31 Teams im Rennen um Clusterpreise beim IQ 2023

14. April 2023
In den vergangenen Wochen wählten die Cluster-Jurys unter den 128 Bewerbungen für den diesjährigen IQ Innovationspreis Mitteldeutschland die Short-List mit den besten Innovationen aus. Unter den 31 nominierten Teams werden in der nächsten Juryphase die Erst- und Zweitplatzierten in den fünf mitteldeutschen Clustern ermittelt.

„Die besten 31 Bewerbungen des diesjährigen IQ-Wettbewerbs belegen die enorme Innovationskraft und Kreativität der Startups, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Region. Dabei adressieren die bearbeiteten Themen sowohl gesellschaftliche Herausforderungen, wie Kreislaufwirtschaft und den Einsatz Erneuerbarer Energien als auch aktuelle technologische Trends wie Robotik, Cybersicherheit sowie das Internet of Things. Wir freuen uns auf die anstehenden Cluster Elevator Pitches und die damit einhergehenden anregenden Diskussionen unserer Fachjurys bei der Wahl der Clustersieger“, erklärt IQ-Projektleiterin Hanka Fischer.

Die Nominierten im Cluster Automotive sind die Leipziger GLOWWING GmbH & Co. KG mit ihrer dMLA-Lösung für ultrakompakte Fahrzeugbeleuchtung, die plasmotion GmbH mit Sitz in Freiberg mit „JETPEP“ – Jet-Plasmapolieren für die präzise Metallveredelung, die Dresdner PowerON GmbH mit der Technologie, Roboter mit einem Tastsinn auszustatten, die Deutsche Telekom Professur für Kommunikationsnetze der Technischen Universität Dresden mit „RoboSphere“ – einer völlig neuen Art der Kommunikation zwischen Maschinen, das Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit der „Gießkelle 4.0“ – der Entwicklung eines digital erfassbaren Gießereiwerkzeugs sowie das Institut für Intelligente Kooperierende Systeme der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit der automatischen Programmierung von Industrierobotern.

Zu den ausgewählten Bewerbungen im Cluster Chemie/Kunststoffe zählen die Dresdner CREDOXYS GmbH mit ihrer organischen Redox-Technologie für Displays, Solarzellen und Energiespeicher, die enaDyne GmbH aus Freiberg mit der gleichnamigen Plasmatechnologie zur Verringerung von Emissionen, die NanoFract UG (haftungsbeschränkt) aus Magdeburg mit innovativen Mahltechnologie für Nano- und Mikropulverherstellung, die Markkleeberger FUSE Composite by SachsenLeinen GmbH mit „Fuse Micro Tapes“ – natürlichen Fasern für nachhaltiges Composite-Produktdesign, das Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS mit dem direkten Laserschreiben von Mikrolinsen für polymerbasierte Hochleistungsoptiken sowie die Technische Universität Dresden mit ihrer Innovation „Customised Connective Cores“ – einem neuen Befestigungskonzept für Leichtbauplatten.

Im Cluster Energie/Umwelt/Solarwirtschaft pitchen folgende Bewerber um den Sieg: die Magdeburger Inflotec GmbH mit ihren Anlagen zur nachhaltigen Wasseraufbereitung und -förderung, die Wattando GmbH aus Dresden mit einer sicheren Steckersolar-Lösung zum Einspeisen lokal erzeugten Stroms ins Hausnetz, die Nordhäuser Maximator Hydrogen GmbH mit ihrer Innovation „MAX Compression 2.0“ – einer hocheffizienten Wasserstoff-Verdichtung ohne Zwischenspeicherung,  die Moosaik UG (haftungsbeschränkt) aus dem sachsen-anhaltischen Schönebeck mit stoffwechselaktiven Fassadenpaneelen zur Schadstofffilterung, die Jenaer mi2-factory GmbH mit einer neuartigen Ionenimplantationsanlage „EFIITRON“ zur Fertigung von Leistungshalbleiterbauelementen der nächsten Generation, die SOLAR MATERIALS GmbH aus Magdeburg mit ihrem neuen Ansatz zum energieeffizienten Recycling von Solarmodulen sowie die Intelligent Firefighting Solutions UG (in Gründung) aus dem sachsen-anhaltischen Möser mit „FoamGiant“ – einer innovativen Schaumkanone zur Waldbrandbekämpfung.

