Metropolregion Mitteldeutschland-Lutherstadt Eisleben

Zentrum Taufe | Foto: Frank Heinrich Müller (PHOTOGRAPHIEDEPOT) Zentrum Taufe | Foto: Frank Heinrich Müller (PHOTOGRAPHIEDEPOT)

  • Hintergrund

    Martin Luther als die bedeutendste Persönlichkeit der Reformation wurde am 10. November 1483 in Eisleben, Grafschaft Mansfeld, geboren. Bereits am darauffolgenden Tag wurde Martin Luther nur wenige Meter von seinem Geburtsort entfernt, in der Kirche St. Peter und Paul, getauft. Kurze Zeit später zog die Familie jedoch ins nahegelegene Mansfeld, wo der Vater als Hüttenmeister im Kupferschieferbergbau bescheidenen Wohlstand erwarb.

    Während seines gesamten Lebens unterhielt Luther enge Kontakte zur Grafschaft Mansfeld und besuchte wiederholt seinen Geburtsort. Auf seiner letzten Reise verstarb Martin Luther am 18. Februar 1546 in Eisleben.

  • Vordergrund

    Um es gleich vorweg zu nehmen: Wenn Sie das Geburtshaus von Martin Luther besuchen, betreten Sie nicht die originalen Mauern der Geburtsstätte. 1689 wurde es in großen Teilen durch ein Feuer zerstört. Doch die Bedeutung dieses Hauses war auch den damaligen Stadtherren sehr bewusst und so übernahmen und erneuerten sie es. Damit entstand auch die erste Luthergedenkstätte an diesem Ort. Heute finden Sie hier eine Dauerausstellung, die von der Herkunft des Reformators, der Bergbautätigkeit des Vaters, vom Leben im Mittelalter und von der Taufe Luthers erzählt. Zu den wichtigsten Exponaten gehört ein Taufstein aus dem Jahr 1518. Ebenfalls nachempfunden ist die Wohnung der Familie Luther mit historischen Möbeln und Werkzeugen.

    Wenn Sie nach Verlassen des Geburtshauses dem im Boden eingelassenen Luther-Symbol, der Luther-Rose, folgen, gelangen Sie nach nur wenigen Schritten zur Taufkirche des Reformators, der St. Petri-Pauli-Kirche. Wenn Sie heute den Nachfolgebau von Luthers Taufkirche betreten, empfängt Sie ein heller lichtdurchfluteter Raum mit einer klaren Architektur, dessen visuelles Zentrum der Taufbrunnen ist. Dieser wurde 2011 eingebaut, als die Kirche zum Zentrum Taufe umgestaltet wurde. Diesen wunderschönen Ort können Sie individuell besichtigen oder eines der zahlreichen Angebote für Kinder oder Erwachsene des Zentrum Taufe nutzen.

    Nahe des Marktplatzes von Eisleben, können Sie das Sterbehaus Martin Luthers besichtigen. Der konzeptionelle Aufbau des Hauses und der Ausstellung gleicht der des Geburtshauses. Thematisiert wird „Luthers letzter Weg“ und gibt Einblick in die letzten Tage und Stunden des Reformators, sowie seinen Umgang mit Sterben und Tod.

  • Auf dem Weg

    Wenn Sie durch die Lutherstraße laufen, können Sie die Ohrenweide entdecken. „Die ‚Ohrenweide’, ein aus Stegen und Ohrenweiden temporär gestalteter ‚Flüsternder Garten“ auf dem Lutherweg Eisleben, nimmt Bezug zum Thema ‚Luther und die deutsche Sprache’. Dazu werden aus installierten Hörrohren zwischen den Ohrenweiden Texte und Zitate des Reformators geflüstert.“ Geflüstert wird zu jeder vollen Stunde zwischen 9 und 21 Uhr.

  • Allgemeinbildung

    • 1333: erstmalige Erwähnung der späteren Taufkirche Martin Luthers, St.-Petri-Pauli Kirche in Eisleben
    • 10. November 1489: Martin Luther wird im Wohnhaus seiner Eltern im Eisleber Petriviertel geboren
    • 11. November 1489: Taufe Martin Luthers in der St.-Petri-Pauli Kirche
    • 18. Februar 1546: Martin Luther verstirbt im Haus an der Andreaskirche (neueste Forschungen legen nahe, dass es jedoch das heutige Gebäude direkt am Markt, das Hotel „Graf von Mansfeld“ ist)
    • 1583: das Geburtshaus Luthers wird mit einer Gedenktafel gekennzeichnet
    • 1689: ein Stadtbrand zerstört große Teile des Geburtshauses Luthers
    • 1693: nachdem die Stadt das Gebäude erworben und wieder aufgebaut hat, wird eine Luthergedenkstätte sowie eine Armenschule in Luthers Sinne eröffnet
    • 1817: der preußische König Friedrich Wilhelm III. bestimmt, dass das Haus in staatliche Trägerschaft übergeht; das Gebäude wird renoviert und komplett zum Museum umgestaltet
    • 1863: der preußische Fiskus erwirbt das vermeintliche Sterbehaus Luthers an der Andreaskirche, um darin ein Museum zu eröffnen
    • 1863 bis 1868: umfangreiche Sanierung und historische Umgestaltung von Luthers Sterbehaus
    • 1982/83: Sanierung von Luthers Sterbehaus
    • 2005 bis 2007: umfassende Sanierung sowie Schaffung eines Neubaus, der Geburtshaus und benachbarte Armenschule miteinander verbindet
    • Januar 2011: Beginn der Sanierungs- und Umbauarbeiten an der St.-Petri-Pauli Kirche zum Zentrum Taufe
    • 1. Februar 2013: Eröffnung des renovierten und durch Neubau erweiterten Museums von Luthers Sterbehaus

 

Zitate

Andreas Koch
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