Pressemitteilung

IQ-prämiertes Verfahren erhöht Effizienz von Biokraftstoff

19. June 2008


Inocermic GmbH aus Hermsdorf erhält IQ Innovationspreis 2008 im Bereich Energie/Umwelt

Inocermic GmbH aus Hermsdorf (Thüringen) hat am 19. Juni den mit 7.500 Euro dotierten IQ Innovationspreis der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland in der Kategorie „Energie/Umwelt“ gewonnen. Das Unternehmen überzeugte mit der Entwicklung nanoporiger keramischer Membranen für eine effizientere Bioethanolherstellung. „Mit dieser Technologie aus Mitteldeutschland werden Biokraftstoffe eine echte Zukunftsoption, die sowohl ökologische als auch soziale Nachhaltigkeit bietet“, würdigt Klaus Wurpts, Geschäftsführer der Wirtschaftsinitiative Mitteldeutschland, die Innovation. Der Clusterpreis wurde gestiftet von der E.ON Kraftwerke GmbH.

In enger Zusammenarbeit mit dem Hermsdorfer Institut für Technische Keramik e. V. entwickelte das thüringische Unternehmen ein Produkt, mit dem im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren nur 20 Prozent des Energieaufwandes für die Entwässerung von Bioethanol und anderen Bioalkoholen aufgebracht werden müssen. Durch die energieeffiziente Trennung von Wasser und Ethanol mittels einer keramischen Membran mit 0,4 Nanometer kleinen Poren wird die Gesamtenergiebilanz und Wirtschaftlichkeit von Bioethanol erheblich verbessert.
Dr.-Ing. Hannes Richter, Leiter der Zeolithmembran-Entwicklung bei der inocermic GmbH, sagte nach der Preisverleihung: „Wir sind mit unserem Produkt ja bereits im Markt und haben zahlreiche Aufträge vorliegen – das nächste Ziel lautet jetzt, den Weltmarkt zu erobern. Nichtsdestotrotz ist der IQ eine Auszeichnung mit der wir öffentlichkeitswirksam arbeiten können. Auch unser Standort Hermsdorf ist ein Pfund, mit dem wir ständig wuchern. In Sachen technischer Keramik kommt hier sehr viel Wissen auf engstem Raum zusammen. Das ist ein ganz wesentlicher Standortvorteil.“

Der IQ Innovationspreis wurde in diesem Jahr zum vierten Mal von der Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland ausgelobt. In insgesamt sechs Clustern wurden vor rund 300 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien in Espenhain bei Leipzig herausragende Neuentwicklungen von Unternehmen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen prämiert. Die Gewinner erhielten Preise im Gesamtwert von mehr als 60.000 Euro.

Den IQ-Gesamtpreis (15.000 Euro) gewann die SIRS-Lab GmbH aus Jena für die Entwicklung des neuartigen Sepsis-Tests „VYOO“, einer molekularen
Diagnostik, die Leben rettet. Das Unternehmen wurde zudem gleichzeitig Clustersieger im Bereich Biotechnologie – Life Sciences sowie Gewinner des lokalen IQ Innovationspreises Jena.

Die Gewinner der weiteren Cluster sind:

Chemie/Kunststoffe
PURinvent GmbH, Leipzig:
HydroPUR, ein auf natürliche Weise unbrennbarer Werkstoff

Ernährungswirtschaft
HERZGUT Landmolkerei Schwarza eG, Rudolstadt:
HERZGUT Omeghurt – ein Milchmischprodukt mit gesundheitlichem Zusatznutzen
 
Energie/Umwelt
Inocermic GmbH, Hermsdorf:
Nanoporige keramische Membranen für die Bioethanolherstellung

Informationstechnologie
NetCon Solutions AG, Halle:
Xinoah – Das verborgene Wissen der Unternehmen – vom Datenfriedhof zum Wissensmanagement (Anwendung)

Der Veranstalter des Wettbewerbs ist die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland. In der Standortinitiative engagieren sich strukturbestimmende Unternehmen sowie Kammern und Städte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und Vermarktung der traditionsreichen Wirtschaftsregion Mitteldeutschland.

Weitere Informationen:
IQ Innovationspreis Mitteldeutschland
undefinedWirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland

Kontakt:
Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland
undefinedEle Jansen, Kommunikation
Tel.: 0341 60016-20
Fax: 0341 60016-13


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Reiner Roghmann, Dow Olefinverbund
„Die Region Mitteldeutschland hat eine interessante geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung genommen, die meinen ganzen Respekt verdient. Mit seinem enormen Wirtschafts- und Innovationspotential wird sich Mitteldeutschland weiter zu einer Zukunftsregion in Europa entwickeln.”