Die EMMD stellt vor: Unser Mitglied des Monats – die Sächsische Aufbaubank (SAB)

05. August 2026
Seit über 30 Jahren unterstützt die Sächsische Aufbaubank (SAB) Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen dabei, die Zukunft in Sachsen zu gestalten. Als Förderbank des Freistaates begleitet sie Investitionen in Wirtschaft, Infrastruktur, Innovation, Bildung, Umwelt und Wohnungsbau und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region.

Die Geschichte der Sächsischen Förderbank reicht bis in das Jahr 1991 zurück, wo sie als Teil der Landeskreditbank Baden-Württemberg Förder- und Finanzierungsaufgaben in Sachsen übernahm. Seit 1996 ist die SAB als eigenständige Förderbank des Freistaates Sachsen tätig.

Wir haben mit Dr. Katrin Leonhardt, Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank, über die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte, aktuelle Zukunftsthemen und die Bedeutung der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland gesprochen.

Gebäude der Sächsischen Aufbaubank | Quelle: Albrecht Voss

Stellen Sie die Sächsische Aufbaubank bitte kurz vor.

„Die SAB wurde 1991 gegründet und ist die Förderbank des Freistaates Sachsen. Sie unterstützt Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen bei wichtigen Zukunftsthemen in der Wirtschaft, Wohnungsbau, Infrastruktur, Bildung, Soziales und Umwelt. Dabei fördert sie u.a. Innovations- und Digitalisierungsprojekte in der Region. Zur Umsetzung ihrer Aufgaben vergibt die SAB Zuschüsse, Darlehen, Bürgschaften und Beteiligungskapital. So stärkt sie die Wirtschaftskraft und Lebensqualität in Sachsen in vielen Dimensionen.“

30+ Jahre SAB | Quelle: SAB/Anika Dollmeyer

Die SAB begleitet Sachsen seit 30 Jahren als Förderbank. Worauf blicken Sie besonders stolz zurück und welche Entwicklungen haben die SAB in den vergangenen Jahrzehnten geprägt?

„Ich bin stolz, dass die SAB seit über 30 Jahren verlässlicher Partner für Sachsen ist – besonders in Krisenzeiten wie z.B. Hochwasser oder Corona-Pandemie. Mit über 67 Milliarden Euro Förderung haben wir maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilisierung und Wachstum im Freistaat beigetragen. Die Digitalisierung unserer Prozesse ermöglicht heute eine schnelle und digitale Antragsbearbeitung – das ist wichtig für Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen. Zudem fördern wir grenzüberschreitende Projekte mit Tschechien und Polen und setzen europäische Mittel effektiv und wirksam um. Für uns gilt: Tradition verpflichtet, Zukunft gestalten wir aktiv mit.“

3) Welche Themen stehen aktuell besonders im Fokus Ihrer Arbeit? Gibt es aktuelle Projekte oder Entwicklungen, die Sie vorstellen möchten?

„Wir arbeiten daran, gemeinsam mit Politik und Wirtschaft innovative und nachhaltige Lösungen voranzutreiben. Wir fördern neben der kommunalen Infrastruktur auch gezielt Unternehmen bei Digitalisierungs- und Technologievorhaben. Dabei setzen wir verstärkt auf Finanzierungsinstrumente wie Förderdarlehen, die Investitionen hebeln und mittelständische Betriebe stärken, z.B. über unseren Sachsenkredit Universal. Ein partnerschaftlicher Austausch mit Politik, Wirtschaft, Kammern und Verbänden hilft uns, passgenaue Angebote zu schaffen und bürokratische Hürden abzubauen. So unterstützen wir den Wirtschaftsstandort Sachsen effektiv.“

 4) Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit innerhalb der Metropolregion Mitteldeutschland für die SAB und welche Themen bringen Sie ein?

„Die Zusammenarbeit in der Metropolregion Mitteldeutschland ist für uns sehr bedeutsam, weil sie länderübergreifend Innovation und Strukturwandel fördert. Mit unserer 30-jährigen Erfahrung stärken wir vor allem Projekte in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Schlüsseltechnologien wie z.B. die Bioökonomie. Durch die enge Kooperation mit Wirtschaft, Forschung und Verwaltung wird unsere Förderung wirksam und auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmt. Unsere digitale Förderinfrastruktur erleichtert für unsere Kunden die Antragstellung für Förderung. Gemeinsam treiben wir nachhaltiges Wachstum voran.“

 5) Hat sich durch die Mitgliedschaft etwas konkret verändert – etwa neue Kooperationen, Kontakte oder Perspektiven?

„Unsere Mitgliedschaft hat neue Kooperationen und Netzwerke eröffnet, die den Austausch über Grenzen und Branchen hinweg fördern. Wir profitieren von gemeinsamen Veranstaltungen und Kongressen, die Innovationsimpulse setzen und die Vernetzung von Unternehmen, Forschung und Verwaltung stärken. Gerade die länderübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht uns, Förderprogramme und Vorhaben besser zu koordinieren. Das erweitert unsere Perspektiven und macht unsere Lösungsangebote noch zielgerichteter. Insgesamt stärkt die Mitgliedschaft unser Engagement für nachhaltigen Strukturwandel in der Region.“

Was wünschen Sie sich für die Zukunft Mitteldeutschlands und welchen Beitrag möchte die SAB dazu künftig leisten – insbesondere im Rahmen der Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland?

„Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Mitteldeutschland seine Position als innovativer und nachhaltiger Wirtschaftsraum weiter ausbaut. Die SAB will als verlässlicher Partner die Umsetzung von EU-Fördermitteln erleichtern und Unternehmen sowie Kommunen bei der Projektumsetzung unterstützen. Besonders im Rahmen der Europäischen Metropolregion möchten wir die digitale Vernetzung und gemeinsame Innovationsprojekte weiter vorantreiben. Unser Ziel ist, gemeinsam neue Wachstumspfade zu erschließen und mit nachhaltigen Investitionen die Lebensqualität vor Ort zu sichern. So tragen wir zu einem starken und zukunftsfähigen Mitteldeutschland bei.“

Dr. Katrin Leonhardt | Quelle: Franziska Kestel Fotografie

Wir gratulieren der Sächsischen Aufbaubank herzlich zu ihrem Jubiläum und bedanken uns bei Dr. Katrin Leonhardt für die spannenden Einblicke sowie das Engagement innerhalb der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. Wir freuen uns darauf, die Zusammenarbeit auch künftig gemeinsam fortzusetzen.

Weitere Informationen

Jubiläumsseite Sächsische Aufbaubank

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