Studie: Osten führt bei Produktinnovationen
Laut einer aktuellen Untersuchung hat das verarbeitende Gewerbe in Ostdeutschland mehr neue Produkte auf den Markt gebracht als die Betriebe in den alten Ländern. Besonders in den Clustern. Vorstand Georg Frank sieht die Strategie der Wirtschaftsinitiative bestätigt.
Gleich zwei neue Studien geben Hoffnung für den „Aufbau Ost“. Während eine aktuelle Auswertung des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) einigen Branchen des verarbeitenden Gewerbes in Ostdeutschland mehr Produktinnovationen als in Westdeutschland nachweist, bezeugt eine neue EU-Studie einzelnen Städten Mitteldeutschlands den stärksten Bevölkerungszuwachs in Europa.
Die aktuellen IWH-Ergebnisse zeigen, dass das Verarbeitende Gewerbe in Ostdeutschland bei Produktinnovationen in einigen Branchen gegeüner den Unternehmen im Westen die Nase vorn hat. Dazu gehören Chemie/Kunststoffe, Feinmechanik/Optik, Ernährungsindustrie, Kraftfahrzeugbau und Textil. „Die starken Branchen Ostdeutschlands sind die mitteldeutschen Cluster“, stellt der Vorsitzende der Wirtschaftsinitiative, Georg Frank, fest. Insgesamt liegen Ost- und Westdeutschland mit 14% bzw. 13% praktisch gleichauf (2002 bis 2003 waren es 8% bzw. 6%). Die Basis der Untersuchung liefern die Analysen des Betriebspanels vom Institut für Arbeitsmarkt und Betriebsforschung der Bundesagentur für Arbeit.
EU-Regionalkommissarin Danuta Hübner veröffentlichte vergangene Woche eine Studie über das Einwohnerwachstum von 321 Städten in den Jahren 2006-2007. Im europäischen Vergleich belegte Leipzig Rang fünf. Dresden gelangte auf Platz 17 und Weimar liegt als viertbeste deutsche Stadt in der Gesamtwertung immerhin auf Platz 62. Die EU-Regionalkommissarin äußerte sich der Leipziger Volkszeitung dazu mit dem Urteil: „Hier hat man offensichtlich das richtige Rezept gefunden, um für die Menschen attraktiv zu werden.“
„Angesichts der demografischen Entwicklung – die Anzahl der 16-25jährigen wird sich bis zum Jahre 2020 halbieren – ist es von größter Bedeutung für den Wohlstand in der Region Fachkräfte zu halten und zu gewinnen“, ergänzt Frank. Diese Entwicklung würde auch durch Engagements der Wirtschaft und Politik angeregt, wie beispielsweise die Absolventenmesse der Wirtschaftsinitiative, die Fachkräftekampagne „do IT here“ des Clusters Informationstechnologie oder die an Abiturienten gerichteten Kampagnen der ostdeutschen Bundesländer.
Weitere Informationen:
IQ Innovationspreis Mitteldeutschland
EU-Studie
IWH-Pressemitteilung (pdf)
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