Trotz eines wirtschaftlich und geopolitisch herausfordernden Umfelds während des Befragungszeitraums bewerten 69 Prozent der Befragten ihre persönliche Lebenssituation positiv und vergeben die Schulnoten 1 bis 3. Gegenüber dem Vorjahr ist dies zwar ein leichter Rückgang (2025: 73 Prozent), dennoch bleibt die persönliche Zufriedenheit der Menschen im mitteldeutschen Revier auf einem hohen Niveau. Auch die Lebensqualität in der Region wird weiterhin mehrheitlich positiv eingeschätzt: 68 Prozent der Befragten zeigen sich damit zufrieden. Im Vorjahr lag dieser Wert bei 75 Prozent.
Sichtbare Veränderungen stärken den Optimismus
Besonders deutlich wird der Zusammenhang zwischen der Wahrnehmung des Strukturwandels und der Einschätzung der Zukunftsperspektiven des Reviers. Während 59 Prozent derjenigen optimistisch in die Zukunft blicken, die bereits Strukturwandel in ihrer Region wahrnehmen, sind es bei denjenigen, die bislang keinen Strukturwandel erkennen, lediglich 36 Prozent. Gleichzeitig blickt in dieser Gruppe mit 59 Prozent die Mehrheit pessimistisch auf die Zukunft des Reviers.
Die Ergebnisse zeigen damit, dass die Wahrnehmung konkreter Veränderungen ein wichtiger Faktor für die Einschätzung der Zukunftsperspektiven der Region ist. Menschen, die den Strukturwandel in ihrer Region wahrnehmen, blicken deutlich positiver auf die Zukunft des Reviers als diejenigen, die bislang keine entsprechenden Veränderungen erkennen.
Rück- und Ausblick auf Entwicklungen des Reviers bleiben verhalten
Während die persönliche Lebenssituation positiv bewertet wird, bleibt der Rückblick auf die Entwicklung der Region deutlich verhaltener. 21 Prozent der Befragten geben an, dass sich die Situation im mitteldeutschen Revier in den vergangenen fünf Jahren verbessert habe (2025: 23 Prozent). Demgegenüber stehen 31 Prozent, die eine Verschlechterung wahrnehmen (2025: 30 Prozent). 36 Prozent bewerten die Entwicklung der Region als unverändert.
Auch der Blick in die Zukunft fällt skeptischer aus als in den Vorjahren. 42 Prozent der Befragten sehen der Entwicklung des mitteldeutschen Reviers optimistisch entgegen. Gleichzeitig überwiegt mit 47 Prozent der Anteil derjenigen, die pessimistisch auf die Zukunft der Region blicken.
Strukturwandel bleibt eine Kommunikationsaufgabe
Weitere Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Menschen die Notwendigkeit des Strukturwandels weiterhin mehrheitlich anerkennen. So halten 56 Prozent der Befragten einen grundlegenden Wandel der Region für notwendig.
Zugleich fällt die Bewertung des Strukturwandels deutlich positiver aus als noch im Vorjahr. 39 Prozent zeigen sich mit dem Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier zufrieden. 2025 lag dieser Wert noch bei 30 Prozent. Im gleichen Zeitraum sank der Anteil der Unzufriedenen von 49 auf 41 Prozent.
Der Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier ist ein langfristiger Prozess, der die Region bis mindestens 2038 begleiten wird. Die Ergebnisse des Mitteldeutschland-Monitors verdeutlichen, dass die Wahrnehmung konkreter Veränderungen ein wichtiger Faktor für die Einschätzung der Zukunftsperspektiven des Reviers ist. Sichtbare Projekte, Förderprogramme und Beteiligungsformate tragen dazu bei, den Wandel für die Menschen vor Ort nachvollziehbar und erlebbar zu machen. Dazu zählen beispielsweise Initiativen wie der Ideenwettbewerb REVIERPIONIER in Sachsen-Anhalt, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Gestaltung des Strukturwandels einbinden und regionale Entwicklung vor Ort sichtbar machen.
Über den Mitteldeutschland-Monitor
Die von der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland und der MAS Gesellschaft für Marktanalyse und Strategie initiierte Online-Befragung untersucht seit dem Jahr 2020 das Meinungsbild der Bevölkerung in den neun Gebietskörperschaften des Mitteldeutschen Reviers zur Entwicklung der Region, zu den Themen Energiewende, Strukturwandel und Zukunftstechnologien sowie zur Zufriedenheit mit ihrer Lebenssituation. Die Sächsische Agentur für Strukturentwicklung (SAS) und das Referat 29 „Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier und Koordinierungsstelle für Förderpolitik“ der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt unterstützen das Projekt als Partner und wichtigen Informationsbaustein und Beteiligungsformat für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier.
Für die 7. Auflage der repräsentativen Online-Umfrage wurden vom 19. März bis 30. März 2026 insgesamt 2.103 Personen in Leipzig, Halle (Saale) und den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Saalekreis, Leipzig, Mansfeld-Südharz und Nordsachsen befragt. Die Ergebnisse sind unter www.mitteldeutschland-monitor.de abrufbar.
Weitere Informationen
Ergebnispräsentation 7. Welle Mitteldeutschland-Monitor (PDF)
Webseite Mitteldeutschland-Monitor
Pressekontakt:
Cathrin Ecker
Pressesprecherin
Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH
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Stefan Bischoff
Managing Director | Partner
MAS Gesellschaft für Marktanalyse und Strategie mbH
Tel.: 0175 / 584 00 19
E-Mail: sbischoff@maspartners.de
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Antonia Fritsche
Referat 34 „Öffentlichkeitsarbeit für Kultur, Medien und Strukturwandel“
Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt
Tel.: +49 391 567 6520
E-Mail: Antonia.fritsche@stk.sachsen-anhalt.de
Web: www.stk.sachsen-anhalt.de