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„Mitteldeutscher Städtetag“ in der Diskussion

11. June 2010


Im Zentrum des vierten „Forums Mitteldeutscher Städte“ unter Vorsitz von Wirtschaftsinitiative-Aufsichtsrat Albrecht Schröter (OBM Jena) stand die Diskussion um die „Einbeziehung kleinerer und mittlerer Städte in die Metropolregion“.

Gleich zu Beginn machte Schröter den im Rathaus der Stadt Bitterfeld-Wolfen versammelten, über zwanzig Bürgermeistern und Städtevertretern noch einmal die Ausgangslage in Mitteldeutschland klar. So hätten die drei Bundesländer insgesamt zwei- bis dreifach höhere Ausgaben und Kosten als vergleichbare Länder wie Niedersachsen oder Baden-Württemberg, bei deutlich geringeren Einnahmen. Hier gelte es, so Schröter, „Synergieeffekte durch Kooperation“ zu erzielen. Das Forum der Oberbürgermeister spiele auf diesem Wege eine wichtige Rolle für die Vertrauensbildung in der Region, sagte Klemens Koschig, Oberbürgermeister von Dessau-Roßlau. „Wir müssen der Motor für Mitteldeutschland sein“, rief Amtskollegin und Hausherrin Petra Wust auf.

Wissenschaftler Markus Egermann hatte zunächst die Organisationsmodelle von drei anderen europäischen „Metropolregionen“ vorgestellt: Nürnberg, Rhein-Neckar und Northern Way in Großbritannien. Daran schloss sich eine Diskussion über die Organisation in der „Metropolregion Mitteldeutschland“. Zahlreiche kleine Städte oder Kreise finden sich dort nicht wieder und fühlen sich nicht vertreten. Zwei mögliche Lösungen stehen nun in der Diskussion: Zum Einen die Einbindung der umliegenden Regionen durch die in den Metropolregion-Gremien vertretenen Oberzentren („Stadtregionen“), zum Anderen die Gründung eines „Mitteldeutschen Städtetags“.

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Andreas Otter, Deloitte Leipzig
„Die Wirtschaftsinitiative bündelt einzigartig die wirtschaftlichen Interessen für die Entwicklung.”