Online-Befragung zur Fachkräftesicherung in regionalen Unternehmen startet

05. März 2021
Erste Zwischenergebnisse der Studie „Fachkräfteentwicklung 2025+“ im Rahmen des Strukturwandelprojektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ wurden in der gestrigen Sitzung der Lenkungsgruppe präsentiert. Am Montag startet als nächster Schritt eine dreiwöchige Online-Umfrage zu den aktuellen Bedarfen und Strategien regionaler Unternehmen im Bereich Fachkräftesicherung.

„Mit der Studie untersuchen wir die aktuelle und zukünftige Fachkräftesituation in der Region, um praxisnahe Lösungsansätze für den zukünftigen Fachkräftebedarf der regionalen Unternehmen zu entwickeln. Die jetzt präsentierten Zwischenergebnisse zeigen, wie dringend das Thema in einzelnen Regionen und Branchen bereits heute ist“, erklärt Henning Mertens, Handlungsfeldmanager „Wertschöpfung und Innovation“ der Metropolregion Mitteldeutschland. „Wir rufen deshalb alle Unternehmen und Netzwerke in der Region dazu auf, an der von der Prognos AG und die index-Gruppe in unserem Auftrag durchgeführten Online-Umfrage zu beteiligen, um eine möglichst umfassende Datenbasis für die Studie zu erhalten“, so Henning Mertens weiter.

Laut den gestern präsentierten Zwischenergebnissen der Studie „Fachkräfteentwicklung 2025+“ ist die Anzahl der ausgeschriebenen Stellenangebote in der Innovationsregion Mitteldeutschland in den vergangenen fünf Jahren um durchschnittlich 11 Prozent jährlich gewachsen.  Besonders groß war das jährliche Wachstum bei der Arbeitskräftenachfrage seit 2015 im Burgenlandkreis (31 Prozent), im Altenburger Land (24 Prozent) und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld (22 Prozent). In diesen Regionen ist die Fachkräftesituation bereits jetzt angespannt.

Dieser Trend wird sich bis 2040 aufgrund der teilweise deutlichen Rückgänge bei der erwerbsfähigen Bevölkerung weiter verschärfen. So sinkt die Anzahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in der Gebietskulisse der Innovationsregion Mitteldeutschland in den kommenden 20 Jahren zwischen -30 Prozent (Mansfeld-Südharz) und -13 Prozent (Landkreis Leipzig). Allein die beiden Oberzentren Leipzig und Halle (Saale) können mit 14 bzw. 3 Prozent ein moderates Wachstum bei der Zahl der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte verzeichnen. Angesichts dieser demografischen Entwicklung wird sich der Fachkräftemangel in großen Teilen der Innovationsregion Mitteldeutschland weiter verschärfen, wenn nicht entsprechende Aktivitäten zur Fachkräftesicherung unternommen werden.

Ab kommenden Montag findet im Rahmen der Studien eine dreiwöchige Online-Umfrage für die Bestandsaufnahme der aktuellen Bedarfe und Handlungsansätze der regionalen Wirtschaft im Bereich Fachkräftesicherung statt. Dazu werden regionale Unternehmen aller Branchen und Unternehmensgrößen durch die beauftragten Dienstleister Prognos AG und index Gruppe eingeladen.

Die kompletten Ergebnisse der Untersuchung „Fachkräfteentwicklung 2025+“ werden im 3. Quartal 2021 veröffentlicht. Die Studie ist eine von rund 25 regionalwirtschaftlichen Untersuchungen des Strukturwandelprojektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“. In dessen Rahmen entwickelt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland gemeinsam mit den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis und den Städten Halle (Saale) und Leipzig neue Strategien und Projekte für Innovation und Wertschöpfung, um den Strukturwandel in der Region aktiv zu gestalten. Das Vorhaben wird im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) durch den Bund, den Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und den Freistaat Thüringen gefördert.

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