Pressemitteilung

Countdown für die Finalisten im IQ Innovationspreis 2010

10. June 2010


Am 17. Juni 2010 gibt die Wirtschaftsinitiative mit ihren Preisstiftern die diesjährigen IQ-Gewinner und die Sieger der lokalen Innovationspreise Halle (Saale), Jena, Leipzig und Ostthüringen bekannt. Die feierliche Verleihung findet im Theater Gera statt.

Neben dem mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreis werden sieben Clusterpreise zu je 7.500 Euro verliehen. Die vierzehn Finalisten haben sich in den drei absolvierten Bewertungsstufen aus insgesamt 126 Einreichungen hervorgehoben.

„Auch im sechsten Jahr unseres Wettbewerbs ist die Innovationskraft der Wirtschaftsregion Mitteldeutschland beeindruckend“, sagt Klaus Wurpts, Geschäftsführer des Veranstalters Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. „Keine andere Veranstaltung macht das so deutlich wie unser IQ Innovationspreis“, sagt Wurpts weiter. „Ich bin mir sicher, dass wir erneut sehr spannende Projekte ausgewählt haben, die die mitteldeutschen Cluster bereichern und weit über die Region auf uns aufmerksam machen“, versichert Wurpts.

Die Finalisten des IQ Innovationspreises Mitteldeutschland 2010 und ihre Innovationen in den einzelnen Clustern sind (alphabetisch):

Cluster Automotive:

  • Doctor Optics, Neustadt a. d. Orla: „Beidseitig blankgepresste konvex/konkav-Projektionslinse für automobile Scheinwerfer“
  • Innovative Mobility GbR, Jena: „Gewichtseinsparung und Kostensenkung durch innovatives Rahmen- und Sitzkonzept“

Cluster Biotechnologie – Life Sciences:

  • Jenpolymers Ltd., Jena: „Nanocellulose – naturbasierte Werkstoffe“
  • Probiodrug AG, Halle/Saale: „Neuartiger Therapieansatz zur Behandlung der Alzheimerschen Erkrankung

Cluster Chemie/Kunststoffe:

  • Lichtblau e. K., Dresden: „Zerstörungsfreie Lichtmesssysteme zur Material- und Qualitätsprüfung in Kultur und Industrie“
  • perfluorence GmbH i. G., Dresden: „Modifizierte PTFE für Hochleistungsschmier und Kunststoffe“

Cluster Energie/Umwelt:

  • Membranbasierte Gassensoren UG (haftungsbeschränkt) – MeGaSen, Salzmünde: „Membranbasierte Gassensoren – von der Punktmessung bis zum
  • Messnetz“
  • SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Halle/Saale: „SONOSPOT – patentiert Parabolsonde zur Energiekosteneinsparung“

Cluster Ernährungswirtschaft:

  • Halloren Schokoladenfabrik AG, Halle/Saale: „Grießtöpfchen – Pralinentöpfchen mit einzigartiger Grießfüllung“
  • knick 'n' clean, Hannover: „knick’n’clean hält Ihre Lebensmittel länger frisch“

Cluster Informationstechnologie:

  • ACX GmbH, Lichtenstein: „Innovation: ViciOne – Gebäudeautomation der nächsten Generation“
  • Frog Solutions GmbH & Co. KG, Schönebeck: „Health Scanner – technischer Assistent zur Produktidentifikation“

Cluster Solarwirtschaft:

  • 4d-technologie GmbH, Leipzig: „Solarthermischer Kollektor aus Kunststoff“
  • Freiberg Instruments GmbH, Freiberg: „Waferqualität am laufenden Band“

Weiterführende Informationen zu den Finalisten:

Cluster Automitive

Doctor Optics, Neustadt a. d. Orla: „Beidseitig blankgepresste konvex-konkave Projektionslinse für automobile Scheinwerfer“
Innovative Linse sorgt für mehr Durchblick und ermöglicht neue Formen bei Autoscheinwerfern.

