Revierpartner aus deutschen Kohleregionen vernetzen sich im Rheinischen Revier

11. November 2022
In dieser Woche kamen die Revierpartner aus den vier deutschen Braunkohleregionen sowie Vertreter des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) zum Vernetzungstreffen im Rheinischen Revier zusammen. Dabei wurden dem Mitteldeutschen Revier gute Noten bei der Umsetzung des Modellvorhabens Unternehmen Revier bescheinigt.

„Der regelmäßige Austausch mit den drei anderen deutschen Braunkohleregionen Helmstedter Revier, Rheinisches Revier und dem Lausitzer Revier ist ein essentieller Bestandteil unserer Arbeit im Rahmen des Programms Unternehmen Revier. Dabei freuen wir uns besonders, dass uns die Zwischenevaluation bescheinigt hat, dass im Mitteldeutschen Revier im Förderzeitraum von 2018 bis 2020 mehr als 90 Prozent der Fördermittel in Projekten gebunden wurden und damit ein wesentlicher Teil der verfügbaren Mittel von innovativen Akteuren der Region in Anspruch genommen wurde“, erklärt Henning Mertens, Projektleiter Strukturwandel der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland.

Im Rahmen des Vernetzungstreffens stellte außerdem Prof. Dr. Sigrid Brell-Cokcan, Inhaberin des Lehrstuhls für Individualisierte Bauproduktion an der RTWH Aachen, das über Unternehmen Revier geförderte Projekt „Referenzbaustelle Campus West“ vor. Dabei handelt es sich um das erste Reallabor für Bauprozesse in Deutschland. Ziel ist es, die Integration und Untersuchung neuer Technologien im Bauwesen unter realen Bedingungen zu ermöglichen und somit die Anwendbarkeit und den Praxistransfer zu unterstützen. Der Projektträger ist die RTWH Aachen.

Mit dem Bundesmodellvorhaben „Unternehmen Revier“ leistet das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gemeinsam mit regionalen Partnern seit 2017 einen aktiven Beitrag für den Strukturwandel in den vier deutschen Braunkohleregionen. Mit den zur Verfügung stehenden Fördermitteln sollen innovative und umsetzungsorientierte Projekte zur Gestaltung des Strukturwandels gefördert werden. Ziel ist es, die Regionen bereits jetzt attraktiv für alternative Wertschöpfungsketten zu machen und die Wirtschaftskraft zu stärken. Für die Umsetzung im Mitteldeutschen Revier sind als Regionalpartner die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und als Abwicklungspartner der Burgenlandkreis verantwortlich. Seit 2017 wurden im Rahmen des Programms bereits 50 Projekte im Mitteldeutschen Revier mit insgesamt 6 Millionen Euro gefördert.

Weitere Informationen

Informationsseite „Unternehmen Revier“

Unternehmen Revier-Projekt „Referenzbaustelle Campus West“

Mehr News

Mitteldeutschland-Monitor: Stimmung im Revier hellt sich auf

Die Menschen im Mitteldeutschen Revier blicken wieder zufriedener und optimistischer auf ihre aktuelle Situation und in die Zukunft. Das ist das Ergebnis des 5. „Mitteldeutschland-Monitors“. Die repräsentative, länderübergreifende Bevölkerungsstudie ist ein gemeinsames Projekt der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland, der MAS Gesellschaft für Marktanalyse und Strategie, der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS) und der Stabsstelle Strukturwandel des Landes Sachsen-Anhalt. Die Befragung fand in diesem Jahr erstmals parallel mit dem „Lausitz-Monitor“ statt.

4. Mitteldeutscher Wasserstoffkongress: Jetzt anmelden!

Die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland und HYPOS haben das Programm des 4. Mitteldeutschen Wasserstoffkongress veröffentlicht. Ab heute ist auch die Anmeldung für die zentrale Veranstaltung der mitteldeutschen Wasserstoffwirtschaft am 28. August 2024 in Erfurt möglich.