„Clustering Efforts Have Been A Success“
EU-Studie lobt mitteldeutsche Chemie/Kunststoffe
Eine EU-weite Studie bescheinigt dem Cluster Chemie/Kunststoffe Exzellenz im Ausbau seiner Wettbewerbsvorteile. Die Empfehlung lautet, diese zukünftig noch effizienter am internationalen Markt einzusetzen. Die Studie „European Cluster Mapping Project“ entstand im Auftrag der Europäischen Kommission für Unter-nehmen und Industrie.
„There is no doubt that the clustering efforts of the ‘Mitteldeutschland Industrial Initiative’ have been a success in terms of building up productivity and innovation capability”, heißt es in der Zusammenfassung des Reports. Das Cluster Che-mie/Kunststoffe der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland habe dazu beigetra-gen, einen der weltweit effizientesten Chemie-Standorte aufzubauen. „Diese guten Ergebnisse verdanken wir vor allem dem Engagement der Unternehmen“, sagt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. Laut Studie hätten insbesondere die gemeinsamen Anstrengungen von Politik und Wirt-schaft über die Ländergrenzen von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hin-weg, zu Investitionen und Innovation entlang der Wertschöpfungskette geführt. Die Lösungen zur Bewältigung des Strukturwandels in der Region hätten den Standort selbst gestärkt, und wirkten als gutes Beispiel für Vergleichsregionen.
Als „best-practice“ bezeichnet die Studie zum einen die Umsetzung der Umwelt- und Sicherheitsrichtlinien, die höchsten EU-Maßgaben entspräche. Zudem sei die Integration des Fraunhofer Pilotanlagenzentrums im Dow Value Park® ein nach-ahmenswertes Konzept, da hier inmitten des Chemieparks, in nächster Nähe zur Industrie, an neuen Methoden und Substanzen geforscht werde. Lobend hervorge-hoben wird auch der Wissenstransfer beim Bau von Chemieanlagen an anderen Standorten. Diese Wettbewerbsvorteile könnten allerdings noch stärker als Produkt oder Dienstleistung angeboten werden. Für das Know-How der mitteldeutschen Chemiebranche gebe es weltweit Absatzmärkte, so die Studie.
Die Studie betont auch die positiven Effekte der branchenübergreifenden Koopera-tion der mitteldeutschen Cluster Chemie/Kunststoffe, Automotive, Biotech und Energie/Umwelt. Gerade diese Schnittstellen sollten genutzt werden, um die Ent-wicklung von innovativen Nischen-Produkten und -Dienstleistungen zu beschleuni-gen. Hier gebe es durchaus weitere Potenziale zur Intensivierung der Geschäftsbe-ziehungen. Branchenübergreifende Kooperationen erführen noch zu wenig län-derübergreifende, systematische Unterstützung.
Eine Herausforderung für die Branche sei die Ausbildung und Rekrutierung qualifi-zierter Fachkräfte sowie die Etablierung neuer Märkte für Produkte und Dienstleis-tungen. Die immer komplexer werdenden internationalen Märkte würden, so die EU-Studie, zudem das Cluster- und Wissensmanagement zukünftig noch notwendiger machen.
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