Metropolregionen diskutieren über Energiewende

29. Oktober 2021
Gestern und heute kamen die Vertreter der elf deutschen Metropolregionen auf Einladung der Metropolregion Rheinland zu ihrer Herbsttagung in Köln zusammen. Im Mittelpunkt der 60. IKM-Tagung stand die Rolle von Metropolregionen bei der Energiewende.

„Durch die unmittelbare Betroffenheit als Standorte von Braunkohletagebauen kommt den Metropolregionen Mitteldeutschland und Rheinland eine besondere Rolle bei der Umsetzung der Energiewende zu. Gleichzeitig bieten die mit dem Kohleausstieg verbundenen Transformationskompetenzen die Chance, zum Vorreiter unter den deutschen Metropolregionen zu werden. Denn angesichts des demografischen Wandels, der Digitalisierung und der Energiewende stehen auch andere Bereiche unserer Wirtschaft und Gesellschaft vor einem tiefgreifenden Strukturwandel“, erklärt Jan Opitz, Projektmanager bei der Metropolregion Mitteldeutschland.

Unter dem Titel „Wie gehen Metropolregionen mit der Energiewende um?“ berichteten Vertreter der Metropolregionen Rheinland und Mitteldeutschland auf der Herbsttagung des Initiativkreises der Europäischen Metropolregionen in Deutschland (IKM) über Projekte und Erfahrungen im Rahmen des Braunkohleausstiegs und des damit verbundenen Strukturwandels. In seinem Vortrag über das Mitteldeutsche Revier stellte Jan Opitz den aktuellen Stand des Strukturwandelprojektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“, die Ergebnisse der bereits vorliegenden Strukturwandel-Studien sowie die Aktivitäten der Metropolregion Mitteldeutschland und des Wasserstoffnetzwerkes HYPOS vor. Die Metropolregion Nürnberg beteiligte sich am Schwerpunktthema mit einem Beitrag über ihre Aktivitäten zu den Themen Klimapakt und Klimafonds.

Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen über die Fortführung und Weiterentwicklung des Online-Tools zum Monitoring der deutschen Metropolregionen auf der IKM-Webseite. Außerdem berichtetet der Arbeitskreis Europa des IKM über aktuelle Themen aus Brüssel, darunter der Beteiligung des IKM an der Konferenz zur Zukunft Europas, einem bis Frühjahr 2022 laufendem Beteiligungsformat der EU. Im weiteren Verlauf der Tagung, an der auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Dr. Keller als Gast teilnahm, wurden die bisherigen IKM-Sprecher Jakob Richter und seine Stellvertreter Ralph Schlusche und Christa Standecker wiedergewählt.

Der Initiativkreis Europäischer Metropolregionen vereint die Metropolregionen Berlin-Brandenburg, Nordwest, FrankfurtRheinMain, Hamburg, Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg, Mitteldeutschland, München, Nürnberg, Ruhr, Rheinland, Stuttgart und Rhein-Neckar. Der IKM bildet die gemeinsame strategische Plattform für die deutschen Metropolregionen, fördert den systematischen Erfahrungsaustausch sowie gemeinsame Projektbearbeitung und klärt konkrete Kooperationsmöglichkeiten ab. Er trifft sich zweimal pro Jahr jeweils in einer anderen Metropolregion. Zu den Zusammenkünften werden auch der Initiativkreis Metropolitane Grenzregionen (ImeG) und die Metropolregionen Wien, Zürich und Amsterdam eingeladen. Die nächsten IKM-Tagungen finden im Frühjahr und Herbst 2022 in Frankfurt/Main und München statt.

Weitere Informationen
Initiativkreis Europäischer Metropolregionen in Deutschland

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