Internationale Bioökonomie-Branche trifft sich in Halle (Saale)

16. Mai 2019
Am Montag und Dienstag dieser Woche kamen rund 200 Vertreter der internationalen Bioökonomie zur 8. International Bioeconomy Conference in Halle (Saale) zusammen. Im Mittelpunkt der Tagung standen unter anderem Fragen der Wirtschaftlichkeit und die Partnerregion Südamerika.

„Weltweit arbeiten Unternehmen und Wissenschaftler an biobasierten Materialien und Produkten sowie nachhaltigen Strategien von der Pflanzen- und Lebensmittelforschung, über Land- und Forstwirtschaft bis hin zu Chemie-, Pharma- und Biotechindustrie. Die größten Herausforderungen der Bioökonomie sind dabei aktuell die Erreichung einer wettbewerbsfähigen Kostenstruktur gegenüber fossilen Rohstoffen sowie das Upscaling auf die Massenproduktion“, erklärt Anne-Karen Beck, Sprecherin des BioEconomy Clusters. „Mit der Konferenz verbinden wir bewusst globale Themen mit regionalen Akteuren und Projekten, um den Erfahrungsaustausch und potentielle Kooperationen in der Branche zu fördern“, so  Anne-Karen Beck weiter.

Foto: Anne-Karen Beck, Sprecherin des BioEconomy Clusters​ 

Im Mittelpunkt der vier Sessions der diesjährigen Konferenz in der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaftenstanden die Themen „Sozioökonomische Fragen der Bioökonomie“, „Herausforderungen und Chancen der zuckerbasierten Bioökonomie“, „Pflanzenproduktivität für eine wachsende Bioökonomie“ sowie „Der Weg zum Erfolg mit Biotech-Produkten“. In Unterforen berichteten jeweils Teilnehmer aus Mitteldeutschland über aktuelle Vorhaben und Themen, darunter das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), die Südzucker AG und die Miltitz Aromatics GmbH sowie das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP. Mit Südamerika war in diesem Jahr erstmals eine Region außerhalb Europas Partnerregion der International Bioeconomy Conference. Über 20 Teilnehmer und Sprecher u.a. aus Brasilien, Chile, Kolumbien und Costa Rica berichteten und diskutierten mit den Tagungsteilnehmern über die jeweiligen Bioökonomie-Strategien und Forschungsschwerpunkte in ihren Ländern.

Die vom WissenschaftsCampus Halle und dem BioEconomy Cluster Mitteldeutschland unter dem Motto „Bio meets Economy – Science meets Industry“ veranstaltete Tagung zählt seit 2012 zu den wichtigsten Terminen der Bioökonomie in Deutschland und versammelt jährlich renommierte, internationale VertreterInnen aus Wissenschaft und Industrie für einen intensiven und fruchtbaren Austausch über neueste Forschungsergebnisse, Innovationen und aktuelle Entwicklungen an den Märkten. Die 9. International Bioeconomy Conference wird vom 17. Bis 18. Juni 2020 in Halle (Saale) stattfinden.

Mehr News

Programm veröffentlicht: Jetzt zum 1. Ostdeutschen Wasserstoffkongress anmelden

Das Programm für den 1. Ostdeutschen Wasserstoffkongress steht fest, die Anmeldung ist ab sofort möglich. Am 26. August 2026 laden die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und das Wasserstoffnetzwerk HYPOS nach Dresden ein. Rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden zur zentralen Wasserstoffveranstaltung Ostdeutschlands erwartet. Hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung diskutieren über den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft und die Rolle Ostdeutschlands als Wasserstoffstandort.

Die EMMD stellt vor: Unser Mitglied des Monats – die Hochschule Merseburg

Seit mehr als 30 Jahren steht die Hochschule Merseburg für praxisnahe Lehre, angewandte Forschung und regionale Wirkung. Als Zentrum für Wissenschaft und Forschung im Süden Sachsen-Anhalts ist sie fest in Mitteldeutschland verankert und leistet wichtige Beiträge zur Entwicklung der Region.