Im Cluster Informationstechnologie qualifizierten sich insgesamt sechs Kandidaten für die nächste Jurystufe: die Leipziger Increase Your Skills GmbH mit „KOMM-STARTER®“ zur Verbesserung der Cybersicherheit in Kommunalverwaltungen, die anabrid GmbH aus Berlin mit der Entwicklung eines analogen Computers auf einem Chip, der sich in einen digitalen Computer integrieren lässt, die Dream Machine GmbH aus Leipzig mit ihrem gleichnamigen sozialen Netzwerk, das intelligente Kommunikationsstrukturierung und Projektmanagement ermöglicht, die Healyan GmbH aus dem thüringischen Barchfeld-Immelborn mit „Strobes“ – einer innovativen lichttherapeutischen Brille, die Leipziger Flowplace GmbH mit einer Plattform, um ungenutzte Potentiale in Organisationen sichtbar zu machen sowie die Peeriot GmbH aus Magdeburg, die mit „PeerIoT“ erstmals die Themen peer-to-peer und IoT verknüpft und Geräte dezentral miteinander verbindet.

Im Cluster Life Sciences stehen folgende Innovatoren im Wettbewerb: die PRAMOMOLECULAR GmbH aus Gera mit einer Technologie, die krankheitsverursachende Proteine herunterreguliert, die Jenaer FluIDect GmbH mit ihren freischwimmenden Mikrosensoren zum Nachweis von Mikroorganismen in Produktionsanlagen, die Anvajo GmbH aus Dresden mit „handheld Fluidlab“ – einer innovativen Labordiagnostik, die zu jeder Zeit und an jedem Ort angewendet werden kann, die Leipziger greenhub solutions GmbH mit digitalen Zwillingen für autonome Gewächshäuser, die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit einer einfachen und skalierbaren Synthese von Pflanzen-basiertem Cholesterol in GMP-Qualität sowie die Xsight Optics GmbH mit Sitz in Jena mit ihrer Innovation „Xsight Medical“ – einem tragbaren Sensorsystem zur kontaktlosen Messung mehrerer Vitalparameter.

Neben der Aussicht auf die Clusterpreise haben fünf der Finalisten-Teams in diesem Jahr erstmals die Chance, ihre Innovationen zusätzlich im Rahmen des MACHN-Festivals am 28. und 29. Juni zu präsentieren. Die Teilnahme am Startup-Event rund um Tech, Kunst und Unternehmertum mit mehr als 2.000 Gästen in Leipzig ermöglicht den Gründerinnen und Gründern überregionale Sichtbarkeit und bringt sie ins Gespräch mit Akteuren der Innovationsbranche. Die Auswahl der Teams erfolgt durch die Organisatoren des Festivals.

Im Rahmen des IQ-Wettbewerbs nehmen die 31 Teams im nächsten Schritt an den Cluster Elevator Pitches teil, die bis zum 28. April stattfinden. Aus dem Kreis der Präsentierenden werden jeweils der Erst- und Zweitplatzierte in den fünf mitteldeutschen Clustern ermittelt. Diese werden zum Elevator Pitch am 16. Mai 2023 eingeladen, bei dem eine branchenübergreifende Jury den Gesamtsieger des diesjährigen IQ-Wettbewerbs bestimmt. Die jeweiligen Erst- und Zweitplatzierten der Cluster, der Gesamtsieger des diesjährigen IQ-Wettbewerbs sowie die Sieger der städtischen IQ-Wettbewerbe in Halle (Saale), Leipzig und Magdeburg werden im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 22. Juni 2023 im Zündmagnet Wurzen bekanntgegeben.

Weitere Informationen

Webseite IQ Innovationspreis Mitteldeutschland

Webseite MACHN 23 – Festival for Tech, Business & Art

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