Sehen und gesehen werden. Darum dreht sich seit über 100 Jahren alles bei Autoscheinwerfern.Doch mit den ersten Lampen haben die heutigen LED-, Xenon- oder Halogen-Projektionsscheinwerfer mit ihren Zusatzfunktionen wie adaptives Kurvenlicht oder dynamische Fernlicht-Assistenten nichts mehr gemeinsam. Moderne Scheinwerfer sorgen aber nicht nur für mehr Sicherheit. Sie sind wichtiger Bestandteil des Markendesigns und geben Fahrzeugen ein unverwechselbares Gesicht. Ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Designer von Karosserieformen eröffnet die von der Docter Optics GmbH entwickelte konvex-konkave Projektionslinse, denn sie verkürzt den notwendigen Bauraum für den Scheinwerfer. Möglich wird die neue Form der Linse durch das weiterentwickelte Verfahren des beidseitigen Blankpressens (DOC3D). Anstatt wie bisher in zwei Arbeitsschritten werden beide Flächen der Linse nun in einem vollautomatischen Prozessschritt hergestellt. Das spart Ressourcen, Zeit und Kosten. Außerdem zeichnet sich das Verfahren durch eine höhere Prozessstabilität aus. Im Sommer 2009 hielt die Linse Einzug in das dynamische Fahrlicht der S-Klasse von Daimler. Zwischenzeitlich sind auch der Opel Zafira, der VW Touran, der VW Sharan, bald der Audi A7 und ab 2011 die C-Klasse von Daimler mit dieser Innovation ausgestattet. Durchblick ist jederzeit garantiert.
www.docteroptics.com

Innovative Mobility GbR, Jena: „Gewichtseinsparung und Kostensenkung durch innovatives Rahmen- und Sitzkonzept“

Ein neuartiges Sitz- und Rahmenkonzept ermöglicht zukünftig alltagstaugliche Elektromobilität. Auf jeder Autoshow sind sie zu bestaunen: Leichtbaufahrzeuge mit Elektroantrieb. Doch im Straßenbild sucht man sie bisher vergebens. Das Problem: Wie können moderne Sicherheitsstandards erfüllt werden, ohne gleichzeitig das Gewicht in die Höhe zu treiben? Denn Letzteres entscheidet über die Reichweite und damit die Alltagstauglichkeit eines solchen Fahrzeugs. Eine Lösung dafür hat die Innovative Mobility GbR aus Jena mit ihrem patentierten Rahmen- und Sitzkonzept entwickelt. Dabei wird der Sitz automatisch um bis zu 20 cm angehoben, um das Ein- und Aussteigen über die schützenden Seitenschweller des Aluminiumrahmens zu ermöglichen. Anschließend senkt sich der ergonomische Sitz wieder in die Fahrposition. Seine Seitenpolster aus energieabsorbierendem Schaum bieten hohe Sicherheit und machen teure und gewichtige Airbagsysteme überflüssig. Wie zukünftig umweltfreundliche Elektromobilität für urbane Pendler aussehen kann, zeigt die Umsetzung der Innovation im Einpersonen-Elektroleichtbaufahrzeug „Colibri“. Es wiegt nur 260 Kilo und hat eine Reichweite von 120 Kilometern. Alle Zusatzfunktionen lassen sich zentral per Smartphone steuern und Dank der progressiven Lenkung sind enge Innenstädte kein Problem. Ab 2013 soll der flinke Vogel über unsere Straßen surren und dabei nur sagenhafte 90 Cent pro 100 Kilometer kosten. Weniger ist eben mehr.
www.innovative-mobility.com

Cluster Biotechnologie – Life Sciences

Jenpolymers Ltd., Jena: „Nanocellulose – naturbasierte Werkstoffe“

Durch Essigsäurebakterien produzierte Nanocellulose revolutioniert die Herz- und Gefäßchirurgie.

Jährlich werden weltweit 1,5 Millionen Herz-Bypass-Operationen durchgeführt, um
verengte Herzkranzgefäße zu überbrücken und so das Herz wieder mit Blut zu versorgen. Bislang ist dazu eine zusätzliche Operation erforderlich, bei der dem Patienten Gefäße aus dem Brust- oder Beinbereich entnommen werden. Denn Implantate aus Teflon und Polyester mit dem notwendigen Durchmesser von sechs Millimetern versagen, da sie zu Thrombosen führen.
Diese Marktlücke zu schließen und die Belastung für Patienten zu senken, ist das Ziel
des Jenaer Unternehmens Jenpolymers. In einem interdisziplinär entwickelten  Verfahren wird aus Traubenzucker mittels Essigsäurebakterien Nanocellulose aufgebaut. Deren Fasern sind bis zu hundertmal dünner als die von Pflanzencellulose und binden bis zu 99 Prozent Wasser. Damit gleicht die gelähnliche Substanz körpereigenen Stoffen,was ihre gute Bioverträglichkeit bewirkt. Bereits während des biotechnologischen Prozesses erfolgt durch die patentierte Matrix-Technologie die Formgebung der Blutgefäßimplantate. Diese sind mechanisch stabil und chirurgisch gut handhabbar, wie Machbarkeitsstudien an Ratten und Schafen belegen. Für die Finanzierung der jetzt geplanten klinischen Erprobung sucht das Unternehmen noch Partner. Nach deren erfolgreichem Abschluss soll der innovative Werkstoff in der Medizin erstmals zum Einsatz kommen. Wissenschaft im Dienst des Lebens.
www.jenpolymers.de

