Studie zur Kreativwirtschaft in Dresden und Görlitz
Sachsen mit 2,2 %Plus – Dresden punktet mit 4,7 % und 484 neuen Arbeitsplätzen.
Im Rahmen der Zukunftskonferenz 2007 zum „Wirtschaftsfaktor Kreativität“ gehen am 20. November rund 400 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Kultur sowie prominente Spezialisten der Frage nach, welchen Standort Mitteldeutschland im internationalen Wettbewerb einnimmt. Hochkarätig besetzte Vorträge und sechs Workshops im Kongresszentrum der Messe Erfurt widmen sich den verschiedenen Komponenten und Spielarten der Kreativität als Standortfaktor.
Im Rahmen der Zukunftskonferenz 2007 zum „Wirtschaftsfaktor Kreativität“ gehen am 20. November rund 400 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Kultur sowie prominente Spezialisten der Frage nach, welchen Standort Mitteldeutschland im internationalen Wettbewerb einnimmt. Hochkarätig besetzte Vorträge und sechs Workshops im Kongresszentrum der Messe Erfurt widmen sich den verschiedenen Komponenten und Spielarten der Kreativität als Standortfaktor. Gesprächsgrundlage des Programms (14 bis 18 Uhr) ist dabei eine aktuelle Studie, die das Leibniz-Institut für Länderkunde im Auftrag der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland erstellt hat und die am heutigen Dienstag veröffentlicht wird. Der Fokus der Zukunftskonferenz liegt dabei auf der Deutung der Ergebnisse, dem daraus folgenden Handlungsbedarf und Strategien zur zukünftigen Nutzung von Kreativität als Standortfaktor.
Die Studie „Kulturwirtschaft/Creative Industries in den Städten der Region Mitteldeutschland“ geht unter der Federführung des Experten Dr. Bastian Lange zunächst der Frage nach, ob der allgemeine Boom der Kreativbranche im Untersuchungszeitraum von 1999 bis 2006 auch in Mitteldeutschland stattgefunden hat. Schließlich weist keine andere Wirtschaftsbranche derzeit ein größeres Wachstum in Europa, im Bund und in den großstädtischen Zentren auf. Im Anschluss richtet die Analyse ihr Augenmerk auf die sogenannten „Hot Spots“, d. h. Städte, deren Beschäftigtenanteil in den Creative Industries stark zulegte, obwohl die Zahl der sozialversichtungspflichtig Beschäftigten zurückging.
Studienergebnisse (Auswahl):
Zu den Gewinnern zählen dabei Dresden und Görlitz. In der Landeshauptstadt nahm die Zahl der Beschäftigten der „creative class“ im genannten Zeitraum um 4,7% zu (von 10.227 auf 10.711 Arbeitnehmer), während die Zahl der sv-pflichtig Beschäftigten in Dresdens Gesamtwirtschaft gleichzeitig um 1,5% abnahm (von 220.304 auf 217.106 Personen). In Görlitz legten die Creative Industries um 11% zu (von 447 auf 496 Arbeitnehmer); insgesamt nahm die Zahl der sv-pflichtig Beschäftigten jedoch um 18% ab (von 21.593 auf 17.532 Personen).
Im Jahr 2006 arbeiteten in Mitteldeutschland 55.122 sozialversichtungspflichtig Beschäftigte in der Kulturwirtschaft/Creative Industries. Obwohl die Gesamtzahl der sv-pflichtig Beschäftigten um 13,4 Prozent abnahm, verzeichnet der Anteil der Creative Industries einen Zugewinn um 0,2 Prozent: Die Creative Industries sind die versteckten Gewinner von Mitteldeutschland. Mit der Zukunftskonferenz knüpft die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH an die Leitlinien des US-amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Richard Florida („The rise of the
creative class“) an, der mit seiner 3-T-Formel (Technologie, Talent, Toleranz) beschreibt, dass sich Mitglieder der „creative class“ besonders für Städte und Regionen entscheiden, in denen sie ein offenes, innovatives, tolerantes und kulturelles Arbeits- und Lebensumfeld vorfinden. Zu den prominenten Teilnehmern zählen Prof. Dr. Stephan Jansen (Zeppelin University Friedrichshafen), Dr. Bastian Lange (Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig), Michael Reinboth (DHL Hub Leipzig GmbH), Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg (Handelshochschule Leipzig), StefanGabriel (BMW AG), Dr. Albrecht Schröter (Oberbürgermeister der Stadt Jena), Thomas Tesch(DELL Halle GmbH), Ruth Kretschmer (Dow Olefinverbund GmbH), Prof. Dr. Hardy Geyer(Hochschule Merseburg), Axel Noack (Bischof der Evangelischen Kirche), Prof. Dr. Georg Frank (Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland e.V.) und viele andere mehr.
Anmeldungen für die offene Zukunftskonferenz sind gegen eine Gebühr von 80 bzw. 100 Euro im Internet unter www.zukunftskonferenz-mitteldeutschland.de möglich.
Weitere Informationen:
www.zukunftskonferenz-mitteldeutschland.de
Downloads:
www.zukunftskonferenz-mitteldeutschland.de/service/downloads.html
(u.a. weiterführende Literatur)
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