Erwerbstätigenzahlen in Mitteldeutschland steigen
Der zweite Statistiknewsletter der Wirtschaftsinitiative liegt nun vor und zeigt einen Anstieg der Erwerbstätigen in Mitteldeutschland, während der Anteil geringfügig Beschäftigter sinkt, resümiert Geschäftsführer Klaus Wurpts.
Die nun vorliegende zweite Ausgabe des Newsletters mit dem Namen „mitte l wert“ widmet sich schwerpunktmäßig der demographischen Entwicklung in Mitteldeutschland. Darin finden sich Informationen über Erwerbstätigenzahlen, Bevölkerungsentwicklung und Ausbildung. Der Sechsseiter ist in einer Kooperation der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschla
nd mit den Statistischen Landesämtern von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen entstanden.
Die Daten für Mitteldeutschland zeigen, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen seit 2005 kontinuierlich angestiegen ist. Ende 2007 waren es über 2,8 Millionen Berufstätige. Im Vergleich zum Jahr 2005 sind dies 72.523 Personen mehr. Dabei bleibt der Anteil der geringfügig Beschäftigten und der Ein-Euro-Jobber Mitteldeutschlands hinter dem Bundesdurchschnitt.
Nach den Statistischen Landesämter sinkt die Bevölkerung Mitteldeutschlands bis zum Jahr 2020 um eine Million Einwohner. Aufgrund des Geburtenrückgangs wird sich nach der Prognose vor allem die Altersgruppe der 16- bis 25-jährigen um die Hälfte verringern. Laut Statistik macht sich der Rückgang bereits jetzt in der Schul- und Berufsausbildung bemerkbar. Die Zahl der Auszubildenden und Schulabgänger sank im Schuljahr 2007/08 um 3,6 Prozent. „Die Situation, dass Schülerzahlen zurück gehen sollte jetzt genutzt werden, die Ausbildungsqualität zu verbessern“, sagt Wurpts.
Hervorzuheben ist, dass immer weniger Menschen die Region verlassen. Die Zahl der Fortzüge nahm von 2000 bis 2006 um 17 Prozent ab. Konstant blieben die Zuzüge aus dem Ausland. Gemäß der Statistischen Landesämter ist die Bevölkerungsentwicklung in Städten und Landkreisen unterschiedlich. So sollen die Einwohnerzahlen in den Landkreisen bis 2020 um fast 14 Prozent zurückgehen. In den kreisfreien Städten soll der Rückgang vier Prozent betragen. Landkreise, die an größere Städte angrenzen profitieren von den Einzugsgebieten und weisen geringere Abnahmen auf.
Die Mitteldeutschland-Statistik soll Richtwerte liefern, die Aufschluss über die Entwicklung der Wirtschaftsunion Mitteldeutschland geben und einen Ausblick in die gemeinsame Zukunft erlauben. Der Newsletter wird in einer Auflage von 6.500 Stück erscheinen und kann sowohl über die Wirtschaftsinitiative als auch über die statistischen Landesämter kostenlos bezogen werden.
Weitere Informationen:
Statistisches Landesamt Sachsen
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Thüringen
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Weitere Links: Statistik-Newsletter (pdf)



