„Cluster bilden Wettbewerbsvorteile“
Die Bündelung von Kompetenzen sichert ein attraktives Standortprofil und damit Wettbewerbsvorteile. Das sagt TÜV SÜD-Regionalleiter Gerd Stark. Er möchte auf der Deutschen Clusterkonferenz die Zusammenarbeit der vielen Spezialisten vor Ort weiter intensivieren.
Herr Stark, Ihr Haus unterstützt die erste Deutsche Clusterkonferenz am 20. und 21. Oktober in Leipzig. Was erwarten Sie von der Veranstaltung?
Ich erhoffe mir von der Clusterkonferenz zahlreiche interessante Gespräche, Kontakte und neue Ideen, um in Zukunft durch eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren bekannten und auch neuen Partnern weitere Synergien durch die Bündelung von Kompetenzen der verschiedenen Spezialisten zu schaffen.
Im Jahr 2003 gründete TÜV SÜD gemeinsam mit Dow Olefinverbund das Netzwerk Pipeline- und Anlagenbau unter dem Dach des Cluster Chemie und Kunststoffe in Mitteldeutschland. Wir kennen die Bedürfnisse von Cluster-Unternehmen und bringen uns als Mitglied der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland aktiv in die Netzwerke ein. Wir möchten damit natürlich auch helfen, die Ziele der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland zu verwirklichen.
Welche Rolle spielt ein Service-Dienstleister wie die TÜV SÜD in einem Clusterprozess?
Wir bieten ein breites Spektrum an Dienstleistungen an vielen Standorten in der Region an. Darüber hinaus arbeiten wir mit Spezialisten aus Teilbereichen zusammen, so können wir das Experten-Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen, die Zuverlässigkeit eines Konzerns und die Flexibilität kleinerer Unternehmen zum Wohle unseres Kunden kombinieren.
Unsere Gesellschaften TÜV SÜD Industrie Service, TÜV SÜD Management Service, TÜV SÜD Life Service GmbH und TÜV SÜD Akademie bieten für alle Unternehmen in den verschiedenen Cluster-Gruppen ein ganzheitliches Dienstleistungsportfolio. Consulting, Zertifizierung, Prüfung sowie Qualitätssicherung von Innovationen, Produkten, Dienstleistungen und Systemen. Wir verbessern die Verfügbarkeit technischer Anlagen – von Großkraftwerken, Pipelines und Raffinerien bis hin zur Zertifizierung von Reinsträumen.
Die TÜV SÜD Akademie bietet ein zugeschnittenes Aus -und Weiterbildungsprogramm an, damit der Fachkräftebedarf für Unternehmen langfristig gesichert werden kann. Mit einem flächendeckenden Netz an Niederlassungen in Deutschland bieten wir Kundennähe, die für einen effizient arbeitenden technischen Dienstleister unerlässlich ist. In Mitteldeutschland z.B. in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Grimma, Jena, Erfurt, Zwickau.
Wie profitieren Unternehmen von einem Cluster?
Cluster bieten den beteiligten Unternehmen die Möglichkeit voneinander zu lernen, sich gegenseitig zu helfen, Synergien in den unterschiedlichsten Bereichen und damit Wettbewerbsvorteile. Zudem wird ein attraktives Standortprofil durch die Bündelung von Kompetenzen geschaffen.
Inwiefern können Cluster für die nationale und internationale Vermarktung eines Standortes von Vorteil sein?
Cluster sind für die Vermarktung eines Standortes von Vorteil, weil man die gebündelten Kompetenzen verschiedener Dienstleister zusammenfassen und somit Lösungen und Angebote aus einer Hand anbieten kann. Für einen Dienstleister wie TÜV SÜD ist Mitteldeutschland ein wichtiger Brückenkopf für die Ausweitung der Aktivitäten auch nach Mittel- und Osteuropa. Bei unseren Kunden hier vor allem das Know-how bei Pipelineprüfungen gefragt. Zu den Leistungen in diesem Bereich gehört unter anderem der so genannte „Stresstest“. Weitere innovative Techniken ermöglichen beispielsweise die Überprüfung und Sanierung von Pipelines im laufenden Betrieb.
Was war ausschlaggebend für Ihr Engagement bei der Deutschen Clusterkonferenz?
Hier in Mitteldeutschland sitzen viele Spezialisten aus den unterschiedlichsten Bereichen. Wir möchten diese Chance nutzen, um uns noch besser in der Region zu vernetzen.
Herr Stark, vielen Dank für das Gespräch.
Zur Person:
Gerd Stark studierte Chemische Verfahrenstechnik mit der Spezialisierung Thermische Verfahrenstechnik an der Technischen Hochschule Merseburg. Nach seinem Studium arbeitete er zunächst als Projektingenieur, später als Kraftwerksleiter und Hauptenergetiker im damaligen Kunstseidenwerk Elsterberg, Chemiefaserkombinat Schwarza, heute Enka Elsterberg. 1982 wechselte er zum Halbmondteppichwerk Oelsnitz, heute Halbmondteppichwerke GmbH. Dort arbeitete er als Abteilungsleiter für Investitionen und Investbauleiter. Anschließend war er dort Technischer Direktor und Betriebsdirektor, bis er von 1990 bis 1993 die Geschäftsführung innehatte. 1993 übernahm er die Leitung des TÜV Bayern Sachsen in Leipzig für den TÜV Bayern Sachsen e. V. Seit 1997 ist er Geschäftsführer der TÜV SÜD Sachsen GmbH sowie in Personalunion Regionalleiter der TÜV SÜD AG.
Weitere Informationen:
TÜV SÜD
Herbstinterview mit: Wolfgang Marzin, Leipziger Messe
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Sommerinterview mit: Herwig Fischer, E.ON Kraftwerke
Sommerinterview mit Hans-Joachim Raubach, Bayer Bitterfeld
Sommerinterview mit: Jens Berger, PwC
Sommerinterview mit: Dr. Thomas Hofmann, IHK zu Leipzig
Sommerinterview mit: Prof. Dr. Klaus-Ewald Holst, VNG
Sommerinterview mit: Andreas Otter, Deloitte


