"Ein Außenblick auf Mitteldeutschland" in Weimar
In der Weimarhalle hat der Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative, Klaus Wurpts, bei einem Vortrag vor über 40 Interessenten den Investitionsstandort Mitteldeutschland analysiert.
Die von der aproxima (Agentur für Markt- und Sozialforschung) und der weimar GmbH organisierte Veranstaltung fand am vergangenen Freitag unter dem Motto "Mitteldeutschland – Chancen und Potenziale" statt. In einen internationalen Kontext setzte Klaus Wurpts Standortvor- und Nachteile sowie das wirtschaftliche Profil der Region.
Für die Region sprechen vor allem die öffentlichen Fördergelder, die geographische Lage, Verkehrs- und Forschungsinfrastruktur und gut ausgebildete, motivierte Fachkräfte. Auf der Negativseite stünden vor allem hohe Energiekosten aber auch die, vor allem in einigen ländlichen Gebieten anzutreffende Fremdenfeindlichkeit.
In einem weiteren Vortrag präsentierte Sebastian Götte von aproxima die Ergebnisse einer Bevölkerungsumfrage in Mitteldeutschland. Dabei war nach der Wahrnehmung der einzelnen drei Bundesländer innerhalb der Region gefragt worden. Diese „Innensicht“ verglich Götte mit jeweiligen Imagekampagnen der Länder. Danach fällt den Bürgern der Region Mitteldeutschland zum Begriff Sachsen zusammengefasst ein: „Sachsen ist ein abwechslungsreiches Reiseziel mit viel Kultur“, sagte Götte. Dem entspreche die Imagekampagne des Landes (in 2005). Sachsen-Anhalt schwanke aus der Innensicht gesehen zwischen kulturellem Reichtum und wirtschaftlichen Problemen, so Götte weiter. Das steht im Gegensatz zu der Imageauffassung, die Sachsen-Anhalt als vorzüglichen Investitionsstandort sieht. Die Thüringer sehen ihr Land als grünes Urlaubsland mit zahlreichen Gaumenfreuden und übersehen dabei, dass Thüringen als ein erstklassiges Innovationsland aufgestellt ist, stellte Götte weiter fest.
Um dem Image der Länder auch in der Innensicht zu entsprechen sollten sich die vielen, oft landesspezifischen oder sogar örtlichen Initiativen der Wirtschaftsförderung öffnen und unter einem Dach vermarkten lassen, so ein Resumé der Veranstalter. Derart bildeten sich allmählich Clusterstrukturen, die auch diesen Namen verdienten und für internationale Investoren interessant seien. Den Bundesländern allein fehle es an der kritischen Masse, vereint könne jedoch mehr bewegt werden, so die aproxima. Der Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland wurde eine tragende Rolle beim Aufbau von regionalen Netzwerken beigemessen.
Weitere Informationen:
aproxima
weimar GmbH

