Gemeinsam für eine attraktive Region

24. Januar 2020
Eine regional abgestimmte Wohnbauflächenentwicklung und gleichzeitig ressourcenschonende Kulturlandschaftsgestaltung in der Region Leipzig/Halle sind die Ziele der Verbundprojekte „Interko2“ und „StadtLandNavi“. Eine Publikation informiert jetzt über den aktuellen Stand und die nächsten Schritte der Vorhaben.

 „Die Ausgestaltung der Kulturlandschaft mitsamt der Wohnbauflächen prägt unsere alltägliche Lebensqualität ganz entscheidend. Bei der zukünftigen Entwicklung gilt es, deren historisch gewachsene Vielfalt zu bewahren. Eine Besonderheit ist dabei die Wohnbauflächenentwicklung in unserer Region, in der Wachstum und Schrumpfung gleichzeitig erfolgen. Diese Herausforderungen bedürfen einer regionalen Perspektive, die über die eigenen Städte- und Gemeindegrenzen hinausgeht“, so Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig, Verbandsvorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Leipzig-Westsachsen und Aufsichtsratsmitglied der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland. „Mit den Projekten Interko2 und StadtLandNavi wollen wir in den nächsten Jahren mit wissenschaftlicher Unterstützung innovative Herangehensweisen erproben, um die Attraktivität unserer Region langfristig zu stärken“, so Henry Graichen weiter.

Foto: Henry Graichen, Landrat des Landkreises Leipzig, Verbandsvorsitzender des Regionalen Planungsverbandes Leipzig-Westsachsen und Aufsichtsratsmitglied der Europäischen Metropolregion Mitteldeutschland

Die beiden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadt-Land-Plus“ geförderten Verbundprojekte haben sich eine regional abgestimmte Wohnbauflächenentwicklung und gleichzeitig eine ressourcenschonende und die Lebensqualität stärkende Kulturlandschaftsgestaltung zum Ziel gesetzt. Um dies zu erreichen, wollen die Vorhaben bis zum Jahr 2023 ein Stadt-Land-Managementtool entwickeln, das die laufende Beobachtung regionaler Entwicklungen, Konzepte und Prozesse sowie konkrete Projekte zur Gestaltung der Kulturlandschaft und zur Entwicklung von Siedlungsstandorten beinhaltet. Über die Ergebnisse der ersten anderthalb Jahre Projektlaufzeit informiert jetzt das erste Heft der StadtLandNavi|Interko2-Schriftenreihe. Die Publikation will die erhobenen Analysen und Daten regionalen Akteuren zur Verfügung stellen und sie gleichzeitig für die Mitarbeit an dem laufenden Prozess aktivieren.

Zu den Partnern des Projektes „Interko2 – Integriertes Wohnflächenkonzept in großstädtischen Wachstumsräumen“ unter Federführung des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) gehören neben dem Landkreis Leipzig auch die Stadt Leipzig und der Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Als assoziierte Partner sind darüber hinaus die Metropolregion Mitteldeutschland, die Stadt Halle (Saale), der Landkreis Nordsachsen, der Saalekreis, der Saale-Holzlandkreis, der Mitteldeutsche Verkehrsverbund, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen, der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften und die Stadtwerke Jena eingebunden.

Das Vorhaben „StadtLandNavi“ wird von der HafenCity Universität Hamburg (HCU Hamburg) koordiniert. Beteiligt sind neben der HCU Hamburg der Grüne Ring Leipzig, die Hochschule Anhalt, der Regionale Planungsverband Leipzig-Westsachsen, die Stadt Leipzig und die Technische Universität Dresden.

 

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