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Wurpts fordert ernsthafte Diskussion zur Länderfusion

31. März 2006


In der jüngsten Ausgabe des mitteldeutschen Wirtschaftsmagazins "REGJO"* greift Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, in seiner regelmäßig erscheinenden Kolumne die aktuelle Diskussion zur Länderfusion auf.

Mittelfristig müsse die Debatte zur Fusion der drei mitteldeutschen Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in einen ernsthaften politischen Prozess übergehen, so seine Forderung. Dabei führt er Argumente an, die für ein mittelfristiges Zusammengehen der drei Länder sprechen.

Beispielsweise sei angesichts weiter zurückgehender Fördermittel von Bund und EU eine Zusammenlegung der drei Länder "wirtschaftlich zweckmäßiger". Auch die "unnötige und unprofessionelle Mehrfach-Ansprache von ansiedlungswilligen Unternehmen" könne so vermieden werden. Im Vergleich zu Bayern oder Baden-Württemberg fehle es an Unternehmen im verarbeitenden Gewerbe, keines der drei Länder für sich verfüge laut Wurpts über die notwendige "kritische Masse für eigenständiges Wachstum". Nicht abgestimmte Fördermittelrichtlinien, Umweltstandards oder Investitionsprojekte stellten weitere Hemmnisse "für die Entwicklung des längst vorhandenen mitteldeutschen Wirtschaftsraumes" dar.

Auch Peter Claussen, Leiter des Leipziger BMW-Werks und Sprecher des Automobilclusters Ostdeutschland (ACOD), betont in einem Interview (ebenfalls in der jüngsten REGJO-Ausgabe) die Bedeutung länderübergreifender Zusammenarbeit für ein erfolgreiches Branchenwachstum. "Kooperationen kann man nie genug haben. Eine intensivere Zusammenarbeit ist also wünschenswert und notwendig", erklärt Claussen, der auch Aufsichtsratsmitglied in der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland ist. Jüngstes Beispiel für erfolgreiche Zusammenarbeit sei ein Kooperationsabkommen der ostdeutschen Bundesländer, worin jeweils die Unterstützung eines Schwerpunkt-Clusters pro Bundesland festgeschrieben sei. Danach werde das Land Sachsen künftig die Clustering-Aktivitäten im Automotive-Bereich voranbringen.

Die gesamte Kolumne von Klaus Wurpts zum Thema Länderfusion sowie das Interview mit Peter Claussen (in Auszügen) können Sie hier online lesen.

* REGJO, das regionale Wirtschaftsmagazin für Mitteldeutschland, besitzt eine Auflagenzahl von 16.000 Stück und erreicht pro Ausgabe rund 330.000 Leser. Die aktuelle REGJO-Ausgabe liegt unter anderem in den Terminals am Flughafen Leipzig/Halle, in zahlreichen renommierten Hotels sowie in den ICE-Zügen der Deutschen Bahn (I. Klasse) für interessierte Leser aus.


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Rainer Falkenhain, perdata
„Mitteldeutschland ist eine Region im Aufbruch, die über Ländergrenzen hinweg zusammenwächst.”