Probiodrug AG, Halle/Saale: „Neuartiger Therapieansatz zur Behandlung der Alzheimerschen Erkrankung“
Weltweit einmaliger Therapieansatz zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit aus Halle/Saale. Wir werden immer älter.

Was für den Einzelnen ein glücklicher Umstand ist, wird für unser Gesundheitssystem
zunehmend zum Problem. Denn damit einher geht eine starke Zunahme altersbedingter Erkrankungen, wie zum Beispiel der Alzheimer Demenz. Darunter leiden rund eine Million Patienten in Deutschland, bis 2030 wird sich die Zahl verdoppeln. Bislang existiert weltweit keine Therapie, die den chronischen Verlauf der Krankheit beeinflussen kann. Das könnte sich mit einem neuartigen, von der Probiodrug AG aus Halle/Saale entwickelten Ansatz ändern. Das Team um Gründer Hans-Ulrich Demuth hat den Mechanismus entdeckt, der die gefährliche Ablagerung bestimmter Eiweiße im Gehirnverursacht, die zum Absterben der Nervenzellen führen. Es gelang ihnen, das Enzym Glutaminylzyklase zu identifizieren, das für die Entstehung einer Eiweißveränderung verantwortlich ist. Dies wiederrum regt maßgeblich die Bildung der toxischen Plaques an. Die Wissenschaftler entwickelten einen Wirkstoff, der das Enzym hemmt und so die Entstehung und Umwandlung der Eiweiße verringert. Ein Therapie-Ansatz soll ab dem Jahr 2012 erstmals am Menschen getestet werden, sodass in sechs bis acht Jahren ein Medikament gegen die Alterskrankheit entwickelt sein könnte. So könnten die Betroffenen weiter ein eigenständiges Leben ohne langjährige, intensive Pflege führen können.
Ein großer Gewinn für alle.
www.probiodrug.de

Cluster Chemie/Kunststoffe (Prof.-Johannes-Nelles-Preis)

Lichtblau e. K., Dresden: „Zerstörungsfreie Lichtmesssysteme zur Material- und Qualitätsprüfung in Kultur und Industrie“
Mit SurveNIR lässt sich der Zustand historischer Dokumente erstmals zerstörungsfrei
untersuchen.

Seit Jahrhunderten speichern wir unser Wissen auf Papier. Ein Material, das durch Herstellungsverfahren, Alterungsprozesse, Umweltbedingungen und Benutzung ständiger Veränderung unterliegt. Für den richtigen Umgang mit den Beständen in Bibliotheken, Archiven und Museen ist ein detailiertes Wissen über deren Zustand notwendig. Doch visuelle Tests sind ungenau und subjektiv. Andere Verfahren führen zu Beschädigungen oder Materialverlust.
Völlig zerstörungsfrei funktioniert dagegen SurveNIR des Dresdner Unternehmens
Lichtblau e. K. Das Gerät untersucht mittels Nah-Infrarot-Spektroskopie chemischphysikalische Messgrößen des Papiers wie Säuregehalt, Faserlänge und Bruchkraft. Bei der Bestrahlung des Papiers mit Licht werden in Abhängigkeit von Eigenschaften und Zustand bestimmte Frequenzbereiche im Nah-Infrarot-Spektrum absorbiert. Das reflektierte Licht wird auf der Basis einer Datenbank mit rund 1.400 Referenzproben von modernen und historischen Papieren statistisch ausgewertet. So können einzelne Objekte und große Sammlungen bewertet und Restaurierungsmaßnahmen effizient geplant werden. Dabei kann SurveNIR überall vor Ort eingesetzt werden. Die kontaktlose Abstandsmessung und der Verschluss der Messöffnung durch eine Blende garantieren die Sicherheit der historischen Dokumente. Damit wir auch in Zukunft noch aus der Vergangenheit lernen können.
www.lichtblau-germany.com

Perfluorence GmbH i. G., Dresden: „Modifizierte PTFE für Hochleistungsschmier- und Kunststoffe“
Die chemische Kopplung von PTFE ermöglicht eine neue Generation von Schmier- und
Kunststoffen.

