Metropolregion Mitteldeutschland-Von Antriebstechnik bis Zweckvereinbarung: Arbeitsgruppen bringen Metropolregion voran

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Von Antriebstechnik bis Zweckvereinbarung: Arbeitsgruppen bringen Metropolregion voran

28.03.2018
Klaus Papenburg, GP Günter Papenburg AG

Bis 2030 will Mitteldeutschland zu einer der attraktivsten und innovativsten Wirtschafts-, Wissenschafts- und Kulturregionen Europas werden. Auf dem Weg dorthin verfolgt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) Themen und Projekte, die Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gemeinsam voranbringen. Das Rückgrat dabei bilden die Arbeitsgruppen der EMMD, in denen Entscheidungsträger aus der mitteldeutschen Wirtschaft und Verwaltung, Wissenschaft und Kultur zusammen länderübergreifende Lösungen angehen.

Dynamisches Wachstum und hohe Lebensqualität zeichnen Mitteldeutschland seit Jahren aus. Diesen Aufwärtstrend unterstützt die Metropolregion Mitteldeutschland, indem sie Maßnahmen initiiert, die die Attraktivität der Region erhöhen, wirtschaftlich prägende Branchen in der Region stärken oder Innovationen befördern. Beispielhaft für den Erfolg steht das Industrieprojekt HYPOS, welches vom Bund mit einem Fördervolumen von 45 Millionen Euro unterstützt wird – ein Vorhaben, das aktiv durch die Arbeitsgruppe Wissenschaft und Forschung begleitet wird. Mit dem Projekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“, das den Strukturwandel im Mitteldeutschen Braunkohlerevier adressiert, hat die AG Wirtschaft und Standortentwicklung das länderübergreifende Thema zuletzt zu ihrem Schwerpunkt gemacht.

⁞⁞⁞ Foto: Klaus Papenburg, Leiter der Arbeitsgruppe Wirtschaft und Standortentwicklung und Geschäftsführer der GP Gunter Papenburg ⁞⁞⁞

„Wirtschaftliches Wachstum ist die Basis der Entwicklung unserer Region. Dies befördern wir unter anderem mit unserer jährlichen Präsenz auf Deutschlands größter Immobilienmesse EXPO REAL, wo sich die mitteldeutschen Akteure vor überregionalem Publikum präsentieren und immer wieder erfolgreich Wirtschaftsinvestoren vom Standort Mitteldeutschland überzeugen können“, erklärt Klaus Papenburg, Leiter der AG Wirtschaft und Standortentwicklung. „Auch dass der Gemeinschaftsstand der mitteldeutschen Partner Jahr für Jahr wächst, zeigt, dass sich das Format bewährt hat“, so Papenburg weiter.

Martin Buhl-Wagner, Leipziger Messe„In den Arbeitsgruppen der Metropolregion erleben wir ein ausgezeichnet Zusammenspiel von Akteuren aus Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Politik“, ist Martin Buhl-Wagner, Leiter der AG Verkehr und Mobilität überzeugt. „Im Bereich Verkehr und Mobilität hat sich dieser Ansatz bewährt. So konnten wir mit der Erstellung eines länderübergreifenden Liniennetzplans für Mitteldeutschland wichtige Impulse für die Mobilität im ländlichen Raum setzen. Und mit der von uns begleiteten Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg zwischen Halle und Leipzig fördert die Metropolregion nicht nur einen umweltgerechteren Verkehr, sondern auch das Zusammenwachsen der Region“, sagt Buhl-Wagner. Mit der Elektromobilität setzt die AG einen weiteren Schwerpunkt und wirbt für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Mitteldeutschland.

⁞⁞⁞ Foto: Martin Buhl-Wagner, Leiter der Arbeitsgruppe Verkehr und Mobilität und Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH ⁞⁞⁞

Auch als touristische Destination soll Mitteldeutschland zunehmend an Bedeutung gewinnen. Dabei setzt die Metropolregion verstärkt auf Industriekultur. Mit der Erarbeitung gemeinsamer Handlungsleitlinien zur Industriekultur für Mitteldeutschland zielt die AG Kultur und Tourismus der EMMD darauf ab, der mitteldeutschen Politik und beteiligten Akteuren ein Instrument an die Hand zu geben, um das Thema in den drei Ländern noch stärker zu befördern. Für 2020/21 ist zudem eine länderübergreifende Veranstaltung zur Industriekultur angedacht. Alle UNESCO-Welterbestätten und Orte des Europäischen Kulturerbe-Siegels in Mitteldeutschland erstmals gebündelt auf einer Online-Plattform darzustellen, war ein weiteres Vorhaben, das die AG erfolgreich umsetzte. Eine eigene Projektgruppe zu Gewässerlandschaft unterstützt zudem die Ausrichtung der 2020 in Leipzig stattfindenden World Canals Conference.

Den demografische Wandel und die damit verbundenen Herausforderungen für Mitteldeutschland konnte die Metropolregion 2016 auf die Agenda 200 mitteldeutscher Akteure setzen: als Schwerpunktthema ihrer Jahreskonferenz. Federführend hierbei war die AG Demografie und Bildung, die sich mit ihrer Arbeit dafür einsetzt, Mitteldeutschland für Fachkräfte – Rückkehrer als auch Zuzügler – attraktiver zu machen. Unter dem Dach der AG hat 2017 auch die Projektgruppe MINT Mitteldeutschland ihre Arbeit aufgenommen. Ein erstes Vorhaben ist die Erstellung einer Plattform, die sämtliche MINT-Angebote in Mitteldeutschland zusammenführt.

Seit 2016 setzt sich die AG Wissenschaft und Forschung dafür ein, Mitteldeutschlands Profil als Wissenschaftsregion weiter zu schärfen – mit erstem Erfolg: Für ihr Vorhaben, die Hochschulentwicklungspläne länderübergreifend zu harmonisieren, wurde der Gruppe nach einem Gespräch mit der sächsischen Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange Unterstützung durch die Politik zugesichert.  

Über die Arbeitsgruppen

Unter dem Dach der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) gibt es derzeit fünf Arbeitsgruppen: Wirtschaft und Standortentwicklung, Wissenschaft und Forschung, Verkehr und Mobilität, Kultur und Tourismus sowie Demographie und Bildung. Mitglieder dieser AGs sind Entscheidungsträger und interessierte Akteure aus öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft in der Region. Die Leitungen der Arbeitsgruppen sind prominent besetzt und umfassen zahlreiche Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der EMMD. In den einzelnen Arbeitsgruppen haben sich wiederum Projektgruppen gegründet, die sich spezifischen Themen widmen. Mit den Mitgliedern aller Arbeits- und Projektgruppen umfasst das Netzwerk der für die Ziele der Metropolregion Wirkenden ca. 350 Personen.

ORGANIGRAMM Arbeitsgruppen AGs

Zitate

Prof. Dr. Walter Rosenthal
Friedrich-Schiller-Universität Jena

"Die Friedrich-Schiller-Universität Jena ist, wie ihre Partner in Halle und Leipzig, ein Motor der Wissenschafts- und Wirtschaftsentwicklung und ein bedeutender internationaler Akteur. Unser Beitritt stärkt nun auch die Metropolregion Mitteldeutschland, wie diese uns."

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