Vier Studien zum Strukturwandel im Mitteldeutschen Revier gestartet

26. März 2021
Im Rahmen des Strukturwandel-Projektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ haben die Metropolregion Mitteldeutschland und ihre Partner vier weitere Studien zu den Themenfeldern Wertschöpfung, Energie, Mobilität und Tourismus in Auftrag gegeben.

„Die jetzt gestarteten Untersuchungen adressieren konkrete Fragestellungen der zukünftigen Regionalentwicklung im Mitteldeutschen Revier. Von den Ergebnissen erwarten wir uns neue Impulse für die Planung und Gestaltung des Strukturwandels in der Region“, erklärt Werner Bohnenschäfer, Leiter des Projektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ bei der Metropolregion Mitteldeutschland.

Die Studien befassen sich im Einzelnen mit folgenden Themen:

Pfadabhängigkeiten Braunkohlewirtschaft (Laufzeit 6 Monate)

Die Potenzial- und Risikoanalyse untersucht die Auswirkungen des Kohleausstiegs auf die Geschäftsfelder und Wertschöpfungsketten von Dienstleistern und Zulieferern der Braunkohlewirtschaft, Weiterverarbeitern von Koppelprodukten (z.B. REA-Gips) sowie auf energieintensive Unternehmen in Mitteldeutschland.

Gewässerlandschaft Nordraum (Laufzeit 8 Monate)

Ziel der Studie ist eine übergreifende Betrachtung der Gewässerlandschaft im Nordraum des Mitteldeutschen Seenlandes mit den Schwerpunktthemen Tourismus/Naherholung und Lebensqualität unter besonderer Beachtung des Natur- und Landschaftsraumes, der Landschaftsgeschichte und der regionalen Identität.

Schieneninfrastruktur Dreiländereck (Laufzeit 7 Monate)

Durch den jahrzehntelangen Braunkohlebergbau im Dreiländereck der Landkreise Altenburger Land, Burgenlandkreis und Landkreis Leipzig wurden viele Schienenverbindungen unterbrochen. Die Studie untersucht geeignete Maßnahmen, um die schienengebundene Erreichbarkeit der Region für den Güter- und Personenverkehr zu verbessern.

aquistore (Laufzeit 9 Monate)

Im Rahmen der Studie sollen die einzigartigen Potenziale vorhandener Lockergesteins-Grundwasserleiter für eine geogene saisonale Wärme- und Kältespeicherung untersucht werden. Ziel ist die Minderung der Treibhausgasemissionen durch dezentrale Wärmeversorgungssysteme (Nahwärmenetze) auf der Basis sogenannter „kalter“ Medien.

Insgesamt 25 Studien für Strukturwandel-Strategie im Mitteldeutschen Revier 

Neben den jetzt gestarteten Untersuchungen laufen aktuell 12 weitere Bedarfsuntersuchungen, Machbarkeitsanalysen und regionalwirtschaftliche Studien in den Handlungsfeldern Wertschöpfung und Innovation, Ressourcen, Energie, Mobilität und Logistik sowie Tourismus und Kultur. Darüber hinaus werden in den kommenden Wochen die Ergebnisse der Studien „Industrie- und Gewerbeflächen“ und „Sozioökonomische Perspektiven 2040“ veröffentlicht. Die insgesamt 25 Studien bilden die empirische und konzeptionelle Basis für die geplante Strategie zur Gestaltung des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier.

Über das Strukturwandel-Projekt „Innovationsregion Mitteldeutschland“

Im Rahmen des Projektes „Innovationsregion Mitteldeutschland“ entwickelt die Europäische Metropolregion Mitteldeutschland (EMMD) gemeinsam mit den Landkreisen Altenburger Land, Anhalt-Bitterfeld, Burgenlandkreis, Leipzig, Mansfeld-Südharz, Nordsachsen und Saalekreis sowie den Städten Halle (Saale) und Leipzig neue Strategien und Projekte für Innovation und Wertschöpfung, um den Strukturwandel in der Region aktiv zu gestalten. Das Vorhaben wird im Rahmen der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) durch den Bund, den Freistaat Sachsen, das Land Sachsen-Anhalt und den Freistaat Thüringen gefördert.

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