Gleiten zwei Oberflächen aneinander vorbei, so bremsen sie sich gegenseitig. Die Reibung verursacht außerdem Materialschäden. Zur Optimierung von Reibungsvorgängen werden deshalb Hochleistungskunst- und Schmierstoffen verschleißreduzierende Additive beigemischt. Doch diese entmischen sich im Laufe der Zeit wieder, was eine eingeschränkte Lebensdauer der Bauteile bewirkt.
Einen neuen Weg geht die perfluorence GmbH i. G., eine Ausgründung aus dem Leibniz-Institut für Polymerforschung Dresden e. V. Hier ist es gelungen, das Additiv Polytetrafluorethylen (PTFE) chemisch mit Ölen und Kunststoffen zu verbinden. Bei dem patentierten Verfahren wird das PTFE mit Gamma- oder Elektronenstrahlung beschossen.Dadurch werden Radikale und funktionelle Gruppen gebildet, die mittels einer speziellen Verarbeitungstechnik eine stabile Verbindung mit dem Schmiermittel oder dem Kunststoff eingehen. Eine Entmischung ist dadurch kaum noch möglich. Wesentlich geringere Reibung, weniger Verschleiß und gute Verarbeitbarkeit sind die Vorteile. Durch den Einsatz des modifizierten PTFE halten stark beanspruchte Bauteile wie Lager und Getriebe in Autos, Kränen, Förderanlagen und Windrädern länger. Materialkosten und Wartungsaufwand können verringert werden. Weniger Reibung bedeutet auch einen geringeren Energieverbrauch. So läuft bald alles wie geschmiert. www.perfluorence.de

Cluster Energie/Umwelt:

Membranbasierte Gassensoren UG (haftungsbeschränkt) – MeGaSen, Salzmünden: „Membranbasierte Gassensoren – von der Punktmessung bis zum Messnetz“
Gassensor von der Rolle gestattet Flächen- und Linienüberwachung.

Wir brauchen die Luft zum Atmen. Ändert sich deren Zusammensetzung, kann das
fatale Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen haben. Deshalb werden exponierte Gebiete um Gasleitungen, Deponien, Gewässer oder die Grubenluft in Bergwerken permanent mit hohem Aufwand überwacht. Eine neue Technologie zur echtzeitnahen Flächen- und Linienüberwachung basiert auf der innovativen Sensorik von MeGaSen, ein Start-Up aus dem Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle. Der patentierte Gassensor beruht auf der unterschiedlich schnellen Diffusion von Gasen durch Membranen. In deren Folge verändern sich beim Ein- und Austritt von Gasen zeitabhängig die Innendrücke in einer membranumspannten Kammer, etwa einem Membranschlauch. Die Analyse dieser Druckänderungen ermöglicht die Bestimmung eines Gases und seiner Konzentration in einem Gemisch. Indem man derartige Liniensensoren netzwerkförmig verlegt, kann die Gaskonzentration ortsabhängig
in Flächen ermittelt werden. Erstmals ist dies nun auch in Böden, Gewässern und
Deponiekörpern möglich. Der Sensor unterscheidet sogar zwischen CO2 aus normaler
Bodenatmung und dem, das aus der Tiefe aufsteigt. Damit ist die frühzeitige Detektion von Kraftwerks-CO2 aus unterirdischen Speichern möglich. Das erhöht die Sicherheit der neuen, klimafreundlichen CCS-Technologie. Eine doppelt saubere Sache.
www.megasen.com

SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, Halle/Saale: „SONOSPOT – patentierte Parabolsonde zur Energiekosteneinsparung“
Eine patentierte Parabolsonde lokalisiert Druckluft-Lecks schneller und genauer als
bisher.

