Pressemitteilung

Studie zur Kreativwirtschaft in Mitteldeutschland - Leipzig

13. November 2007


Sachsen mit 2,2 % plus – Leipzig punktet mit 16,8 % und 1641 Arbeitsplätzen plus.

So definiert sich die wirtschaftliche Zukunft: Kreativität als Motor künftigen wirtschaftlichen Wachstums – das ist längst keine bloße Theorie mehr. Weltweit nimmt deshalb der Wettstreit um die kreativen Köpfe zu. Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt auf, wie es in Mitteldeutschland um die „Creative Industries“ bestellt ist, und in Erfurt liefert am 20. November die „Zukunftskonferenz 2007“ hochinteressante Erkenntnisse.

Das Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig erstellte die Studie mit dem Titel „Kulturwirtschaft/Creative Industries in den Städten der Region Mitteldeutschland“ im Auftrag der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Unter Federführung des Experten Dr. Bastian Lange geht die Untersuchung zunächst der Frage nach, ob der allgemeine Boom der Kreativbranche auch in Mitteldeutschland stattfindet. Schließlich weist keine andere Wirtschaftsbranche derzeit ein größeres Wachstum in Europa, im Bund und in den großstädtischen Zentren auf. Dabei kommt es zu größtenteils positiven Schlussfolgerungen. „Hot Spots“ dieser Entwicklung sind die Städte, deren Beschäftigtenanteil in den Creative Industries bis zu 17 Prozent zulegte, während der Gesamtbeschäftigtenumfang zwischen 1999 und 2006 um bis zu 20 Prozent abnahm.

Studienergebnisse (Auswahl):
Im Jahr 2006 arbeiteten in Mitteldeutschland 55.122 sozialversichtungspflichtig Beschäftigte in der Kulturwirtschaft/Creative Industries. Während die Gesamtzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Mitteldeutschland zwischen 1999 und 2006 um 13,4 Prozent abnahm, verzeichnet der Anteil der Creative Industries immerhin einen Zugewinn um 0,2 Prozent. Einer der großen Gewinner ist dabei Leipzig. Hier nahm die Zahl der Beschäftigten der Creative Industries im genannten Zeitraum stark zu (16,8 Prozent auf 11.404 Arbeitnehmer), während die Zahl der sv-pflichtig Beschäftigten in Leipzigs Gesamtwirtschaft gleichzeitig um 7.128 Personen abnahm (- 3,4 Prozent).

Somit gibt sich ein bis dato nicht thematisiertes positives Handlungsfeld zu erkennen. Die Creative Industries sind die versteckten Gewinner von Mitteldeutschland. Insbesondere die Teilmärkte Software/Games Industries, Werbung, aber auch Musikwirtschaft zeigen zwischen 1999 und 2006 positive – wenngleich räumlich ungleich verteilte – Entwicklungen bzgl. Beschäftigtenentwicklung und der Entwicklung der Anzahl der Betriebe. Die Ergebnisse und Zahlen der Studie werden im Rahmen der Zukunftskonferenz 2007 zum „Wirtschaftsfaktor Kreativität“ am 20. November in Erfurt gedeutet und daraus folgender Handlungsbedarf und Strategien zur zukünftigen Nutzung von Kreativität als Standortfaktor diskutiert. Rund 400 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Kultur sowie prominente Spezialisten gehen der Frage
nach, welchen Standort Mitteldeutschland und seine Städte im internationalen Wettbewerb einnehmen.

Mit der Zukunftskonferenz knüpft die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH an die Leitlinien des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Richard Florida („The rise of the creative class“) an, der mit seiner 3-T-Formel (Technologie, Talent, Toleranz) beschreibt, dass sich Mitglieder der „creative class“ besonders für Städte und Regionen entscheiden, in denen sie ein offenes, innovatives, tolerantes und kulturelles Arbeits- und Lebensumfeld vorfinden. Zu den prominenten Teilnehmern zählen Prof. Dr. Stephan Jansen (Zeppelin University Friedrichshafen), Dr. Bastian Lange (Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig), Michael Reinboth (DHL Hub Leipzig GmbH), Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg (Handelshochschule Leipzig), Stefan Gabriel (BMW AG), Dr. Albrecht Schröter (Oberbürgermeister der Stadt Jena), Thomas Tesch (DELL Halle GmbH), Ruth Kretschmer (Dow Olefinverbund GmbH), Prof. Dr. Hardy Geyer
(Hochschule Merseburg), Axel Noack (Bischof der Evangelischen Kirche), Prof. Dr. Georg Frank (Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland e.V.) und viele andere mehr.

Anmeldungen für die offene Zukunftskonferenz sind gegen eine Gebühr von 80 bzw. 100 Euro im Internet unter www.zukunftskonferenz-mitteldeutschland.de möglich.

Weitere Informationen:

www.zukunftskonferenz-mitteldeutschland.de

Downloads:

www.zukunftskonferenz-mitteldeutschland.de/service/downloads.html
(u.a. weiterführende Literatur)

Kontakt:

Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH
Klaus Wurpts, Geschäftsführer
Tel. 0341 - 600 16 18
Fax 0341 - 600 16 13

Ele Jansen, Kommunikation
Tel. 0341 - 600 16 20
Fax 0341 - 600 16 13

Westend. Public Relations GmbH
Katja Röwer, Kommunikation
Tel. 0341 - 3338 134
Fax 0341 - 3338 100


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