Wirtschaftinitiative unterstützt Netzwerk Nanotechnologie
Die Initiative "Nanobasierte Umwelttechnologie" hat Mitte November Unternehmer und Wissenschaftler aus der Region zu einem Innovationsforum eingeladen*. Die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland unterstützt die Ziele des neuen mitteldeutschen Netzwerks. Drei Zielsetzungen des Netzwerks standen beim Innovationsforum in Jena im Vordergrund.
Zunächst ging es darum, zu zeigen, dass international wettbewerbsfähige Nanotechnologieforschung in Mitteldeutschland bereits erfolgreich eingesetzt wird. Zudem wurde dem politischen Umfeld und Vertretern der Branche die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit bereits existierender Nanocluster mit einem noch zu etablierenden mitteldeutschen Umwelttechnikcluster verdeutlicht. Essentiell sei dabei die Bündelung vorhandener Ressourcen durch ein länderübergreifendes Netzwerk.
Die rund 60 Besucher aus sechs Branchen zeigten sich zufrieden mit dem Verlauf der Tagung, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde. Die Teilnehmer des Forums nutzen die Gelegenheit, branchenübergreifende Kooperationsbeziehungen zu vereinbaren, aus denen bereits konkrete Produktideen für den Bereich Umwelttechnik entstanden. „Die Ausgangssituation in Mitteldeutschland birgt enormes Potenzial zur länderübergreifenden Clusterbildung. Einerseits wurde durch öffentliche Fördermaßnahmen bereits in den 1990ern entsprechendes Know-How in Umweltschutz/Technik aufgebaut. Andererseits ist der Bereich Nanotechnologie vor allem in Dresden und Jena/Ilmenau sehr ausgeprägt. Die Herausforderung besteht nun darin, die länderübergreifende Kooperation zwischen den einzelnen Akteuren voran zu bringen“, sagt Birgit Bauer vom Team des Innovationsforums.
Ein weiteres Anliegen der Initiative "Nanobasierte Umwelttechnik" ist es, den mitteldeutschen Weg für die Entwicklung und Produktion nanobasierter Umwelttechnik zu ebnen. „Mitteldeutschland ist im Bereich Umwelttechnik gut aufgestellt und hat hervorragende Zukunftsperspektiven“, betont auch Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. „Hier konzentrieren sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Umwelttechnik, der Werkstoffforschung und der Naturwissenschaften“, so Wurpts weiter. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe sich der Umweltschutz in Deutschland zu einem Wirtschafts- und Standortfaktor entwickelt. Deutschland nehme heute gemeinsam mit den USA eine führende Position auf dem Weltmarkt ein, bestätigt Birgit Bauer.
* Das Innovationsforum "Nanobasierte Umwelttechnik" wurde von TIP (Technologie- und Innovationspark Jena GmbH), IEFP (Institut für Europäische Forschungen und Projekte Wolfen) und UFZ (Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle GmbH) organisiert. Eine Fortführung und Erweiterung dieser Initiative ist mit einer für den 25. Januar 2007 vorgesehenen Veranstaltung in den Räumen des Umweltforschungszentrums Leipzig avisiert.
Weitere Informationen:
Birgit Bauer
Dr. Matthias Remmler
Website des Innovationsforums Nanobasierte Umwelttechnologie
Außerdem: www.unternehmen-region.de

