Ostdeutschland und die Macht der Krise(n)

16. Oktober 2020
Gestern fand in der Kongresshalle am Zoo in Leipzig ein exklusives Mitgliederevent der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland statt. Nach der Keynote von Prof. Dr. Joachim Ragnitz, dem stellvertretenden Leiter des ifo Instituts Dresden, in der er die Auswirkungen der Coronakrise auf Ostdeutschland detailliert nachzeichnete, bot sich bei den „Mitteldeutschen Begegnungen“ die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch und Networking unter den EMMD-Mitgliedern.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Ostdeutschland und die Macht der Krise(n)“ plädierte Prof. Dr. Joachim Ragnitz dafür, dass die Politik nicht den Fehler begehen dürfe, gleichzeitig „alte“ Strukturen zu erhalten und „neue“ Strukturen gestalten zu wollen. „Die mit der Corona-Krise begründeten Maßnahmen dieses Jahres lassen befürchten, dass diese Grundprinzipien marktwirtschaftlicher Politik nicht ausreichend beachtet werden. Wichtig ist es, die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen, Arbeitnehmern und Regionen zu erhöhen; hier ist die Politik unmittelbar gefordert, da sie die Rahmenbedingungen für das Handeln privater Akteure setzt“, erläuterte Prof. Dr. Joachim Ragnitz.

Foto: Prof. Dr. Joachim Ragnitz, stelvertretender Leiter der ifo Niederlassung Dresden | Bildnachweis: ifo Dresden

Ostdeutschlands anerkannter Wirtschaftsexperte bezog auch Stellung zu den Transformationsthemen Strukturwandel, Automobilwirtschaft und Digitalisierung. Im Anschluss an den Vortrag wurde die Möglichkeit mit Herrn Prof. Dr. Ragnitz ins Gespräch zu kommen und seine Thesen zu diskutieren, rege wahrgenommen.

Zu dem kleinen, hochkarätigen Gästekreis gehörten u.a. Vertreter der Mitgliedsunternehmen VNG AG, Leipziger Messe, S&P Ingenieure + Architekten, Goldbeck Nordost GmbH, ICL Ingenieur Consult GmbH, Kleusberg GmbH & Co. KG, GP Günter Papenburg AG, OmniGroup GmbH und Sparkasse Leipzig sowie der Mitgliedslandkreise  Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis, Landkreis Leipzig,  Nordsachsen und des Altenburger Landes. Auch Repräsentanten der Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt waren unter den geladenen Gästen.

Das Format „Mitteldeutsche Begegnungen“ war eine der ersten Veranstaltungen der Metropolregion Mitteldeutschland unter Coronaschutz-Maßnahmen und mit entsprechendem Hygienekonzept. Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland GmbH, hob in seiner Begrüßung die Bedeutung des anhaltenden Austauschs zwischen den verschiedenen Akteuren in der Region auch in Corona-Zeiten hervor. Die Mitglieder, die vor Ort waren, nahmen die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch in einem kleineren Kreis überaus positiv auf. Daher bietet die Geschäftsstelle ein weiteres exklusives Mitgliederevent am 4. November 2020 an. Unter dem Titel „Kultur & Austausch“ wird im Kunstkraftwerk in Leipzig die Industriekultur in Mitteldeutschland thematisch im Fokus stehen.

Auf Anfrage sind auch Interessenten aus dem Partnerkreis der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland zu dieser Veranstaltung eingeladen.

Foto: Mitteldeutsche Begegnungen 2020 in der Kongresshalle am Zoo | Bildnachweis: Tom Schulze 

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