Studie untersucht Potenzial von „Grünen Gasen“ in der Region

03. September 2020
Als klimaneutrale Energieträger gelten „Grüne Gase“ als unverzichtbar für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft. Die Potenziale für ihre Erzeugung und Nutzung im Mitteldeutschen Revier untersucht die jetzt gestartete Studie „Grüne Gase“ der Innovationsregion Mitteldeutschland.

„Die Region verfügt mit der schon bestehenden Wasserstoffpipeline, dem Reallabor der Energiewende in Bad Lauchstädt sowie den zahlreichen Akteuren und Netzwerken der Wasserstoffbranche über sehr gute Voraussetzungen für diese Thematik. Umso wichtiger ist es, frühzeitig die Weichen zu stellen, um „Grüne Gase“ – wie Wasserstoff oder synthetische Gase aus erneuerbarem Strom – und die damit verbundenen Technologien in dieser Region noch fester zu verankern. Mit „Grünen Gasen“ kann nicht nur die Energiewende durch die Sektorenkopplung vorangetrieben werden, sondern auch lokale und industrienahe Wertschöpfungsketten initiiert werden“, erläutert Julia Mayer, Handlungsfeldmanagerin Ressourcen der Innovationsregion Mitteldeutschland.

Foto: Julia Mayer, Handlungsfeldmanagerin „Ressourcen“ der Innovationsregion Mitteldeutschland  

Dazu wird die Studie die vorhandenen Ressourcen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen in der Region identifizieren, die einen Beitrag zur Erzeugung und Nutzung Grüner Gase leisten können.  Als Grundlage werden dafür technische und wirtschaftliche Basisdaten der gesamten Wertschöpfungskette gesammelt. Gemeinsam mit lokalen Akteuren sollen so innovative Erzeugungs- und Anwendungsbereiche bestimmt werden, um neue Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale in der Region zu generieren. Darüber hinaus wird der Aufbau eines regionalen Kompetenzzentrums „Grüne Gase“ in enger Zusammenarbeit mit Industrie, Forschung und Kommunen untersucht werden.

Die Potenzialstudie „Grüne Gase“ ist eine von zwei Langzeitstudien im Handlungsfeld „Ressourcen“ der Innovationsregion Mitteldeutschland. Mit der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH, dem Beratungsunternehmen Schultz Projekt Consult, dem Fraunhofer-Zentrum für Internationales Management und Wissensökonomie IMW und dem HYPOS Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany e.V. konnten erfahrene Projektpartner für die Erstellung der Untersuchung gewonnen werden. Die Ergebnisse werden 2021 veröffentlicht und fließen in die Erstellung des Leitbildes für den Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier ein.

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