„Erfurter Gastfreundschaft ist beispielhaft“
Wirtschaftsinitiative unterstützt Thüringer Patenschaftsprojekt.
„Die Initiative für Gastfreundschaft in Erfurt ist beispielhaft und wir hoffen, dass sich das Konzept in ganz Mitteldeutschland herum spricht“, sagt Wirtschaftsinitiative-Geschäftsführer Klaus Wurpts. Deutschland habe Nachholbedarf, sich weltoffen und tolerant zu zeigen. Daher unterstützt die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland das Erfurter Patenschaftsprojekt
„Fremde werden Freunde“ mit 500 EUR.
Die Spende wurde auf der Zukunftskonferenz der Wirtschaftsinitiative gesammelt, die vergangene Woche in Erfurt die Standortfaktoren Offenheit und Toleranz thematisiert hat. Dort wurden die hochrangigen Teilnehmer gebeten, ihre Krawatten an der Garderobe abzugeben und ungewohnt leger an der Konferenz teilzunehmen. Diejenigen, die ungern auf ihre Krawatte verzichteten, wurden angehalten, einen Obolus für die Erfurter Initiative zu stiften. Insgesamt
200 EUR „Schlippszoll“ kamen zusammen, die die Wirtschaftsinitiative nun auf 500 EUR aufstockt.
Ziel der Initiative „Fremde werden Freunde“ ist es, Kontakte zwischen ausländischen Studierenden und den Erfurter Bürgern herzustellen und so den kulturellen Austausch zu bereichern. Im nationalen wie internationalen Wettbewerb sei es enorm wichtig für einen Wirtschaftsstandort, Gäste und Zugezogene aus aller Welt willkommen zu heißen und zu integrieren, ergänzt Wurpts. "Fremde werden Freunde" ist ein gemeinsames Projekt der Universität, Fachhochschule, Stadtverwaltung Erfurt und des Thüringer Instituts für Akademische Weiterbildung e.V. Es wurde im Dezember 2002 in Erfurt ins Leben gerufen, da beide Hochschuleinrichtungen jedes Jahr etwa 100 neue ausländische Studierende empfangen und in den Hochschulalltag integrieren, jedoch häufig der Kontakt zu Einrichtungen und Menschen außerhalb der Hochschulen fehlt. Ausgehend von der Tatsache, dass man ein Gastland nur dann wirklich kennen lernen kann, wenn man unmittelbaren Kontakt zu dessen Menschen gewinnt, wurde das städtische Patenschaftsprogramm aufgebaut. Ein künftiger Schwerpunkt im Projektkonzept ist die Ausdehnung des Gedankens von "Fremde werden Freunde" auf die Wirtschaft. Dabei sollen insbesondere Thüringer Unternehmen hinsichtlich der Entwicklung von Wirtschaftsbeziehungen zu ausländischen Firmen das Potential der ausländischen Studierenden berücksichtigen können und beide Seiten daraus Nutzen ziehen.
Kontakt:
Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH
Ele Jansen, Kommunikation
Tel.: 0341 / 600 16 20
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