Fachveranstaltung „Systemoptimierung erneuerbarer Energien in der Landwirtschaft“ stieß auf großes Interesse

21. November 2025
Das Innovationsbündnis Anhalt e.V. (IBA e.V.) veranstaltete am 12. November 2025 erfolgreich eine Fachveranstaltung, die die Nutzungskonkurrenz verschiedener Systeme auf landwirtschaftlichen Flächen erörterte und angeregte Diskussionen hervorrief.

Wie schaffen wir den Spagat zwischen landwirtschaftlicher Produktion, Energiewende und regionaler Entwicklung? Diese Frage stand im Zentrum des diesjährigen Innovationsbündnisses, das zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus Politik, Landwirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft in Köthen zusammenbrachte. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass die Herausforderungen groß sind – die Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, aber ebenso.

Den Auftakt machten die Grußworte von Christina Buchheim, Oberbürgermeisterin der Stadt Köthen und Vorstandsvorsitzende der IBA e. V., sowie Staatssekretär Thomas Wünsch. Die Grüße des Landrates Andy Grabner wurden durch Elena Herzel von der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld mbH, übermittelt. Schon in diesen ersten Beiträgen wurde deutlich, wie relevant das Thema Nutzungskonkurrenz landwirtschaftlicher Flächen für Sachsen-Anhalt ist. Die Region steht mitten in einem Strukturwandel, der neue Konzepte verlangt und zugleich große Chancen eröffnet.

Foto: Staatssekretär Thomas Wünsch | © Jan-Henryk Richter-Listewnik

Im ersten Themenblock wurde das Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft und Energieerzeugung klar benannt. Thorsten Breitschuh vom Bauernverband Sachsen-Anhalt e.V. zeichnete die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlicher Landnutzung nach und brachte die Sicht der Landwirtschaft pointiert ein. Prof. Dr. Dieter Orzessek (Hochschule Anhalt) ergänzte die wissenschaftliche Perspektive, während Steffi Ende (Regionale Planungsgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg) die aktuellen Herausforderungen der regionalen Planungspraxis beleuchtete. Den Abschluss setzte Prof. Dr. Jörg Sauerhering (Hochschule Anhalt) mit einer Bilanzierung, die verdeutlichte, wie komplex und gleichzeitig gestaltbar nachhaltige Flächenstrategien sind.

Nach einer intensiven Austauschphase in der Pause richtete sich der Blick auf zukunftsweisende Lösungsansätze. Sebastian Dittmann (Hochschule Anhalt) stellte technologische Entwicklungen und Forschungsergebnisse aus dem Agri-PV-Zentrum der Hochschule Anhalt rund um Agri-PV vor. Gerade diese Technologie weckt derzeit große Aufmerksamkeit: Sie ermöglicht eine kombinierte Nutzung landwirtschaftlicher Flächen, steigert regionale Energieerzeugung und könnte langfristig zur Entlastung von Nutzungskonflikten beitragen. Durch den Abschlussredner Herr Dr. Lühr, von der LÜHR Landwirtschaft GbR, wurden auch Betreibersicht Chancen, aber auch Grenzen und offene Fragen klar benannt, ein wichtiger Realitätscheck, der den konstruktiven Charakter der Veranstaltung unterstrich.

Die Veranstaltung machte erneut sichtbar, wie wichtig der klare, fachliche Austausch für die Region ist. Herausforderungen wurden offen benannt, gleichzeitig zeigte sich ein starkes gemeinsames Interesse daran, neue Wege zu gehen. Genau dieser Spirit treibt das Innovationsbündnis voran.

Text: Dr. Johanna Berg 

Mehr News

Mitteldeutschland wirbt auf EXPO REAL 2026 um Investoren

Vom 5. bis 7. Oktober 2026 präsentieren sich 23 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf der Immobilien- und Standortmesse EXPO REAL in München. Neben dem attraktiven Portfolio an Greenfield-Standorten, Gewerbeimmobilien und Stadtentwicklungsvorhaben wird auch ein umfangreiches Rahmenprogramm das internationale Fachpublikum an den Gemeinschaftsstand der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland locken.

Grüne Zukunft, neue Features: TOMORROWORK bringt Karrieren in Mitteldeutschland in Bewegung

Der Fachkräftemangel trifft Mitteldeutschland hart – und das, obwohl in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen längst zukunftsfähige, grüne Industrien entstehen. Seit dem ersten Launch im Dezember 2025 zeigt die Online-Plattform TOMORROWORK, wie vielfältig, modern und sinnstiftend grüne Berufe in unserer Region sind. Um Nachwuchskräfte der Generation Z und nachhaltige Arbeitgeber noch passgenauer zusammenzubringen, geht das Projekt jetzt in die nächste Phase: Ab dem 01. Oktober 2026 verwandelt sich die reine Informationsplattform in eine interaktive Drehscheibe für echte grüne Jobs.