„Die FEO ist einer der zentralen Wasserversorger Deutschlands und beliefert als Vorversorger lokale Anbieter sowie Industriepartner in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. In einem Versorgungsgebiet von rund 9.000 km² sichert sie die Trinkwasserversorgung für etwa 2,5 Millionen Menschen täglich.
Seit ihren Anfängen im 19. Jahrhundert steht die FEO für Versorgungssicherheit im Wandel der Zeit. Heute verbindet sie Erfahrung mit Innovationskraft und setzt auf nachhaltige Infrastruktur, Ressourcenschutz und resiliente Systeme. Mit drei Wasserwerken, einer täglichen Kapazität von bis zu 340.000 m³ Trinkwasser pro Tag und der Erzeugung von über 8.500.000 kWh in 2023 leistet sie einen Beitrag für eine zukunftsfähige Region.
Zum 60-jährigen Jubiläum haben wir mit der FEO gesprochen. Im Fokus: Zusammenarbeit, Verantwortung und die Frage, wie wir gemeinsam die Zukunft der Versorgung in unserer Region sichern.“
Wie nutzen Sie die Mitgliedschaft in der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland und in welche Projekte/Themen bringen Sie sich aktiv in den Verein ein?
„Wir nutzen die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland als starkes Netzwerk, um Zukunftsthemen wie eine nachhaltige Infrastrukturentwicklung, die Gewährleistung von Versorgungssicherheit mit Blick auf klimatische Veränderungsprozesse sowie die regionale Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung betreffend gemeinsam voranzubringen.“
Hat sich durch die Mitgliedschaft etwas konkret verändert – etwa neue Kooperationen, Kontakte oder Perspektiven?
„Den meisten Unternehmen der mitteldeutschen Industrie und Wirtschaft ist bewusst, dass die zuverlässige Wasserversorgung existenziell für die Standortentwicklung und damit auch für Innovationen in der Region ist. Durch die Mitgliedschaft in der Metropolregion Mitteldeutschland sind die Wege kurz, wenn auf dem Weg von einer Idee zu einem konkreten Vorhaben die fachliche Expertise oder die konstruktiv-kritische Perspektive bestimmter regionaler Wirtschaftakteure gefragt ist.“
Ihr 60-jähriges Jubiläum steht für Kontinuität und Erfahrung. Warum ist es aus Ihrer Sicht gerade für etablierte Unternehmen wichtig, sich in regionalen Netzwerken wie der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland aktiv einzubringen?
„Erfahrung verpflichtet: Als Unternehmen mit 60 Jahren Historie gestalten wir die Region aktiv mit – dabei haben wir von Anfang an auf Zusammenarbeit mit standortnahen Partnern, von der Elbaue bis in den Ostharz, gesetzt.
Stabile und vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen, eine bemerkenswerte Reichweite und dadurch verlässlicher Rückhalt für Ressourcenschutz-, Innovations- und Investitionsprojekte, die letztlich allen Menschen in der Region zu Gute kommen – dafür lohnt sich das Engagement unserer Kollegen in den Fachgruppen der Metropolregion Mitteldeutschland.“
Wenn Sie 60 Jahre Erfahrung in einem Satz zusammenfassen müssten: Was braucht eine Region, um auch in der Zukunft versorgt zu sein?
„Drei Aspekte sind hier essenziell: Politische Entscheidungen, die Versorgungsunternehmen ermöglichen und sie darin unterstützen, ganzheitlich resiliente und sichere Systeme zu schaffen, zu schützen und instand zu halten.
Eine engagierte Gesellschaft, deren Mitglieder von Kindesbeinen an bewussten und umweltschonenden Verbrauch praktizieren und kritisch hinterfragen, wie nachhaltig Ressourcen genutzt und geschützt werden.
Menschen, wie unsere Mitarbeitenden, die 24/7 aus einer inneren Motivation heraus alles dafür tun, dass man sich hier keine Sorgen um die Daseinsvorsorge machen muss.“
Was sind die Pläne und Ziele Ihres Unternehmens für 2026 und darüber hinaus und wo sehen Sie dabei speziell Perspektiven für die Zusammenarbeit mit und in der Metropolregion Mitteldeutschland?
„Wir feiern in diesem Jahr mit unseren Kolleginnen und Kollegen, Kunden und Partnern 60-jähriges Betriebsjubiläum. Wir sagen allen, die uns bis hierher begleitet haben und die aktuell mit uns zusammenarbeiten, herzlich ,Danke!‘. Gemeinsam realisieren wir seit Jahrzehnten unsere Mission ,Kein Tag ohne Wasser‘ – und schreiben diese Erfolgsgeschichte auch in Zukunft weiter fort.“
Wir bedanken uns herzlich für das Interview bei dem Geschäftsführer Jan Wollenberg, das Engagement der FEO seit 2023 und freuen uns auf die gemeinsame Weitergestaltung unserer Region.
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