„Einheitliche Vermarktung birgt Chancen“
Länderübergreifende Zusammenarbeit steigert die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region. Zudem müsse weiter an besseren Rahmenbedingungen für die Wirtschaft gearbeitet werden, sagt Thomas Hofmann, IHK-Hauptgeschäftsführer, im Sommerinterview.
Herr Dr. Hofmann, was sind aus Ihrer Sicht die aktuellen Herausforderungen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Mitteldeutschland?
Für die weitere Entwicklung des Standortes steht die stetige Verbesserung der regionalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an erster Stelle. Die industrielle Basis muss wieder erstarken, die als Job- und Innovationsmotor zu sehen ist. Ferner gilt es, die Forschungs- & Entwicklungsarbeit der Unternehmen besonders zu fördern und gezielt voranzutreiben, denn sie sichert die Zukunftsfähigkeit der Region. Sehr erfreulich ist die Entwicklung Mitteldeutschlands hin zu einer logistischen Drehscheibe. Diesen Standortvorteil gilt es weiter zu stärken. 
Welche Chancen sehen Sie in den Aktivitäten der Wirtschaftsinitiative?
Die Chancen sind bereits im Namen der Wirtschaftsinitiative „codiert“ – Mitteldeutschland. Mit der Förderung der länderübergreifenden Zusammenarbeit von Wirtschaft, Politik, und Wissenschaft wird die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Wirtschaftsraumes nachhaltig gesteigert. Durch die einheitliche Vermarktung besteht ferner die Chance, als echte Marke wahrgenommen zu werden. So können potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland leichter von den Vorteilen des Standortes Mitteldeutschland überzeugt werden.
Was leistet die IHK zu Leipzig für die Unternehmen der Region?
Die Industrie- und Handelskammer zu Leipzig wurde von und für die regionale Wirtschaft geschaffen. Sie vertritt die Interessen von ca. 60.000 Mitgliedsunternehmen gegenüber der Politik und Öffentlichkeit. Die Kammer steht Unternehmen wie auch Existenzgründern mit Service- und Beratungsleitungen zur Seite und erfüllt öffentliche Pflichtaufgaben, wie die betriebliche Aus- und Weiterbildung.
Unser Anspruch ist es dabei, sich in der täglichen Arbeit ständig zu verbessern. So hat sich die IHK zu Leipzig im Frühjahr dieses Jahres organisatorisch neu aufgestellt, um gezielter und schneller auf die Belange und Herausforderungen der Unternehmen eingehen zu können.
Bitte vervollständigen Sie: Wenn ich König von Mitteldeutschland wäre, …
… würde ich einen neuen Rio Reiser suchen, der einen Hit für dieses herrliche Stück Deutschland schreiben würde.
Was kann man im Sommer am besten in Mitteldeutschland unternehmen?
Am 25. August startet die erste "Sommerakademie für die mitteldeutsche Wirtschaft". Gemeinsam laden die Handwerkskammern und die Industrie- und Handelskammern Halle, Dessau-Roßlau und zu Leipzig zu dieser Veranstaltungsreihe ein. Alle an Wirtschaftsthemen Interessierte können sich bis zum 28. August aus insgesamt 29 Seminaren, Vortrags-, Diskussionsveranstaltungen, Workshops und Vorlesungen ihr persönliches Programm zusammenstellen und so den Sommer in Sachen „Weiterbildung“ intensiv nutzen. Weitere Informationen und das vollständige Programm gibt es unter www.leipzig.ihk.de.
Herr Dr. Hofmann, vielen Dank für das Gespräch.
Weitere Informationen:
Sommerinterview mit: Jens Berger, PwC
Sommerinterview mit: Andreas Otter, Deloitte
Sommerinterview mit: Prof. Dr. Klaus-Ewald Holst, VNG
Sommerinterview mit: Dr. Hans-Joachim Raubach, Bayer Bitterfeld
IHK zu Leipzig


