Metropolregion Mitteldeutschland-Startschuss für integriertes Wohnflächenkonzept Leipzig-Halle

Standortentwicklung

Startschuss für integriertes Wohnflächenkonzept Leipzig-Halle

30.11.2018
Henry Graichen

Am Mittwoch fand in Leipzig das Auftakttreffen des Projektes „Interko2“ statt. In dessen Rahmen wird bis 2023 ein kleinräumiges Monitoring-System und darauf aufbauend ein integriertes Wohnflächenkonzept für das Umland der Städte Leipzig und Halle (Saale) entwickelt, das die Interessen der Umlandgemeinden mit den Entwicklungserfordernissen wachsender Großstädte abgleicht.

 „Unser Ziel ist es, in einem kooperativen Beteiligungsprozess zwischen Metropolen und Umland ein Instrument zu entwickeln, mit dem wir in Zukunft frühzeitig demografische Trends erkennen und daraus verschiedene Szenarien ableiten können. Sowohl für den Landkreis Leipzig und seine Kommunen als auch für die Landes- und Regionalplanung kann Interko2 eine wichtige Rolle dabei einnehmen, wenn es darum geht, die Rolle der Mittel und Grundzentren zu diskutieren und Präferenzstandorte für Wohnen und Mobilität zu definieren“, erklärt Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig zum Start des Projektes.

⁞⁞⁞ Foto: Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig ​​ ⁞⁞⁞

Neben dem Landkreis Leipzig gehören auch die Stadt Leipzig und der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu den Partnern des Projektes, dass unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) realisiert wird. Als assoziierte Partner sind darüber hinaus die Metropolregion Mitteldeutschland, die Stadt Halle (Saale), der Landkreis Nordsachsen, der Saalekreis, der Saale-Holzlandkreis, der Mitteldeutsche Verkehrsverbund, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen, der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften und die Stadtwerke Jena in das Projekt eingebunden.

Das Umland der wachsenden Großstädte Leipzig, Halle und Jena ist regional differenziert durch Zuwanderung und starke Bevölkerungsrückgänge geprägt. Das Nebeneinander von demografisch schrumpfenden, stagnierenden und wachsenden Kommunen ist auch in anderen Regionen zu beobachten. Das Projekt „Interko2 – Integriertes Wohnflächenkonzept in großstädtischen Wachstumsräumen“ verfolgt das Ziel, in einem kooperativen Beteiligungs- und Kommunikationsprozess die Interessen der Umlandgemeinden mit den Entwicklungserfordernissen wachsender Großstädte in Einklang zu bringen. Unter der Regie des Leibniz-Instituts für Länderkunde wird zunächst in der Region Leipzig-Halle ein leistungsfähiges Monitoring-System aufgebaut. Daten zu Entwicklungstrends auf Ortsteilebene, etwa zu Zu- und Wegzügen, sollen als Planungsgrundlage zukünftig regelmäßig erfasst und visualisiert den Landkreisen und Kommunen zur Verfügung stehen. Aussagekräftige Indikatoren werden dabei helfen, kleinräumige Entwicklungserfordernisse aufzuzeigen. Weiter gilt es, Instrumente der formellen Planung wie das Zentrale-Orte-Konzept im Hinblick auf ihr Potential zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung im Stadt-Umlandbereich zu untersuchen und auf ihre Anwendbarkeit zu prüfen. Ziel des Projektes ist die Erarbeitung von Grundlagen für ein tragfähiges Wohnflächenkonzept des großstädtischen Wachstumsraums Leipzig-Halle. Damit eng verzahnt ist die Diskussion integrierter Mobilitätslösungen als wichtige Grundlage einer nachhaltigen Regionalentwicklung. In einem zweiten Schritt sollen die Ergebnisse auf die Region Jena und den Saale-Holzland-Kreis übertragen werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert das Verbundvorhaben „Interko2“ im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ mit 1,3 Millionen Euro. Das Vorhaben wird in enger Abstimmung mit dem ebenfalls vom BMBF geförderten Vorhaben „StadtLandNavi“ erarbeitet. Der Fokus des Vorhabens „StadtLandNavi“ liegt vor allem auf der Analyse der Entwicklung der Kulturlandschaft in der Region Leipzig und auf der Erarbeitung von Instrumenten zur Bewertung des Flächenpotentials als weiteren Baustein für das Wohnflächenkonzept.

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