Ob zum Antrieb von Maschinen, in Bremssystemen von Zügen und Lkws, in Atemschutz- oder Reinigungssystemen: Die in komprimierter Luft gespeicherte Energie wird vielfältig genutzt. Doch laut Studien gehen zwischen 15–50 Prozent der Druckluft durch Leckagen verloren. Die Suche danach gleicht, besonders im Fall komplexer Rohrsysteme, bisher der nach der Nadel im Heuhaufen.
Diese zu finden ist für die derzeit weltweit leistungsstärkste Ultraschall- Parabolsonde, den „SONOSPOT“ der SONOTEC Ultraschallsensorik Halle GmbH, kein Problem. Er lokalisiert als Bestandteil der „SONAPHONE“-Baureihe die von der undichten Stelle ausgehenden Schallemissionen im Ultraschallbereich oberhalb der menschlichen Hörgrenze auch über große Entfernungen – schnell und punktgenau. Sogar Teilentladungssignale an Isolatoren von Hochspannungsleitungen kann der SONOSPOT „hören“. Möglich wird dies durch seinen innovativen Offset-Parabolspiegel. Dessen Spiegelfläche bündelt die Schallwellen und leitet sie an eine Ultraschallsonde im Brennpunkt des Spiegels weiter. So erhöht sich der Signaleintrag um ein Vielfaches. Die spezielle Form des Spiegels ermöglicht dabei den verschattungsfreien Empfang der Signale. Auch lauter Lärm beeinträchtigt die Suche per Ultraschall nicht, die so im laufenden Betrieb erfolgen kann. Das spart teure Arbeitszeit und Elektroenergie. Und auch die Umwelt atmet hörbar auf.
www.sonotec.de

Cluster Ernährungswirtschaft

Halloren Schokoladenfabrik AG, Halle/Saale: „Grießtöpfchen – Pralinentöpfchen mit einzigartiger Grießfüllung“
Grieß macht aus kleinen Pralinen ein großes Geschmackserlebnis.

Grieß, der durch mehrfaches Mahlen gewonnene Bestandteil des Getreidekorns, erfreut sich als Nahrungs- und Genussmittel großer Beliebtheit. Sei es süßer, gekochter Brei mit Zucker, Zimt oder Früchten, in Form von Grießnockerl oder als leckerer Grießpudding im Kühlregal. Im Marktsegment hochwertiger Pralinen fand Grieß dagegen bislang keine Verwendung. Dabei verspricht die Kombination aus Schokolade und Grieß ein völlig neues Geschmackserlebnis.
In diesen Genuss kommen Liebhaber der kleinen, süßen Dinge des Lebens jetzt mit den neuen „Confiserie Grießtöpfchen“ der Halloren Schokoladenfabrik AG aus Halle/Saale. Dahinter verbergen sich hauchdünne, elf Gramm leichte Schokoladentöpfchen, die mit einer Trüffelcreme aus Sahne und Grieß gefüllt sind. Diese werden in der ältesten deutschen Schokoladenfabrik auf einer „frozen shell Anlage“ durch ein spezielles Tiefkühlverfahren aus der Schokoladenmasse gestempelt, anschließend mit der Grieß-Trüffel-Masse gefüllt und mit einem zarten Schokoladenüberzug versehen.
Im Handel angeboten werden die innovativen Pralinentöpfchen in drei verschiedenen
Geschmacksrichtungen pro Verpackung – Brombeere mit Grieß in Vollmilchschokolade,
Caramel mit Grieß in Zartbitterschokolade und Vanillegrieß in Vollmilchschokolade.
www.halloren.de

knick'n'clean, Hannover: „knick’n’clean hält Ihre Lebensmittel länger frisch“
Ein Unternehmen aus Hannover sagt Keimen im Kühlschrank den Kampf an.

Wo in der Wohnung finden sich die meisten Keime? Auf dem Fußboden, der Toilette?
Es ist der Ort, wo wir frische Lebensmittel lagern: im Kühlschrank. Rund elf Millionen
Keime und Bakterien tummeln sich hier pro Quadratzentimeter. Sie lassen Lebensmittel schneller verderben und sind mitunter sogar krankheitserregend. Dagegen hilft auch regelmäßiges Ausräumen und Säubern nur kurzzeitig. Für eine lang anhaltende Hygiene im Kühlschrank sorgt die Innovation knick’n’clean®. Dabei handelt es sich um ein in ein Kunststoffröhrchen eingebettetes Glasröhrchen. Darin befindet sich jeweils eine Flüssigkeit. Durch Knicken der äußeren Kunststoffhülle zerbricht das Glas im Inneren und ein gasförmiger Wirkstoff entsteht. Dieser wird circa 30 Tage lang durch die spezielle Oberflächenstruktur abgegeben und bekämpft wirkungsvoll Bakterien, Schimmelpilze, Sporen, Viren und Gerüche. So bleiben Lebensmittel wesentlich länger frisch, anstatt früh im Müll zu laden. Gleichzeitig kann dadurch die Temperatur des Kühlschranks um einige Grad (7–8 °C im Mittel) hochgestellt werden. Das spart Strom und Geld. Weitere Versionen von knick’n’clean® sorgen für die Desinfektion großer Kühlräume sowie von Wasserfilteranlagen und halten Schnittblumen länger frisch. Knickfrisch
eben.
www.knicknclean.de

