Cluster

Echte Perspektive oder kurze Mode?

19. August 2011


Kunden und Handel fordern von den Nahrungsmittelherstellern zunehmend nachhaltig erzeugte Produkte. Der Trendtag Ernährungswirtschaft beschäftigt sich mit den Chancen und Herausforderungen, die sich für die mitteldeutschen Unternehmen der Branche daraus ergeben.

Bietet nachhaltiges Denken und Handeln für die mitteldeutsche Ernährungswirtschaft eine echte unternehmerische Perspektive oder ist das Ganze nur ein kurzlebiger Trend? Dieser Frage widmet sich der diesjährige Trendtag Ernährungswirtschaft, der am 25. August vom Netzwerk Ernährungswirtschaft in Kooperation mit der Univations GmbH, einem An-Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt wird.
„Die Ernährungswirtschaft gehört zu den umsatzstärksten und beschäftigungsintensivsten Branchen in Sachsen-Anhalt und ganz Mitteldeutschland. Damit dies auch in Zukunft der Fall ist, ist es wichtig, dass sich die Unternehmen der Branche rechtzeitig mit neuen Trends im Handel und im Verhalten der Verbraucher auseinandersetzen", begrüßt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative, das Thema der Veranstaltung.

Befragt nach der Nachhaltigkeit des Begriffs Nachhaltigkeit fällt die Antwort von Marcus Wild vom Netzwerk Ernährungswirtschaft eindeutig aus: „Die Integration ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien in die Geschäftstätigkeit ist ein Trend, der seit einiger Zeit zu beobachten ist und sich in Zukunft weiter verstärken wird." Das zeige sich zunehmend am Kaufverhalten der Kunden. Darauf reagiere der Handel mit neuen Produktangeboten und gestiegenen Anforderungen an die Produzenten. „Das sind zum Beispiel die Verpflichtung zu Zertifizierungen wie dem MSC-Siegel für nachhaltigen Fischfang oder die Aufnahme von Fair Trade-Produkten in das eigene Angebot", so Marcus Wild. Das Thema Nachhaltigkeit habe allerdings viel mehr Facetten als nach ökologischen und sozialen Kriterien produzierte Rohstoffe für Nahrungsmittel. „Auch die kontinuierliche Personalentwicklung oder die Nutzung regenerativer Energien ist nachhaltig und bietet die Chance zur Differenzierung gegenüber Wettbewerbern", betont der Netzwerkmanager. Über die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen wolle man auf dem Trendtag Ernährung 2011 umfassend informieren und diskutieren.

Dafür stehen u. a. Referenten der Handelsgruppe EDEKA Minden-Hannover, der Marketingberatung Conomic, der MA&T Organisationsentwicklung, der Organisation Fairtrade sowie des Lehrstuhls für Wirtschaftsethik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Rede und Antwort. Die Veranstaltung findet von 10.00 bis 16.30 Uhr im Löwengebäude der Universität in Halle/Saale statt. Interessenten können sich mittels Anmeldeformular auch kurzfristig noch anmelden.

Das Netzwerk Ernährungswirtschaft vereint 32 Unternehmen der Branche sowie fünf Hochschulen und weitere Institutionen aus ganz Sachsen-Anhalt. Die Ernährungswirtschaft ist mit sieben Mrd. Euro jährlich der umsatzstärkste Industriezweig und der größte Arbeitgeber in Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen:
Netzwerk Ernährungswirtschaft
Anmeldeformular Trendtag Ernährungswirtschaft 2011
Clustersieger Ernährungswirtschaft IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2011


Deutsch
English
Metropol hier entsteht was Startseite
Thomas Büschel, TÜV Thüringen
„Mitteldeutschland - mit Sicherheit ein guter Standort!”