Finalisten des IQ Innovationspreis 2019 stehen fest

18. April 2019
In den vergangenen Wochen wählten die Cluster-Jurys unter den 155 Bewerbungen für den diesjährigen IQ Innovationspreis Mitteldeutschland die Short-List mit den besten Innovationen aus. Unter diesen 27 Teams werden nun die Erst- und Zweitplatzierten der Cluster und der Gesamtsieger des diesjährigen Wettbewerbs ermittelt.

„In allen Clustern verzeichnen wir in diesem Jahr einen sehr hohen Anteil an Hightech-Innovationen, die sich durch einen großen technologischen Vorsprung gegenüber bisher marktüblichen Lösungen auszeichnen. Aufgrund des insgesamt sehr hohen Innovationsgrades der Bewerbungen entscheiden in den Jurysitzungen oft nur Details über die Nominierung als Finalist“, erklärt IQ-Projektleiterin Hanka Fischer. Ein weiteres Merkmal des diesjährigen IQ-Wettbewerbs sei die ausgewogene Mischung aus Start-ups, etablierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Hier zeigt sich auch die positive Strahlkraft der mitteldeutschen Wissenschafts- und Forschungsstandorte Chemnitz, Dresden, Leipzig, Jena und Magdeburg auf die gesamte Innovationsregion“, so Hanka Fischer weiter.

Foto: Hanka Fischer, Projektleiterin des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 

In den fünf mitteldeutschen Clustern prüfte jeweils eine Jury von Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die eingereichten Bewerbungen auf ihren Innovationsgrad und die vorhandenen Marktpotenziale. Parallel bewerteten die drei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Deloitte, Ernst & Young und KPMG die Bewerbungen nach wirtschaftlichen Faktoren. Das Ergebnis ist die jetzt feststehende Shortlist mit den 27 Bewerbern des 2019er IQ-Jahrgangs.

Zu den ausgewählten Bewerbungen im Cluster Automotive gehören die TU Dresden mit einem Verfahren zur signifikanten Senkung des Verbrauchs von Kraftfahrzeugen, die DENKweit GmbH aus Halle (Saale) mit einer kontaktlosen, ortsaufgelösten Analyse von elektrischen Strömen für die Massenfertigung, die Soplain GmbH aus Sülzetal mit ihrem ACS-Verfahren zur energiesparenden Stromaushärtung von Sandkernen sowie die Hallenser Twinner GmbH mit dem gleichnamigen „Autoscanner der Zukunft“.

Im Cluster Chemie/Kunststoffe stehen folgende Innovatoren im Wettbewerb miteinander an: die TU Chemnitz mit der Innovation „3D-Multimaterialdruck für Antriebe in der Elektromobiliät“, die Jenaer Heyfair GmbH mit einem temporär sichtbarem Desinfektionsmittel, die METROM Mechatronische Maschinen GmbH aus Hartmannsdorf mit einem High-Speed-Verfahren zur Herstellung von Kunststoffbauteilen sowie die ThermHex Waben GmbH aus Halle (Saale) mit einem neuartigen Sandwichmaterial für den Fahrzeugbau.

Die Nominierten im Cluster Energie/Umwelt/Solarwirtschaft sind die TU Chemnitz mit ihrem multifunktionalen Fassadensystem aus naturfaserverstärktem Kunststoff und Wellpappenkern, die Chemnitzer EcoSyst GmbH mit dem EcoSyst-Klimaelement – zum energiearmen Kühlen unter Taupunkt sowie die Silicon Products Bitterfeld GmbH &Co.KG aus Bitterfeld-Wolfen mit einem neuen Verfahren zur Silizium-Waferfertigung. Darüber hinaus sind die WTZ Roßlau gGmbH aus Dessau-Roßlau mit dem Zero-Emission-Kreislaufmotor zur Rückverstromung von grünem Wasserstoff, die Katronic AG & Co. KG aus Wernigerode mit einem eingriffsfreien Ultraschalldurchflussmesser für Gase sowie die Hamburger Breeze Technologies UG mit einer Plattform zur automatischen Auswertung von Luftqualitätsdaten im Kreis der 27 Besten vertreten.

Im Cluster Informationstechnologie sind die folgenden Bewerber pitchen folgende Bewerber um den Clustersieg: die BrainPlug GmbH & Co. KG aus Braunschweig mit der intelligenten Sicherheitsplattform „BrainPlug Spotlight“, die Chemnitzer Prismade Labs GmbH mit der Innovation „Printed Smart ID“ für interaktive Druckprodukte, die Leipziger The SQLNet Company GmbH mit der Machine Learning Software „AutoSQL“, die Magdeburger specOculus GmbH mit einer Lösung für spektrale Analysen mit dem Smartphone, die zollsoft GmbH aus Jena mit „intellipix“, einer Software für die Organisation zwischen dermatologischen Arztpraxen und Patienten sowie  – ebenfalls aus Jena – das Start-up epicinsights mit der modularen Predictive-Analytics-Plattform „epicAi“.

Im Cluster Life Sciences qualifizierten sich insgesamt sechs Kandidaten: die Leipziger Zellkraftwerk GmbH mit der Innovation „ChipCytometrie“ zur verlustfreien Langzeitlagerung von PBMC-Proben, die Lab-on-Fiber GmbH aus Halle (Saale) mit smarten, medizinische Lasersonden für die minimal-invasive Chirurgie und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit EasyJector, einem Kontrastmittelinjektor für die bildgebende Diagnostik. Außerdem die TU Dresden mit der „Integrierten Implantattechnologie für multimodale Hirnschnittstellen“ (IntegraBrain), das Dresdener Start-up IN HARMONY mit einer Software-Lösung für Tinnitus-Betroffene sowie das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (HKI) mit einem neuen Tuberkulose-Antibiotikum.

Die Finalisten des IQ Innovationspreis Mitteldeutschland 2019 nehmen an den Cluster Elevator Pitches teil, die nun bis zum 9. Mai stattfinden werden. Aus dem Kreis der Präsentierenden werden jeweils der Erst- und Zweitplatzierte in den fünf mitteldeutschen Clustern ermittelt. Diese werden dann zum Elevator Pitch am 23. Mai 2019 eingeladen, um unter ihnen den Gesamtsieger des diesjährigen IQ-Wettbewerbs durch eine branchenübergreifende Jury zu bestimmen. Die jeweiligen Erst- und Zweitplatzierten der Cluster sowie der Gesamtsieger des diesjährigen IQ-Wettbewerbs werden im Rahmen der Preisverleihung am 27. Juni 2019 im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli der Universität Leipzig bekanntgegeben.

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