Zukunft der Mobilität in der Metropolregion Mitteldeutschland

30. Oktober 2019
Die Initiative „Deutschland mobil 2030“ will Lösungen für die klimaschonende Mobilität der Zukunft­ entwickeln. Ein wichtiger Baustein dafür sind neue Ansätze für die Pendlermobilität, über die am 13. November 2019 Verkehrsunternehmen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung beim „Business Mobility Brunch“ im Leipzig diskutieren.

„In Deutschland pendeln werktäglich rund 11 Millionen Menschen in den Metropolen und Ballungsräumen. Entsprechend wichtig sind leistungsfähige und umweltfreundliche Lösungen für die Pendlermobilität zur Steigerung der Attraktivität von Standorten bei Unternehmen und Bewohnern. Auch in der Metropolregion Mitteldeutschland gewinnt das Thema durch die zunehmende Vernetzung der wachsenden Metropolen und ihres Umlandes an Bedeutung“, betont Christina Ruge, Handlungsfeldmanagerin Mobilität und Logistik der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH. „Das neue Dialogformat Business Mobility Brunch will deshalb regionale Akteure der Mobilitätsbranche, der Wirtschaft, Verwaltung und Politik zusammenbringen, um gemeinsam konkrete Lösungen für eine bessere Ausgestaltung der Pendlermobilität und die Ausweitung betrieblicher Mobilitätsangebote zu entwickeln“, so Christina Ruge weiter.

Foto: Christina Ruge, Handlungsfeldmanagerin Mobilität und Logistik der Metropolregion Mitteldeutschland Management GmbH

Im Rahmen des Konferenzprogramms referiert Dr. Bernd Wiegand, Oberbürgermeister der Stadt Halle (Saale) und EMMD-Vorstandsmitglied über die „Herausforderungen für die Zukunft der Mobilität in der Metropolregion Mitteldeutschland“. Metropolregions-Geschäftsführer Jörn-Heinrich Tobaben wird an einer Podiumsdiskussion mit Martin Walden, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe, Vinzenz Schwarz, Vorstand der Hallesche Verkehrs-AG und Kristian Kirpal, Präsident der IHK zu Leipzig teilnehmen. Darüber hinaus werden den Teilnehmern verschiedene best practice-Vorhaben zu den Themen Pendlermobilität und Betriebliches Mobilitätsmanagement vorgestellt. Eines davon ist das Modellvorhaben „Muldental in Fahrt“, das durch ein innovatives und kundenfreundliches Regionalbusnetz einen Paradigmenwechsel hinsichtlich der Erreichbarkeit, Mobilität und Daseinsvorsorge der Menschen im ländlichen Raum erreichen will.

Veranstalter des „Business Mobility Brunch“ im Congress Center Leipzig sind der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), der ACE Auto Club Europa, der Mitteldeutsche Verkehrsverbund (MDV), die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und die Hallesche Verkehrs-AG im Rahmen der Initiative „Deutschland mobil 2030“. Anmeldungen sind noch bis zum 8. November 2019 möglich.

Die bundesweite Initiative „Deutschland mobil 2030“ hat sich zum Ziel gesetzt, die dringend benötigten Lösungen für eine klimaschonende Mobilität der Zukunft­ in den Fokus zu rücken. Gemeinsam mit den Partnern Deutscher Städtetag, Deutscher Städte- und Gemeindebund, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, ADAC und ACE sowie zahlreichen Verkehrsunternehmen und -verbünden hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine Allianz ins Leben gerufen, die eine gesamtgesellschaftliche Debatte darüber führen will, wie Mobilität in Deutschland effizienter und umweltverträglicher gestaltet werden kann. Die Initiative will eine Diskussion über konkrete Lösungen anstoßen – damit Deutschland auch im Jahr 2030 mobil bleibt.

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