Tiefensee unterstützt mitteldeutsches Städte-Forum
Zu einer verstärkten Zusammenarbeit auf mitteldeutscher Ebene gibt es für Aufbau Ost-Minister Wolfgang Tiefensee keine Alternative. Sein Haus wolle deshalb das von der Wirtschaftsinitiative begleitete „Forum mitteldeutscher Oberbürgermeister“ künftig unterstützen.
Langfristig seien die Verwaltungsstrukturen in den Neuen Bundesländern nicht überlebensfähig, sagte der Verkehrsminister und Bundesbeauftragte für die Neuen Bundesländer am Mittwoch im Schloss Hoyerswerda. Dort hat zum zweiten Mal das „Forum Mitteldeutscher Oberbürgermeister“ getagt, das vor rund einem Jahr von Jenas Stadtoberhaupt Albrecht Schröter initiiert worden war. Dem Forum gehören die Stadtoberhäupter der größten Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an. Gemäß der letztes Jahr proklamierten „Jenaer Erklärung“ will es die Zusammenarbeit der Kommunen fördern. Schröter wurde nun zum inoffiziellen Sprecher ernannt.
In der Arbeitsberatung haben die Städte über ein gemeinsames Verkehrsmanagement, den Einsatz von PPP-Modellen zur Gebäudesanierung sowie den Einsatz externer Personaldienstleister beraten. Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts sagte, dass Mitteldeutschland für viele Unternehmen bereits eine zusammen gehörende Wirtschaftsregion sei. Deshalb habe die Initiative ein großes Interesse an der Zusammenarbeit aller wichtigen Kommunen. Dafür habe sie mehrere gemeinsame Projekte wie den Innovationspreis, die Absolventenmesse oder die Standortbroschüre mitte l punkt vorgeschlagen. Für die nächsten Jahre schlug er zudem ein einheitliches Auftreten bei der Immobilien- und Standortmesse expo real in München vor.
Der ehemalige Leipziger Oberbürgermeister Tiefensee begrüßte die Vorschläge der Wirtschaftsinitiative. Das „Solarvalley“ zeige, wie erfolgreich Kooperation auf mitteldeutscher Ebene sein könne. „Wenn es Mitteldeutschland gut geht, geht es ganz Ostdeutschland gut“, pointierte des Bundespolitiker. Entsprechend stünden sowohl sein Haus als auch Invest In Germany für die Unterstützung gemeinsamer Marketingaktivitäten zur Verfügung. Ferne wolle er mitteldeutschen Verkehrsprojekten wie die Franken-Sachsen-Magistrale oder dem Ausbau der A 14 eine höhere Priorität einräumen. Die mitteldeutschen Bundesländer forderte er zu einem einheitlichen Auftreten gegenüber der Bundesregierung auf.
Weitere Informationen:
Jenaer Erklärung (pdf)
Stadt Hoyerswerda
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