Cluster

Chemie/Kunststoffe erhöht die Schlagzahl

03. Juli 2008


Das mitteldeutsche Cluster Chemie/Kunststoffe verstärkt die Kommunikationsaktivitäten im eigenen Netzwerk und deutschlandweit. Sprecher Christoph Mühlhaus präsentiert den neuen Print-Newsletter, einen Messeauftritt sowie den „Roadmap-Prozess“.

Dr. Christoph Mühlhaus, Dow Olefinverbund

„Die Aktivitäten des Clusters nehmen kontinuierlich zu“, sagt Clusterprecher Mühlhaus, der gleichzeitig Generalbevollmächtigter der Dow Olefinverbund GmbH in Schkopau ist. Sowohl die Aktivitäten im mitteldeutschen Netzwerk als auch der Austausch mit anderen Clusterinitiativen in Deutschland und die internationale Präsentation des Standortes auf Messen stehen auf der Agenda. Als jüngstes Produkt wird in diesen Tagen der neue Print-Newsletter des Clusters an über 1 000 Vertreter der Chemie/Kunststoffe-Branche und Politik geschickt.

Thema des ersten Newsletters ist die Chemielogistik. Die Vision eines leistungsfähigen mittel- und osteuropäischen Stoffverbundes könne nur umgesetzt werden, wenn es gelinge, der Chemielogistik einen höheren Stellenwert im Rahmen verkehrspolitischer Zielvorstellungen zu geben, sagt Clustermanager Gunthard Bratzke. Die Gateway-Funktion Mitteldeutschlands erhöhe die Anforderungen an das Cluster, sich gemeinsam mit dem Verband der Chemischen Industrie e.V., dem Landesverband Nordost und den Kammern sowie den relevanten Landesregierungen bei der Integration der Verkehrsstrategien Mittel- und Osteuropas in die Gesamteuropäische Verkehrsentwicklung einzubringen.

Beispielhaft für die Chemielogistik in der Region portraitiert der Newsletter den Kombi-Terminal Schkopau sowie das Logistikkonzept des Landes Sachsen-Anhalt. Auch der Ausbau und die Fortführung der Chemielogistikkooperationen in Mittel- und Osteuropa werden thematisiert. Das mitteldeutsche Chemiecluster hat Anfang des Jahres eine Initiative zum Aufbau eines Mittel- und Osteuropäischen Stoffverbundes gestartet. Auf der Basis der mitarbeitenden Partner wurde unter Führung des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit und des Ministeriums für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt ein Interreg IVB Förderantrag „ChemLog“ erarbeitet. Das Ziel der Initiative ist die Vertiefung der Zusammenarbeit im Bereich der Chemilogistik in Mittel- und Osteuropa. Clustersprecher Mühlhaus sieht Logistik als Schlüsselaufgabe für das mitteldeutsche Cluster.

Eine weitere nennenswerte Aktivität des Clusters in Zusammenarbeit mit dem Kunststoffnetzwerk Polykum e.V. und dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik Halle ist der initiierte „Roadmap-Prozess“. Der derzeit laufende Prozess dient nach Aussage von Mühlhaus dazu, die zukünftigen Innovationsbedarfe von Unternehmen zu ermitteln und daraus die Forschungsschwerpunkte der universitären und außeruniversitären Instituten abzuleiten. In einem ersten Schritt würden dazu mitteldeutsche Spritzguss-Unternehmen und Forschungseinrichtungen einbezogen. Anhand der hier gesammelten Erfahrungen solle der „Roadmap-Prozess“ dann auf die Kunststoff- und Chemiebranche ausgedehnt werden, erläutert Mühlhaus.

Standortwerbung mit internationaler Ausstrahlung machte das Cluster derzeit auf der ChemSpec Europe 2008 in München. Dort war das Cluster gemeinsam mit CeChemNet, IMG Sachsen-Anhalt, IHK Halle-Dessau und einzelnen Unternehmen vertreten und präsentierte die Potenziale im Bereich Fein- und Spezialchemikalien. Ein Ziel war es, Kontakte zu potenziellen Investoren anzubahnen, um die Investitions- und Innovationsaktivitäten am Standort zu stärken. Zur diesjährigen „ChemSpec Europe“ kamen über 300 Aussteller und 6000 Fachbesucher.

Weitere Informationen:
www.cluster-chemie-kunststoffe.de
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Rainer Falkenhain, perdata
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