Cluster Informationstechnologie

ACX GmbH, Lichtenstein: „Innovation: ViciOne – Gebäudeautomation der nächsten Generation“
Eine neue Lösung zur Gebäudeautomation verbindet alle Geräte eines Hauses in einem System.

Seit fast 20 Jahren wird mit Begriffen wie „Das vernetzte Haus“ die Vision der einheitlichen Steuerung aller technischen Installationen und Geräte eines Gebäudes beschworen. Doch die Realität der Gebäudeautomation sieht anders aus. Unterschiedliche Hard- und Softwarelösungen und viele, teilweise inkompatible Schnittstellen verhindern bislang den Durchbruch am Markt. Einen neuen, nutzerorientierten Ansatz verfolgt dagegen „ViciOne“ der ACX GmbH aus
Lichtenstein. Durch die innovative Software kann der Nutzer jedes elektrisch kommunizierende Endgerät steuern, unabhängig vom Hersteller. Möglich wird dies durch die Virtualisierung der einzelnen Geräte zu einem einheitlichen Gesamtsystem. ViciOne
kann aber noch mehr. Es ist nicht nur eine auf dem IPv6-Protokoll basierende Kommunikationsplattform,
sondern darüber hinaus ein Steuerungscluster mit kompletter Logik
zur Prozesssteuerung. Die grafische Benutzeroberfläche erlaubt die zentrale Konfiguration
von Licht und Beschattung, Lüftungs- und Klimatechnik, Heizungsanlagen, Sensorik
und Sicherheitstechnik. Der modulare und flexible Aufbau garantiert die einfache Einbindung
neuer technischer Geräte. Umfassende Daten zu Bewegung, Temperatur, HelWirtschaftsinitiative
für Mitteldeutschland GmbH
Nikolaistr. 28-32, 04109 Leipzig
Tel. 0341 – 600 16 0
ligkeit, Luftdruck, -feuchtigkeit und -qualität liefert der selbst entwickelte Multisensor. So werden Ressourcen geschont und die Lebensqualität steigt. Intelligenter wohnen leicht gemacht.
www.acx-gmbh.de

Frog Solutions GmbH & Co. KG, Schönebeck: „Health Scanner – technischer Assistent zur Produktidentifikation“
Der Health Scanner unterstützt Allergiker beim Einkauf im Supermarkt.

Für Menschen mit einer Nahrungsmittelallergie ist jeder Einkauf ein Risiko. Denn bereits kleinste Mengen des unverträglichen Inhaltsstoffes können im schlimmsten Fall lebensbedrohlich für den Betroffenen sein. Da keine Therapieform existiert, müssen Betroffene die allergenen Inhaltsstoffe sicher erkennen, um diese zu meiden. Das ist zeitaufwendig, erfordert Vorkenntnisse und birgt das Risiko von Fehlentscheidungen. Einfache, schnelle und sichere Unterstützung für Allergiker direkt am Supermarktregal verspricht dagegen der Health Scanner der FrogSolutions GmbH & Co. KG aus Schönebeck. Das mobile Gerät im Hosentaschenformat liest dazu den auf der Verpackung aufgedruckten EAN-Barcode aus und gleicht die Informationen mit der integrierten Datenbank ab, in der alle für den Nutzer geeigneten Produkte gespeichert sind. Anschließend informiert es in Sekunden optisch und akustisch über das Ergebnis. Eine Onlineverbindung ist dazu nicht notwendig. Die Aktualisierung der Datenbank erfolgt online per PC oder Handy. Ab 2011 sollen Menschen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) das Gerät für den sicheren Einkauf nutzen können. Perspektivisch wird der Health Scanner mit Datenbanken für Diabetiker oder Menschen mit Lactoseintoleranz ausgestattet. Auch ist der Einsatz als Einkaufshilfe bei Diäten, für Vegetarier oder
Leistungssportler denkbar. Sicher essen leicht gemacht.
www.frogsolutions.de

Cluster Solarwirtschaft:

4d-technologie GmbH, Leipzig: „Solarthermischer Kollektor aus Kunststoff“
Ein solarthermischer Kollektor aus Kunststoff bietet einen hohen Wirkungsgrad zum
kleinen Preis.

