Metropolregionen gestalten Transformation in Land und Stadt

04. Mai 2023
Vom 14. bis 16. Juni findet der 1. Bundeskongress „Tag der Regionen“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen zum Thema Transformation in der Region in Cottbus statt. Im Rahmen der Veranstaltung zeigen die elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland, wie sie unterschiedliche Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenbringen, um ländliche und städtische Räume auf Augenhöhe und zu beiderseitigem Nutzen weiterzuentwickeln.

„Metropolregionen nehmen zunehmend eine wichtige Rolle als Akteure im Transformationsprozess ein. Dabei sind sie als Vernetzungs- und Transferschnittstellen bestens geeignet, um Themen wie Digitalisierung, Energieversorgung und regionale Mobilität inhaltlich zu begleiten und als Multiplikator in die Region zu wirken“, erklärt Jörn-Heinrich Tobaben, Geschäftsführer der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH.

Foto: Jörn-Heinrich Tobaben |

So widmet sich die Metropolregion Mitteldeutschland beim 1. Bundeskongress gemeinsam mit der Metropolregion Nürnberg und der Metropolregion Nordwest dem Themenbereich Energieversorgung. Im Rahmen des Slots stellen die Vertreterinnen und Vertreter der Regionen anhand konkreter Projekte ihren Beitrag zur Transformation vor. Dabei präsentiert die Metropolregion Mitteldeutschland ihre Studie für ein länderübergreifendes Wasserstoffnetz in der Region. Die im April 2022 veröffentlichte Basisstudie sieht ein 339 Kilometer langes Netz zur Verbindung der Erzeuger und Nachfrager von grünem Wasserstoff in der Region Leipzig-Halle-Bitterfeld-Leuna-Zeitz-Chemnitz vor. Mit der jetzt geplanten Folge-Analyse ist eine Erweiterung der Trasse auf rund 900 Kilometer in Zusammenarbeit mit mehr als 50 Partnern und Unterstützern vorgesehen. Darüber hinaus präsentiert die Metropolregion Nürnberg ihren „Klimapakt2030plus“ zur schnelleren Umsetzung der Energiewende in den Bereichen Energieversorgung und Gebäudesanierung. Die Metropolregion Nordwest stellt ihr Umsetzungskonzept zum Fokusthema Energietransformation vor.

Eröffnet wird der Kongress durch Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Außerdem erwarten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis Vorträge und Diskussionsrunden in verschiedenen Themenarenen. Über Strukturförderung und nachhaltige Regionalentwicklung in den Braunkohlerevieren diskutieren Jörg Huntemann, Beauftragter für Strukturentwicklung und Abteilungsleiter im Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung, Heiko Jahn, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH, Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH und Peter Vogt, Referent der Stabsstelle „Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier“. Prof. Dr. Agnes Förster, Lehrstuhlinhaberin Planungstheorie und Stadtentwicklung an der RWTH Aachen, gibt in ihrer Keynote „Planen und Gestalten aus einer Mehrebenenperspektive“ Einblicke in den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Abgerundet wird das Programm durch weitere Formate zum Austausch und zur Vernetzung, darunter ein Marktplatz für Projekte und Initiativen sowie Exkursionen und im Lausitzer Revier.

Weitere Informationen

Anmeldung zur Teilnahme in Präsenz

Anmeldung zur Online-Teilnahme

Zum Programm der Veranstaltung

Webseite Initiativkreis Europäische Metropolregionen in Deutschland (IKM)

Mehr News

„Sind wir stark genug für KI?“: Diskussionsveranstaltung eröffnet die Preisverleihung des REVIERPIONIER 2026

Bevor am 22. August 2026 die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen REVIERPIONIER-Wettbewerbs in der Stadthalle Zerbst ausgezeichnet werden, lädt die Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau zur Diskussionsveranstaltung „Sind wir stark genug für KI?“ ein. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft, Arbeitswelt und Strukturwandel.

Mehr als zwei Millionen Euro für länderübergreifendes Mobilitätsprojekt „SMOViE“ im Mitteldeutschen Revier

Das länderübergreifende Mobilitätsprojekt „SMOViE“ im Mitteldeutschen Revier erhält rund 2,14 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm STARK. Sven Haller, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt, hat heute in Leipzig den Förderbescheid an die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) und den Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV) überreicht.