Pressemitteilung

Mitteldeutschland braucht gemeinsame Wirtschaftspolitik

08. May 2007


Eine verstärkte Zusammenarbeit der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Bereich der Wirtschafts- und Hochschulpolitik fordert der erste Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland, Georg Frank. „Die Landespolitik muss sich endlich mit der Gestaltung einheitlicher Rahmenbedingungen für unseren Wirtschaftsraum befassen“, sagte Frank gestern Abend vor rund 70 Gästen des Marketingclubs Leipzig. Von einheitlichen Fördersätzen und Richtlinien sowie einer engen Verzahnung der Strukturpolitik hänge die Zukunftsfähigkeit Leipzigs und der gesamten Region ab, so der ehemalige Geschäftsführer der Bayer Bitterfeld GmbH.Die Wirtschaftsinitiative habe mit dem Aufbau länderübergreifender Unternehmer- und Hochschulnetzwerke in so genannten Clustern erfolgreich zur Stärkung der Wirtschaftskraft beigetragen. „Das Wachstum in den mitteldeutschen Clustern wie der Automobilwirtschaft, der Chemie- und Kunststoffindustrie oder der Ernährungswirtschaft weist seit Jahren überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten auf“, erläutert Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts. So werde die Region attraktiv für Neuansiedlungen. Auch im Bereich der Innovationsförderung habe die Wirtschaftsinitiative durch die Vernetzung von Hochschulen und Betrieben sowie dem bundesweit einmaligen IQ Innovationspreis gute Erfolge aufweisen können. „Das Image unserer Region hat sich positiv verändert“, so Wurpts.„Die Wirtschaft kann es aber alleine nicht schaffen“, so Vorsitzender Frank weiter. „Die bisherigen Resultate aus der Initiative der Ministerpräsidenten gehen uns nicht weit genug.“ Es müsse ein Prozess des Zusammenwachsens der drei Bundesländer in Gang gesetzt werden. Dafür sollten aus Sicht der Wirtschaftsinitiative zunächst die Strukturpolitik der drei Länder angeglichen und die Fördersätze und Richtlinien angeglichen werden. Die Landes- und Investitionsbanken sollten ebenso zusammengeführt werden wie die jeweiligen Ansiedlungsagenturen, um so mehr Schlagkraft zu haben. Ferner sei aus Sicht der Unternehmen eine gemeinsame Hochschul- und Wissenschaftspolitik mit Schwerpunktbildung erforderlich. Das schlechte Abschneiden bei der Exzellenzinitiative der Bundesregierung sollte hierfür ein Anreiz sein.„Für die Unternehmen sind die drei Bundesländer längst eine zusammenhängende Wirtschaftsregion“, sagte Frank weiter. „Die Ländergrenzen behindern uns aber und die kleinen Strukturen sind ineffektiv und teuer.“ Angesichts sinkender Förderzuschüsse von Bund und EU und der zurückgehende Einwohnerzahl brauche es gute Rahmenbedingungen für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. „Dafür kommen wir langfristig auch an einer Länderfusion nicht vorbei“, machte Frank deutlich.In der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland engagieren sich über 50 strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschaftsregion Mitteldeutschland.Kontakt:            Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbHKlaus Wurpts, GeschäftsführerTel. 0341/600 16 18 Fax 0341/600 16 13wurpts@mitteldeutschland.comwww.mitteldeutschland.com

 


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Dr. Chr. Schleicher, Bayer Bitterfeld
„Mitteldeutschland finde ich klasse durch den interessanten Mix von Wirtschaft, Wissenschaft und Kulturgeschichte.”