Studien im Handlungsfeld Energie gestartet

28. August 2020
Im Juli begannen zwei Studien im Handlungsfeld Energie der Innovationsregion Mitteldeutschland. In den nächsten zwölf Monaten werden in deren Rahmen der Energieverbrauch und die Energieerzeugung der neun Gebietskörperschaften bzw. alternative Ansätze zur Wärmeversorgung nach dem Wegfall der Braunkohlekraftwerke näher untersucht.

„Die beiden Studien bilden den Auftakt für die verschiedenen zu untersuchenden Fragestellungen im Bereich Energie. Es handelt sich um sehr komplexe Themenstellungen, die erstmals in diesem Umfang, der Tiefe und mit dem explizit regionalen Bezug untersucht werden. Wir freuen uns, dass wir dafür leistungsstarke und erfahrene Partner gewinnen konnten“, erklärt Johannes Gansler, Handlungsfeldmanager Energie der Innovationsregion Mitteldeutschland.

Foto: Johannes Gansler, Handlungsfeldmanager „Energie“ der Innovationsregion Mitteldeutschland​ 

Als traditionsreicher Standort der Energiewirtschaft muss im mitteldeutschen Revier ein umfassender Umbau der Energiesysteme gelingen, damit die mit dem Kohleausstieg verbundenen klimapolitischen Ziele erreicht werden. Um künftig Entscheidungen auf der Grundlage von belastbaren Daten treffen zu können, wird das Leipziger Institut für Energie gemeinsam mit r2b energy consulting GmbH und dem DBFZ (Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH) die Energieerzeugung und den -verbrauch der neun Gebietskörperschaften der Innovationsregion Mitteldeutschland analysieren. Darüber hinaus werden in der Studie „Energiekonzept Innovationsregion Mitteldeutschland“ verschiedene Szenarien für den Verbrauch sowie die Erzeugung von Strom und Wärme bis zum Jahr 2040 sowie eine darauf basierende Treibhausgasbilanz erstellt und die dafür notwendigen Potenziale und Maßnahmen erarbeitet.
Eine zweite Studie unter dem Titel „Innovative Wärmeversorgung aus Tagebauseen (‚Seethermie‘)“, welche von der Bietergemeinschaft SEETHERMIE unter Federführung der JENA-GEOS-Ingenieurbüro GmbH erstellt wird, untersucht den Zwenkauer See hinsichtlich seiner energetischen Potenziale für eine nachhaltige Wärmeversorgung. Dabei sollen auch die technologische Machbarkeit sowie die ökologische Genehmigungsfähigkeit geklärt werden. Außerdem soll die Übertragbarkeit des Konzepts auf andere Gewässer untersucht werden. Der Start von voraussichtlich zwei weiteren Studien im Handlungsfeld Energie ist für Ende des Jahres geplant. Die gewonnenen Ergebnisse fließen in den themenübergreifenden Masterplan der Innovationsregion Mitteldeutschland ein, welcher Ende nächsten Jahres stehen soll.

Mehr News

CCUS-Initiative Ostdeutschland: Geschäftsstelle besetzt und neue Webseite online

Die CCUS-Initiative Ostdeutschland baut ihre Strukturen weiter aus. Seit dem 1. Juli hat Johannes Wege die Projektleitung übernommen. Er verantwortet künftig gemeinsam mit Projektmanager Rick Wiedersberg den organisatorischen Aufbau sowie die strategische und inhaltliche Weiterentwicklung. Im Zuge des Aufbaus der Geschäftsstelle wurde auch die Webseite umfassend überarbeitet. Sie dient nun als zentrale Informations- und Vernetzungsplattform rund um Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS).

Strohelemente: Nachhaltiges Bauen mit regionalem Rohstoff

Stroh als Baustoff? Was zunächst ungewöhnlich klingt, könnte künftig einen wichtigen Beitrag zum klimafreundlichen Bauen leisten. Das durch UNTERNEHMEN REVIER geförderte Projekt „Strohelemente“ zeigt, wie nachhaltiges Bauen künftig aussehen kann: Statt energieintensiver Baustoffe kommen vorgefertigte Wandelemente aus Stroh zum Einsatz. Der nachwachsende Rohstoff ist regional verfügbar, recycelbar und speichert CO₂.