sehr flexible Arbeitszeitmodelle aushandeln zu können.

Mit Verweis auf die neuen Bundesländer bedauerte Meller, dass die deutsche Wiedervereinigung in den Medien oft nur als "ökonomisches Problem" dargestellt werde. Vielmehr stelle die Wiedervereinigung einen "einmaligen Glücksfall" in der deutschen Geschichte dar, da beispielsweise viele wichtige Kulturschätze jetzt wieder für Gesamtdeutschland vorhanden sind.

Nach dem erfolgreichen Auftakt der "Mitteldeutschen Begegnungen" plant die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland weitere Veranstaltungen mit vergleichbaren Wirtschaftsvereinigungen in anderen Städten.

Hier finden Sie Fotos zur Veranstaltung.


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Dr. Albrecht Schröter, OBM Jena
„Die Wirtschaftsinitiative ist ideal, um unsere Region zu profilieren und europaweit bekannt zu machen.”