Metropolregion Mitteldeutschland-Die Altstadt von Quedlinburg

Fachwerkhaeuser Quedlinburg © U. Gernhöfer – fotolia

  • Hintergrund

    Ihre Ostereier suchten die Ottonen am liebsten in Quedlinburg. Zugegeben, über diesen Brauch ist nichts überliefert, aber das Kaisergeschlecht weilte zur Auferstehungsfeier tatsächlich vorzugsweise in der Stadt am Harzrand. Heinrich I., er wird anachronistisch gern der erste „deutsche“ König genannt, erkor Quedlinburg zum Memorialort und seiner Grablege. Er ruht in der Stiftskirche auf dem Schlossberg. Über Jahrhunderte war die Stadt von reichspolitischer Bedeutung, nicht nur zum Hasenfest. Heinrich Himmler war derart vom Heinrich-Kult besessen, dass er die Kirche besetzen ließ und zur SS-„Weihestätte“ erklärte. Seine baulichen Veränderungen wurden nach 1945 wieder revidiert. An wen die moderne Türklinke am Kirchenhaupteingang erinnert, ist nicht überliefert. Sie zeigt einen Schweinehund. Einen solchen muss überwinden, wer den Überblick auf das Stadtensemble Quedlinburgs mit seinem Gewirr von Türmchen und Spitzgiebeln genießen will.

  • Vordergrund

    Wenn Sie den historisch bebauten Stadtkern auf einem Streifzug erkunden, werden Sie erfahren, warum Quedlinburg zu den größten deutschen Flächendenkmalen zählt – er erstreckt sich über mehr als 80 Hektar. Lassen sich von der schieren Masse an Fachwerkhäusern nicht erschlagen. Sie machen die Stadt zu einem Freiluftmuseum über die Entwicklung des Fachwerkbaus über sechs Jahrhunderte. Eine architektonische Perle der Hochromanik ist die Stiftskirche St. Servatii. Allein die Suche nach originellen Tiermotiven auf Kapitellen und Gewölbebögen wird Sie zu faszinierenden Ansichten führen; vom Domschatz, der nach einer Beutekunstodyssee wiedergekehrt ist, ganz zu schweigen. Dessen Filigranarbeiten in Gold und Elfenbein lässt Sie Augen machen.

  • Auf dem Weg

    Zu Ostern und Pfingsten erwartet Sie mit dem „Kaiserfrühling“ ein Mittelalterspektakel. Interessieren Sie sich weniger für volkstümlichen Trubel, wählen Sie besser einen anderen Reisezeitpunkt. Fotogen ist die Innenstadt zu jeder Saison und fast allerorten. Der Lindenbeinturm gewährt Ihnen einen Rundumblick, haben Sie erst das Drehkreuz für den kostenpflichtigen Eintritt passiert. Mit Rosstrappe und Hexentanzplatz liegen sagenumwobene Umlandziele nur einen Schwarze-Katzen-Sprung entfernt. Fürs mystische Einfühlen empfiehlt sich eine Wanderung im Bodetal. Seien Sie hier zwischen den Felsschluchten unbedingt auf einen Schatzfund vorbereitet, immerhin gilt die Krone der Königstochter Brünhilde weiterhin als vermisst. Doch Vorsicht, das goldene Kleinod bewacht ein bissiger Hund!

  • Allgemeinbildung

    • 922: Heinrich I. erwähnt die Stadt urkundlich
    • 922–1207: Insgesamt 69 Königs- und Kaiserbesuche
    • 936: Beisetzung Heinrich I. auf dem Burgberg, Königin Mathilde richtet hier ein Damenstift ein
    • um 1000: Entstehung der Altstadt
    • 1129: Weihe der neuerbauten Stiftskirche durch Kaiser Lothar III.
    • 1993: Rückführung des Domschatzes
    • 1994: Aufnahme in die Welterbeliste

 

Zitate

Dr. Thomas Nitzsche
Stadt Jena

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