Solarvalley erweitert „Energieregion“
Beim RegioTalk der Landesdirektion Leipzig zum Thema „Klima und Energie“ am 21. August hat der Leiter des Fraunhofer Center für Silizium-Photovoltaik CSP, Jörg Bagdahn, das Cluster Solarvalley Mitteldeutschland vorgestellt, das auch die Wirtschaftsinitiative unterstützt.
Auf Einladung des Präsidenten der Landesdirektion Leipzig Walter Christian Steinbach haben sich am Donnerstag, den 21. August 2008, rund 60 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft zum RegioTalk in den Räumen der Landesdirektion getroffen. Thema der Veranstaltung war „Aktionsplan Klima und Energie und die Bedeutung der Region Leipzig bei dessen Umsetzung“. Jörg Bagdahn vom Fraunhofer Center für Silizium-Photovoltaik Halle (CSP) berichtete dort über das Cluster Solarvalley Mitteldeutschland.
Bagdahn informierte die Gäste als Vertreter des Clusters „Solarvalley Mitteldeutschland“ über die länderübergreifende Zusammenarbeit der Solarwirtschaft-Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen in den drei Ländern hätten sich zusammen getan, weil als geeinter Standort im internationalen Wettbewerb stärker und besser wahrnehmbar seien. Daher habe man sich gemeinsam als „Solarvalley Mitteldeutschland“ beim Spitzenclusterwettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beworben, erläuterte Bagdahn.
„Solarstrom ab 2015 in Deutschland günstiger anzubieten als konventionellen Strom ist das Ziel der 27 Solarfirmen, 12 Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die sich gemeinsam im 'Solarvalley Mitteldeutschland' engagieren“, sagte Bagdahn. Für dieses Ziel sei die Förderung im Rahmen des Spitzenclusterwettbewerbs ein großer Schritt.
Das Cluster Solarvalley hat es bereits unter die besten zwölf Bewerber (von 38) geschafft. Welche fünf Anwärter eine Förderung erhalten, wird am zweiten September bekannt gegeben. Die Gewinner des Wettbewerbes präsentieren sich auf der Deutschen Clusterkonferenz am 20. und 21. Oktober 2008, die von der Wirtschaftsinitiative in Leipzig durchgeführt wird. Anmeldung und Programm sind unter
www.clusterkonferenz.de zu finden.
Walter Christian Steinbach hatte die Gäste zuvor mit einem informationsreichen Kurzvortrag zur „Energieregion Leipzig“ unterhalten. Die Region sei als Braunkohlerevier seit 100 Jahren ein Vorreiter in diesem Sektor. Neben Investitionen in den traditionellen Branchen, wie beim Kraftwerk Lippendorf, würde weitreichend in Erneuerbare Energien investiert, wie auch das Solarkraftwerk Espenhain zeige. „Es kommt auf den Mix an“, betonte Steinbach. Einzelne Energieträger zu ideologisieren sei zu kurz gedacht. Alle Investition zögen wichtige Nachfolgeinvestitionen in der Region nach sich. Braunkohle werde auch zukünftig ein wichtiger Energieträger bleiben. Die Erneuerbaren Energien bauten darauf als zeitgemäße Ergänzung auf.
Foto: Walter Christian Steinbach, Präsident der Landesdirektion Leipzig
Als weitere Referenten berichteten neben dem sächsischen Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer, der Bürgermeister der Gemeinde Zschadraß, Matthias Schmiedel sowie der wissenschaftliche Geschäftsführer des Biomasseforschungszentrums Herrn Prof. Dr.-Ing. Martin Kaltschmitt über traditionelle und neue Energiegewinnung und deren Bedeutung für die Region.
Weitere Informationen:
Regierungspräsidium Leipzig
Solarvalley Mitteldeutschland
Deutsche Clusterkonferenz
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