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Wirtschaftsinitiative als Impulsgeber für europäische Vernetzungsstrategien

24. März 2006


Auf der Internationalen Nord-Süd-Konferenz am 20. März 2006 hat der 2. Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, Armin Schiffmann (Ernst & Young AG), die Wirtschaftinitiative und den mitteldeutschen Clusterprozess vorgestellt.

Thema der Konferenz, die von der IHK Berlin, der Investitionsbank des Landes Brandenburg und der Berlin-Partner GmbH veranstaltet wurde, waren Perspektiven für die Entwicklung eines zentraleuropäischen Nord-Süd-Korridors von der Ostsee bis in die Mittelmeerregion. Vertreter aus Politik/Verwaltung und Wirtschaft aus ganz Europa verschafften sich im Laufe der Konferenz einen Überblick zu Aktionsräumen, infrastrukturellen Perspektiven und inhaltlichen Kooperationszielen verschiedener regionaler Initiativen und Verwaltungen. Ziel ist es, einen neuen Europäischen Nord-Süd-Korridor von der Ostsee über Zentraleuropa bis zur Adria zu etablieren. Damit sollen die verkehrlichen Knotenpunkte der Ost-West-Achsen durch die Nord-Süd-Achse gestärkt, neue regional wirksame Wertschöpfungsketten gefördert und die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kooperationsnetze gestärkt werden.
Arnim Schiffmann präsen-
tierte die Wirtschaftsinitia-
tive für Mitteldeutschland

"Die Wirtschatinitiative für Mitteldeutschland und der mitteldeutsche Clusterprozess sind ein hervorragendes Beispiel für die länderübergreifende Vernetzung von Wirtschafts- und Kompetenzräumen aus der Wirtschaft heraus", ist Schiffmann überzeugt. Im Gegensatz zur administrativen Ebene sei für die Wirtschaft eine Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg längst Realität, so Schiffmann weiter.

Für Christoph Stroschein, Prozessmanager des COINCO-Projektes und Moderator der Veranstaltung, sind die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland und der Clusterprozess "extrem bedeutend" und "zentral mustergültig" dafür, "wie in Zukunft Kooperationen wirtschaftsnah und sinnvoll aufgebaut werden können". Im COINCO-Projekt kooperieren 18 lokale Gebietskörperschaften im skandinavisch-deutschen Verkehrskorridor zwischen Oslo und Berlin-Brandenburg. Das Projekt verfolgt das Ziel der partizipativen Entwicklung einer visionären Strategie für eine nachhaltige Transport-Infrastruktur zwischen den beteiligten skandinavischen und deutschen Regionen. Laut Stroschein ist Mitteldeutschland eine "Kernregion als Impulsgeber für eine weiterreichende Vernetzungsstrategie" im Zuge des Aufbaus eines neuen zentraleuropäischen Korridors. Angesichts des Zieles, eine grenzüberschreitende, 1.500 bis 1.800 km lange Wirtschaftsachse über sieben bis acht Hauptstadtregionen aufzubauen, zeige die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, wie grenzüberschreitende Kooperations- und Vernetzungsprozesse mit den Prinzipien wirtschaftliche Anwendung, Grundlagenforschung und Implementierung von forschungsnahen Produkten in die Wirtschaft hinein vereint werden können.

Die Präsentation von Arnim Schiffmann anlässlich der Internationalen Nord-Südkonferenz in Berlin finden Sie hier.

Weitere Informationen zum COINCO-Projekt finden Sie hier.


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Andreas Otter, Deloitte Leipzig
„Die Wirtschaftsinitiative bündelt einzigartig die wirtschaftlichen Interessen für die Entwicklung.”