Projekte der AG Landes- und Regionalentwicklung nehmen Fahrt auf

19. März 2021
In der vergangenen Woche kam die AG Landes- und Regionalentwicklung der Metropolregion Mitteldeutschland zu ihrer 2. Sitzung zusammen. In deren Rahmen wurden die weiteren Schritte zur Umsetzung der geplanten Radverkehrsanalyse und des „Metropolplaners“ festgelegt.

„Mit der Radverkehrsanalyse für Mitteldeutschland und dem „Metropolplaner“ konnten wir uns bereits in der 2. Sitzung auf gemeinsame, für die gesamte Region wichtige Themen verständigen und konkrete Schritte zu deren Bearbeitung beschließen“, erklärt Frank Thäger, Referatsleiter Landesentwicklungsplanung, Europäische Raumentwicklung im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt und einer der beiden Leiter der AG Landes- und Regionalentwicklung. „Darüber hinaus zeigt sich bereits jetzt, wie positiv der Wissenstransfer und der Erfahrungsaustausch zwischen den mitteldeutschen Akteuren im Bereich der Landes- und Regionalentwicklung im Rahmen der AG ist “, so Frank Thäger weiter.

Die geplante Radverkehrsanalyse für die Metropolregion Mitteldeutschland soll mittels einer flächendeckenden Erhebung des Freizeit- und touristischen Radverkehrs sowie Alltagsradverkehrs fundierte Aussagen zu Aufkommen und Zusammensetzung des Radverkehrs, zum Mobilitätsverhalten und Zufriedenheit der Nutzer sowie zu notwendigen Investitionen in die Radinfrastruktur treffen. Bereits vorhandene Landesradwegeverkehrspläne der Länder und Radverkehrskonzeptionen auf kommunaler Ebene werden in die Untersuchung einfließen.

Das Projekt „Metropolplaner“ verfolgt das Ziel des Aufbaus einer Internet-Plattform für die raumbezogene Präsentation der Planungsinhalte der Landesraumordnungspläne (LEP) von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Regionalpläne der fünf zum Gebiet der Metropolregion Mitteldeutschland gehörenden Planungsregionen. In weiteren Ausbaustufen könnten dann auch „informelle“ Planungsinstrumente wie Förderinstrumente der Ländlichen Entwicklung, der EU-Strukturförderung, der Stadt- und Regionalentwicklung sowie zum Strukturwandel in das Portal eingebunden werden.

Sowohl für die Radverkehrsanalyse als auch den Metropolplaner wird die AG zusammen mit der Geschäftsstelle der Metropolregion als nächste Schritte ein Lastenheft erstellen und die Ausschreibung vorbereiten. Beide Vorhaben werden dann jeweils im Rahmen einer Projektgruppe fortgeführt, in welcher die fachlich relevanten Akteure aus der Region vertreten sein werden.

Als weiteres, potenzielles Vorhaben der AG Landes- und Regionalentwicklung wurde in der Sitzung das Thema länderübergreifende, innovative Mobilitätskonzepte als Beitrag zur öffentlichen Daseinsvorsorge und Erhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse diskutiert. Dazu könnte als erster Schritt eine Ist-Analyse der vorhandenen Konzepte und Projekte in Mitteldeutschland erstellt werden.

Darüber hinaus informierten sich die AG-Mitglieder über aktuelle Projekte und Themen aus der Region Dazu gehörten u.a. das Vorhaben „Progressiver ländlicher Raum – Altenburger Land“, mit dem der  Landkreis neue Strategien und Kooperationsformen bei der Bewältigung von Kohleausstieg und demografischem Wandel erproben will, eine aktuelle empirica-Studie zur Kooperation von wachsenden Städten und ihrem Umland sowie der „Just Transition Fond“ (JTF) der Europäischen Kommission für die vom Kohleausstieg betroffenen Regionen. Ein weiteres Thema der Sitzung war die Vorbereitung der Jahreskonferenz 2021 der Metropolregion Mitteldeutschland, die im November in Altenburg stattfinden und sich dem Thema Landes- und Regionalentwicklung in der Region widmen wird.

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