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Clustermanagement wider Globalisierung

14. Oktober 2011


Das effektive Zusammenspiel von Unternehmen und Region im Zuge der Globalisierung sowie die nachhaltige Weiterentwicklung von Clustern und deren Management waren die Themen eines von der Wirtschaftsinitiative unterstützten Expertenworkshops an der Handelshochschule Leipzig.

Rund ein Dutzend renommierte Experten aus ganz Deutschland, darunter Gerd Meier zu Köcker von Kompetenznetze Deutschland und Christian Ketels von der Harvard Business School sowie Vertreter der Forschungsinstitute IWH und ifo, nahmen am Workshop „Quo vadis? – Cluster & Competitiveness“ an der Handelshochschule Leipzig (HHL) teil, um sich über regionale Wettbewerbsfähigkeit auszutauschen. „Die Gestaltung nachhaltiger regionaler Wettbewerbsfähigkeit und effektiver Clusterstrukturen stellt enorme Managementherausforderungen für die Zukunft dar, denen wir uns nun verstärkt an der HHL widmen wollen“, erläutert Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg vom Lehrstuhl Marketingmanagement die Zielsetzung.

Die Experten waren sich einig, dass sowohl zum Cluster- als auch zum Begriff der Wettbewerbsfähigkeit noch erheblicher Forschungs- und Aufklärungsbedarf besteht, auch wenn man laut Ketels in Europa weltweit diesbezüglich am weitesten sei. Vielfach würden die – schwer identifizierbaren – Cluster mit Netzwerken verwechselt und nicht optimal entwickelt. Im Wettbewerb der Regionen um hochqualifizierte Talente spielten zudem auch Standortimage und Lebensqualität eine bisher zu wenig beachtete Rolle.

Im Zuge der fortschreitenden Globalisierung komme regionalen Clustern eine steigende Bedeutung zu, unterstrich der Bochumer Professor Matthias Kiese in seinem Vortrag. In den Clustern sei zunehmende Spezialisierung gefragt, vor allem die Stammsitze weltweit agierender Unternehmen seien auf ein wettbewerbsfähiges Umfeld angewiesen. Die Experten waren sich einig, dass regionale Cluster künftig verstärkt hinsichtlich ihrer Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssten. Ein professionelles, serviceorientiertes Management spiele für Effizienz und Innovationskraft eine bedeutende Rolle, betonte Meier zu Köcker.

Foto: Gerd Meier zu Köcker, Kompetenznetze Deutschland

Die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland wurde auf Grundlage einer internationalen Studie von Harvard-Dozent Ketels von mehreren Experten als Erfolgsbeispiel für eine effektive Übernahme unternehmerischer Verantwortung genannt. Derartige Initiativen seien im Verbund mit Cluster-Organisationen das beste Mittel, um die richtigen Weichen für nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu stellen. Insbesondere hinsichtlich des Begriffs der Nachhaltigkeit herrsche jedoch noch weiterer Forschungs- und Beratungsbedarf, so die Experten, den es mit Blick auf die anstehenden wettbewerblichen Herausforderungen insbesondere auch in Mitteldeutschland verstärkt anzugehen gelte.

Eine ausführliche Dokumentation des Workshops mit praxisrelevanten Hinweisen für Unternehmen, Politik und Clustermanager wird derzeit von der HHL in Kooperation mit den Experten erarbeitet und in wenigen Wochen zum Download bereitgestellt.

Weitere Informationen:
Handelshochschule Leipzig (HHL)
Kompetenznetze Deutschland


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Steffen Beck, TÜV Nord
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