Metropolregion Mitteldeutschland-Nationalpark Hainich

Szenerie im Hainich

  • Hintergrund

    Den Deutschen wird eine enge, emotionale Beziehung zu ihrem Wald nachgesagt: Der „deutsche Wald“ ist Sehnsuchts- und Erinnerungsort, Metapher und Schauplatz von Sagen, Mythen und Märchen zugleich. Rotkäppchen, Schneewittchen sowie Hänsel und Gretel begegneten im Wald einer anderen Welt. Caspar David Friedrich malte ihn, die Wandervögel und die Naturschutzbewegung bezogen sich auf den Wald – und auch unser heutiges Verständnis von Nachhaltigkeit gründet in der frühen, deutschen Forstwirtschaft: Man solle, so schrieb der sächsische Oberberghauptmann von Carlowitz 1713, dem Wald nur so viel Holz entnehmen, wie auch nachwachsen könne. Heute ist der Hainich in Thüringen eines der wenigen, naturbelassenen Waldgebiete Europa. Bis zu 400 Jahre alte Bäume, hauptsächlich Buchen, wachsen in diesem deutschen Urwald. Gelegen zwischen Eisenach, Bad Langensalza und Mühlhausen, zählt er heute zu den wenigen zusammenhängenden Buchenwäldern in Europa – dabei prägten die Buchenwälder früher die mitteleuropäische Landschaft wesentlich.

  • Vordergrund

    Egal, ob Sie den Nationalpark mit dem Kremsergespann, mit dem Rad oder zu Fuß durchqueren: Die Laubbäume, allen voran die Rotbuchen, springen sofort ins Auge. Sie sind erstes Merkmal des Weltnaturerbes, in dem Natur unberührt wachsen darf. Der „Urwald mitten in Deutschland“ blieb in den letzten 50 Jahren vor allem dank eines militärischen Sperrgebiets so unangetastet. Heute können die naturbelassenen 16.000 Hektar über 18 ausgewiesene Wanderwege erkundet werden: Der Germanische Kultpfad erklärt vorchristliche Heiligtümer in Verbindung zum Wald, der Urwaldpfad führt zu fruchtbarem Totholz und der Wildkatzenpfad leitet direkt zum Schaugehege. Ausgerüstet mit Tier- und Pflanzenführern können Sie am besten die Artenvielfalt des Hainich bewundern und nebenbei die heimische Flora und Fauna bestimmen. Der Buchenwald im Nationalpark ist etwa Brutstätte für Fledermäuse, Spechte oder Schillerfalter, er beherbergt momentan 49 verschiedene, zum Teil vom Aussterben bedrohte, Säugetierarten, 813 Blütenpflanzen, 2.000 Pilzarten und 189 Vogelarten.

  • Auf dem Weg

    Im Frühjahr blühen die Märzenbecher in den Buchenwäldern, dann lohnt sich ein Ausflug besonders – ebenso im Herbst, wenn sich die Blätter färben. Davon abgesehen werden ganzjährig Führungen, Wanderungen, Entdeckertouren oder Mitmach-Tage für Kinder angeboten. Der Baumkronenpfad bietet nicht nur einen Blick aus 44 Metern Höhe auf den Naturpark, dank ihm gelangen Sie auch in die sonst unzugänglichen Bereiche des Waldes. Bei schönem Wetter können Sie den Blick weit schweifen lassen – und über den Wipfeln den Selfie-Stick für ein Erinnerungsfoto zücken. Hier oben lernen Sie Urwaldbaumkronen von Nahem kennen und hangeln über Hängebrücken. Ihren Mut können Sie anschließend mit einer Thüringer Grillspezialität belohnen.

  • Allgemeinbildung

    • 1713: Hans Carl von Carlowitz formuliert in seinem Werk „Sylvicultura oeconomica“ das Prinzip der Nachhaltigkeit anhand des Waldes.
    • 31.12.1997:  Der Nationalpark Hainich wird gegründet.
    • August 2005:  Der Baumkronenpfad wird eröffnet.
    • 2007:  Die Buchenurwälder der Karpaten werden Weltnaturerbe.
    • 2011:  Die Buchenurwälder in Deutschland, darunter die des Nationalparks Hainich, werden Weltnaturerbe. Sie bilden seitdem gemeinsam mit den Reservaten in der Slowakei und der Ukraine eine Welterbestätte.
    • Die höchste Erhebung des Hainich ist der Alte Berg mit 494 Metern.

 

Zitate

Alexander Meßmer
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