Solarkollektoren wandeln die Sonnenenergie in Wärme um und kommen vor allem bei
der Warmwassererzeugung und Heizungsunterstützung zum Einsatz. Doch während
günstige Flachkollektoren hohe Wärmeverluste verzeichnen, relativieren bei Röhrenkollektoren die hohen Kosten den besseren Wirkungsgrad. Das Beste aus beiden Welten realisiert der neue Kollektor „Sydney NT“ der Leipziger 4d-technologie GmbH. Möglich wird dies durch eine Innovation, welche die Kupferrohre zur Zu- und Ableitung des Wassers, Sammler, Wärmeleitbleche und Gehäuse durch ein einziges Kunststoffbauteil ersetzt. Das ist günstig herzustellen und erhöht den Wirkungsgrad,
da Übergangswiderstände zwischen den Bauteilen entfallen. Der Einsatz von
Kunststoff wird durch den Überhitzungsschutz möglich, der die Temperatur auf 100 °C begrenzt. Zum einen steht im Kollektorrohr ein großes Wasservolumen zur Verfügung, das sehr viel Wärme aufnehmen kann. Außerdem trennt ein Koaxialrohr mit veränderlicher Wärmeleitfähigkeit das kalte, zufließende Wasser vom erwärmten Wasser. So steht im Betrieb schnell heißes Wasser zur Verfügung, während bei Überhitzungsgefahr viel Wärme auf das kalte Wasser übertragen wird. Der Kollektor ist auch drain-backtauglich, das heißt, er füllt sich nur im betriebsbereiten Zustand mit Wasser und läuft nachts oder bei einer Störung selbstständig leer. So lässt sich die Sonne sicher nutzen.
www.4d-technologie.de

Freiberg Instruments GmbH, Freiberg: „Waferqualität am laufenden Band“
Silizium-Wafer können durch revolutionäres Messverfahren früh auf ihre Eignung geprüft werden.

Silizium-Wafer dienen als Träger für Computerchips oder werden zu Solarzellen verarbeitet. Doch aufgrund von Materialmängeln oder Fehlern im Fertigungsprozess ist rund jedes fünfte der mit hohem Aufwand produzierten Bauteile unbrauchbar. Bislang konnte dies aber erst am Ende der Produktionskette festgestellt werden.
Ein revolutionäres Messverfahren der Freiberg Instruments GmbH, eine Ausgründung
aus der TU Freiberg, ermöglicht nun erstmals die frühzeitige Untersuchung der elektrischen Eigenschaften und die Lokalisierung vorhandener Fehler des Materials. Beim MDP-Verfahren (microwave detected photoconductivity) werden die Ladungsträger des Siliziums in einem resonanten Hochfrequenzfeld mit einem Laser angeregt. Das absorbierte Laserlicht wird in ein Signal umgewandelt, das die Konzentration und Lebensdauer der Ladungsträger anzeigt. Dabei ist das System bei der Lokalisierung wesentlich empfindlicher als bisherige Lösungen. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit von einer Sekunde pro Wafer kann MDP an jeder Stelle des Produktionsprozesses eingesetzt werden. Die frühzeitige Fehlererkennung reduziert die Ausschussquote und lässt so die Stückkosten drastisch sinken. MDP erlaubt erstmals auch die topografische Untersuchung der Homogenität von Prozessschritten in Produktionsgeschwindigkeit. So wird die Waferqualität gesteigert, was den Wirkungsgrad der Solarzelle erhöht. Früh ist eben einfach besser.
www.freiberginstruments.com

Weitere Informationen:
www.iq-mitteldeutschland.de
www.mitteldeutschland.com

Kontakt:
Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland
Hanka Fischer, Projektleitung
Tel.: 0341 60016-16
fischer@mitteldeutschland.com


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Dr. Andreas Auerbach, enviaM
„Als führender Energiedienstleister in der Region trägt enviaM Verantwortung für Mitteldeutschland.”